Leuchtfeuer am Rand der Dunkelheit: Schwarze Löcher und das Licht der fernen Galaxien
Fr., 30. Okt. 2026
20:00 Uhr
bis 21:00 Uhr
Vor über hundert Jahren fand Karl Schwarzschild, geboren in Frankfurt, die erste exakte Lösung von Einsteins Feldgleichungen – sie beschreibt, was wir heute „Schwarzes Loch“ nennen. Was damals wie eine mathematische Spielerei wirkte, entpuppte sich im 20. Jahrhundert als physikalische Realität: Astronomen entdeckten in den Zentren ferner Galaxien Objekte von unvorstellbarer Leuchtkraft – Quasare, die mit der Strahlung ganzer Galaxien konkurrieren. Diese Quasare sind die aktiven Kerne solcher Galaxien. Mit Radioteleskopen blicken wir direkt ins Zentrum des Geschehens. Dieser Blick enthüllt die astrophysikalischen Bedingungen rund um Schwarze Löcher, die im Vortrag beleuchtet werden: von der Gravitation, die Materie verschlingt, bis zu den Jets, die sie mit nahezu Lichtgeschwindigkeit wieder ausstoßen. Diese fernen Leuchtfeuer haben Astronomen über Jahrzehnte hinweg näher an das Unsichtbare geführt – bis an den Rand des Ereignishorizonts. Der Vortrag folgt diesem Weg: von Schwarzschilds Formel über die Entdeckung der Quasare bis zu den ersten Bildern eines Schwarzen Lochs, aufgenommen vom Event Horizon Telescope.