Themenreihe: Naturwissenschaft und Technik

Strahlenbelastung bei Raumflügen: Von Apollo zu Artemis und darüber hinaus

Mi., 22. Feb. 2023 19:30 Uhr bis 20:30 Uhr

Den Fuß auf unbewohnte Planeten oder Monde zu setzen, ist ein großer Menschheitstraum. Doch sobald wir den Schutz unseres Erdmagnetfelds und der Atmosphäre verlassen, sind wir einem kontinuierlichen Partikelbeschuss durch die galaktische kosmische Strahlung ausgesetzt. Die Apollo-Missionen waren die Premiere für den Aufenthalt des Menschen im freien Weltraum und auf der Mondoberfläche. Jetzt, 50 Jahre später, werden mit den Artemis-Missionen erstmalig eine Frau und eine Person of Color den Mond betreten. Durch die kurze Dauer dieser Missionen ist das Strahlenrisiko beherrschbar und wir werden mit Hilfe der beiden anthropomorphen Phantome („Messpuppen“) HELGA und ZOHAR mehr über die Strahlenbelastung im freien Weltraum erfahren (MARE – Matroshka AstroRad Experiment von DLR, NASA, ISA, StemRad & Lockheed Martin) und uns auf längere Missionen vorbereiten. Auf der langen Reise zum Mars muss man mit einer erheblichen Strahlenbelastung rechnen - das Risiko für die Entstehung von Krebs, Augenlinsentrübungen und Veränderungen in anderen Organen ist noch unzureichend verstanden. Unvorhersehbare Sonnenstürme bergen sogar das Risiko, am akuten Strahlensyndrom zu erkranken, sofern die Abschirmung zu gering ist. Wie menschliche Phantome und Schweineaugen, kleine Kristalle und große Teilchenbeschleuniger, Schutzräume und Warnsysteme für Sonnenstürme, Beeren und Trockenpflaumen bei der Lösung des „Strahlungsproblems“ helfen können, erfahren Sie in diesem Vortrag.

Veranstaltungsort:
Livestream
Referent*in:
PD Dr. Christine E. Hellweg Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, Strahlenbiologie,Köln
Preise:
Kostenfrei
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