Die Überprüfung moderner astrophysikalischer Theorien und Modelle hängt ganz wesentlich davon ab, wie genau die Entfernung zu kosmischen Objekten bestimmt werden kann. Denn erst die Kenntnis der Entfernung erlaubt es, von einer beobachteten scheinbaren Eigenschaft eines Himmelskörpers (beispielsweise dessen scheinbarer Helligkeit) auf die absolute Stärke dieser Eigenschaft (absolute Helligkeit) zu schließen - und damit auf dessen innere Physik.
Die astronomische Entfernungsleiter: Trigonometrische Messmethoden liefern die genauesten Entfernungen. Deren Reichweite ist aber begrenzt. Schon bei der Vermessung unserer Heimatgalaxie – der Milchstraße – müssen zusätzliche Methoden („Standardkerzen“) verwendet werden. Und schließlich werden zur Bestimmung der Struktur des gesamten Kosmos kalibrierte Eigenschaften ganzer Galaxien zu Hilfe genommen. Da die Lichtgeschwindigkeit begrenzt ist, bekommen wir jedoch stets nur Kenntnis über die Objekte aus unterschiedlich weit zurückliegenden Vergangenheiten: der Kosmos in 4D.
In drei Vorträgen werden moderne Methoden der kosmischen Entfernungsmessung vorgestellt.
Termine:
Di 14. April 2026
Di 21. April 2026
Di 28. April 2026
U3L-Vorlesung: Unendliche Weiten – der Kosmos in 4D: Neue Methoden der Entfernungsbestimmung
Di., 14. Apr. 2026 16:15 Uhr bis 17:45 Uhr