Die Sprache der Viren: Wie Krankheitserreger mit unseren Zellen kommunizieren
Mi., 18. Nov. 2026
19:30 Uhr
bis 20:30 Uhr
Viren können sich nicht alleine vermehren. Sie sind darauf angewiesen, mit lebenden Zellen in Kontakt zu treten und deren Prozesse für sich zu nutzen. Dieser Kontakt beginnt an der Zelloberfläche: Dort binden Viren an bestimmte Strukturen, sogenannte Rezeptoren. Für die Zelle ist dieses Andocken jedoch nicht stumm. Es wird als Signal wahrgenommen und kann eine Kette von Reaktionen auslösen. In meinem Vortrag geht es um diese frühe Kommunikation zwischen Virus und Zelle. Wie „erkennt“ ein Virus eine passende Wirtszelle? Welche Signale entstehen beim ersten Kontakt? Wie verändert sich die Zelloberfläche, wenn ein Virus bindet? Und wie können solche molekularen Botschaften darüber entscheiden, ob eine Infektion erfolgreich verläuft? Ziel unserer Forschung ist es, diese Sprache der Viren besser zu verstehen. Denn wenn wir wissen, wie Viren mit Zellen kommunizieren und welche zellulären Antworten sie auslösen, können wir auch besser erkennen, an welchen Stellen sich diese Kommunikation stören lässt, um Infektionen zu verhindern.