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Reihe: U3L Vortragsreihe

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Z Archiv: Astronomie am Freitag 2013

Vortragsprogramm

18. Januar Das astronomische erste Halbjahr 2013
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
25. Januar Wie viel kosmische „Dunkle Materie“ befindet sich in Ihrem Wohnzimmer? Bruno Deiss
01. Februar Über die Zukunft - science vs. fiction Sighard Schräbler
08. Februar Vesta - Portrait eines "terroristischen" Asteroiden Volker Heinrich
15. Februar Die Farbe des Weltalls Sebastian Heß
22. Februar Neues vom Hubble-Space-Teleskop Dietmar Bönning
01. März Licht ins Dunkel? - Dunkle Materie im Labor René Reifarth
08. März Wo ist hier eigentlich der Mittelpunkt? Friedrich W. Volck
15. März Die ersten Galaxien - Erhellendes aus dem "Dunklen Zeitalter" Alexander Hartung
22. März Lebensspenderin Sonne Klaus Sterlike
29. März Karfreitag (keine Veranstaltung)  
05. April T Tauri - Wenn Sterne geboren werden Fabiano Pinto
12. April Einstein auf dem Prüfstand - Gravity Probe A & B Christian Trageser
19. April Ein Schwarzes Loch im Zentrum unserer Milchstraße? Stefan Karge
26. April War die Mondlandung echt? Martin Stammberger
03. Mai Der Meteoriteneinschlag im Ural Volker Heinrich
10. Mai Der römische Mithraskult - eine Astralreligion? Bruno Deiss
17. Mai Unser kosmisches Dorf – Das Sonnensystem Friedrich W. Volck
24. Mai Der Barringer Meteor Krater in Arizona Martin Bender
31. Mai Was haben Glasfasern mit galaktischer Archäologie zu tun? Philipp Schneider
07. Juni Saturn im Blick - Eindrücke eines riesigen Gasplaneten Volker Heinrich
14. Juni Auf der Suche nach der zweiten Erde Georg Piehler
21. Juni Das Periodensystem im Himmel und auf Erden Friedrich W. Volck
28. Juni Chaos im Universum Martin Stammberger
05. Juli Antimaterie - Vom Urknall in den Alltag Kathrin Göbel
23. August Das astronomische zweite Halbjahr 2013 Dietmar Bönning
30. August Der Große Andromeda-Nebel Stefan Karge
06. September Urlaub im Orbit - Science oder Fiction? Volker Heinrich
13. September Mission Planck: Die schärfsten Bilder vom kosmischen Rauschen Bruno Deiss
20. September Orion – der große Jäger Friedrich W. Volck
27. September Sonderveranstaltung: "Geist verleiht Flügel"
u.a. Vortrag: Schrödingers Katze lebt - Quantenphysik für Einsteiger

Martin Stammberger
Ab Oktober anderer Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt  
04. Oktober Wie wird das Weltraumwetter? Volker Heinrich
11. Oktober Der unbekannte Sub-Millimeter-Himmel:
Ein neues atmosphärisches Fenster wird geöffnet
Markus Röllig
18. Oktober Andromeda – Anatomie eines Sternbildes Klaus Sterlike
25. Oktober Kometen - Materie vom Ursprung des Sonnensystems
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
01. November Astrofotografie: von Spiegelreflex- bis Kühlkamera
(Link zum Vortrag: hier)
Sighard Schräbler
08. November Neutrinos - von kleinen Teilchen und großen Problemen Klaus Kümpel
15. November Die Entdeckung der "Strahlen elektrischer Kraft" Friedrich W. Volck
22. November Nova Delphini 2013 - Der Star am Sommerhimmel Jan-David Förster
29. November Von Galileos Spektiv zum Extremely Large Telescope -
404 Jahre astronomische Fernrohre
Stefan Karge
06. Dezember Ein Blick in die Kinderstube des Kosmos Stefan Fiebiger
13. Dezember Auf der Suche nach den ältesten Sternen Kathrin Göbel
20. Dezember Der Stern von Bethlehem Bruno Deiss

 

Themenbeschreibung
18. Januar 2013, 20 Uhr
Das astronomische erste Halbjahr 2013 (Stefan Karge)
Das 1. Halbjahr 2013 gibt sich wieder alle Mühe uns mit interessanten Himmelserscheinungen zu erfreuen. Die beiden „Stars“ am Nachthimmel über Frankfurt im kommenden Sommerhalbjahr sind der Gasriese Jupiter und sein beringter Kollege Saturn. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die aktuellen Sternbilder. Beobachtungstipps sowie Hinweise zu weiteren spannenden astronomischen Ereignissen gibt es im Vortrag.
(Link zum Vortrag: hier)
25. Januar 2013, 20 Uhr
Wie viel kosmische „Dunkle Materie“ befindet sich in Ihrem Wohnzimmer? (Bruno Deiss)
Das Universum ist erfüllt von einer rätselhaften, unsichtbaren Materieform: der „Dunklen Materie“. Ihre Anwesenheit macht sich nur über ihre Schwerkraftwirkung bemerkbar. Im Kosmos – und in unserer eigenen Heimatgalaxie - gibt es ein Mehrfaches an Dunkler Materie als an „normaler“ Materie, aus der Sterne, Planeten und auch wir bestehen. Wie viel Kilogramm dieser exotischen Substanz befindet sich in unserer alltäglichen Umgebung?
01. Februar 2013, 20 Uhr
Über die Zukunft - science vs. fiction (Sighard Schräbler)
Eine Reise zu den Sternen dauert womöglich Jahrtausende - aber die Sendezeit ist begrenzt. Kein Wunder, dass SciFi-Autoren auf kreative Ideen kommen. Doch weshalb geht es nur in manchen Bereichen der Technik schnell voran? Ein kurzweiliger Rückblick auf unsere Zukunft mit Auszügen aus dem Genre und Ideen von Carl Sagan.
08. Februar 2013, 20 Uhr
Vesta - Portrait eines "terroristischen" Asteroiden (Volker Heinrich)
Bislang hat die Forschung sich auf die Erkundung der großen Planeten unseres Sonnensystems konzentriert. Seit einigen Jahren stehen nun auch Kometen und Asteroiden im Fokus - und erweisen sich als höchst interessant. Einer der größten Asteroiden ist Vesta. Die Raumsonde Dawn hat ihn mehr als ein Jahr lang genauestens beobachtet und unter anderem herausgefunden, dass es Verbindungen zu unserer Erde gibt...
15. Februar 2013, 20 Uhr
Die Farbe des Weltalls (Sebastian Heß)
Von der Bestimmung der auf der Sonne und anderen Sternen vorkommenden chemischen Elementen bis hin zur Messung der Fluchtgeschwindigkeit der Quasare: fast alle Kenntnisse der kosmischen Objekte haben wir durch die genaue Untersuchung des von ihnen abgestrahlten Lichtes. Im Vortrag wird die beeindruckende und farbenfrohe Ästhetik des Universums mit der in diesen Farben verborgenen Information verknüpft.
22. Februar 2013, 20 Uhr
Neues vom Hubble-Space-Teleskop (Dietmar Bönning)
Das HST gehört mittlerweile sowohl zu einem der erfolgreichsten Teleskope als auch zu einer der längsten Satellitenmissionen der Menschheit. Auch wenn seine Tage gezählt zu sein scheinen, es überrascht uns immer wieder aufs Neue mit fantastischen Bildern aus den Weiten des Universums. Einige davon will der Vortrag vorstellen.
01. März 2013, 20 Uhr
Licht ins Dunkel? - Dunkle Materie im Labor (René Reifarth)
Nach heutigem Wissen besteht unser Universum zu 23 % aus Dunkler Materie. Wir können sie nicht sehen und sie wechselwirkt kaum mit normaler Materie. Dunkle Materie macht sich nur indirekt bemerkbar. Vermutlich besteht sie aus einer uns unbekannten Art von Teilchen. Weltweit werden aufwändige Experimente durchgeführt, um die Teilchen aus dem Kosmos direkt nachzuweisen. Am LHC könnten diese Teilchen erzeugt und gehttp://www.physikalischer-verein.de/index.php/veranstaltungsarchiv?id=106messen werden.
08. März 2013, 20 Uhr
Wo ist hier eigentlich der Mittelpunkt? (Friedrich W. Volck)
Ursprünglich sahen die Menschen die Erde im Mittelpunkt der Welt und dafür gab es gute Gründe. So blieb es bis ins 16. Jahrhundert und dann wurde die Erde ein Planet unter vielen und dann die Sonne eine unter vielen und dann die Milchstraße ... Ja, welches Bild machen sich die Astronomen und die Kosmologen von der Welt?
15. März 2013, 20 Uhr
Die ersten Galaxien - Erhellendes aus dem "Dunklen Zeitalter" (Alexander Hartung)
In der Zeit zwischen 300.000 und 200 Millionen Jahren nach dem Urknall wurde es im Universum zunehmend dunkler: Die anfangs heiße kosmische Materie kühlte durch die allgemeine Expansion des Universums stark ab. Leuchtende Sterne hatten sich noch nicht gebildet. Die Erforschung der schwachen Reststrahlung aus dieser Zeit mit speziellen Weltraumteleskopen soll nun Licht in dieses „Dunkle Zeitalter“ bringen.
22. März 2013, 20 Uhr
Lebensspenderin Sonne (Klaus Sterlike)
Seit Jahrtausenden verehrten Menschen unser Muttergestirn als Gottheit und große Lebensspenderin. Noch bevor die moderne Biologie die Vorgänge der Photosynthese erklären konnte, war auch der Wissenschaft klar, welche hervorragende Stellung unsere Sonne für das Leben zukommt. Dennoch gelang es erst im 20. Jahrhundert wichtige Geheimnisse unseres Heimatgestirns zu enträtseln. Einen Überblick über den Aufbau, die Mechanismen der Energieerzeugung und die vielfältigen Beziehungen zwischen Sonne und Erde will dieser Vortrag vermitteln.
29. März 2013
Karfreitag (keine Veranstaltung)
 
05. April 2013, 20 Uhr
T Tauri - Wenn Sterne geboren werden (Fabiano Pinto)
Ein unbedeutendes Nebelfleckchen, das ist der Hind-Nebel im Sternbild Stier. Doch dahinter verbirgt sich ein ungewöhnlicher Stern: T Tauri. Mit seinen Helligkeitsausbrüchen und Gasströmen gilt T Tauri als Prototyp einer Klasse von jugendlichen Sternen, die sich in der wilden Endphase ihrer Entstehung befinden. Und nicht nur dort beobachten Astronomen in den Tiefen von Gas- und Staubwolken das Licht neuer Sterne.
12. April 2013, 20 Uhr
Einstein auf dem Prüfstand - Gravity Probe A & B (Christian Trageser)
Vor etwa 100 Jahren veröffentlichte Albert Einstein seine Allgemeine Relativitäts Theorie (ART), die die Gravitation als geometrischen Effekt einer gekrümmten Raumzeit interpretiert. Viele Voraussagen der ART konnten bis heute mit verschiedenen Experimenten bestätigt werden. Gravity Probe A & B waren zwei dieser Experimente von der NASA, die im Erdorbit einige der vorausgesagten Effekte untersuchten. Der Vortrag erläutert die Experimente und die gemessenen Effekte.
19. April 2013, 20 Uhr
Ein Schwarzes Loch im Zentrum unserer Milchstraße? (Stefan Karge)
Im Zentrum unserer Milchstraße steht ein supermassereiches kompaktes Objekt mit mehreren Millionen Sonnenmassen. Handelt es sich dabei um ein Schwarzes Loch? Diese Frage zu beantworten ist nicht so einfach. Das Zentrum ist sehr weit entfernt von der Erde und zudem noch verborgen hinter Staub- und Gasmassen, die den Blick versperren. Grund genug sich das galaktische Zentrum einmal ganz genau anzuschauen.
26. April 2013, 20 Uhr
War die Mondlandung echt? (Martin Stammberger)
Obwohl es inzwischen sogar Fotos durch eine Raumsonde gibt, meinen viele Menschen, dass der Mondflug von 1969 und die folgenden Expeditionen nie stattgefunden haben. Falsche Schatten, im Vakuum wehende Flaggen und Scheinwerfer auf den Fotos scheinen diese Verschwörungstheorien zu stützen. Kann die Physik solche Argumente entkräften?
03. Mai 2013, 20 Uhr
Der Meteoriteneinschlag im Ural (Volker Heinrich)
Am Morgen des 15. Februar 2013 war die Welt plötzlich nicht mehr die gleiche. Referenten des Physikalischen Vereins haben in Vorträgen wie "Bomben aus dem All" Risiken eines massiven Meteoritentreffers auf bewohntem Gebiet dargestellt - bisher ein eher theoretisches Problem. Jetzt hat uns der Streifschuss eines vergleichsweise kleinen Impaktors das Fürchten gelehrt. Knapp drei Monate nach dem Ereignis ist die Zeit gekommen, das Geschehene zu analysieren.
10. Mai 2013, 20 Uhr
Der römische Mithraskult - eine Astralreligion? (Bruno Deiss)
Als Erlösungsreligion stand der im gesamten römischen Imperium verbreitete Kult in direkter Konkurrenz zum aufstrebenden Christentum. Mithras wurde als der wahre Herrscher des Kosmos verehrt. Offenbar wurden dabei - nach damaliger Vorstellung unerklärliche - astronomische Vorgänge am gestirnten Himmel als das Wirken einer allmächtigen Gottheit gedeutet. Bedeutende archäologische Funde stammen aus Frankfurt Heddernheim, dem römischen Nida.
17. Mai 2013, 20 Uhr
Unser kosmisches Dorf – Das Sonnensystem (Friedrich W. Volck)
Die Sonne, die acht Planeten, die fünf Zwergplaneten, die über fünfhunderttausend Asteroiden, die Monde, die Kometen und Meteorite, die Objekte des Kuipergürtels und der Oort’schen Wolke: Die meisten Objekte kennen wir nur vom Sehen und durch scharfes Hinschauen haben wir eine ganze Menge über sie in Erfahrung gebracht. Und doch ist all das nur unsere unmittelbare kosmische Nachbarschaft, unser kosmisches Dorf.
24. Mai 2013, 20 Uhr
Der Barringer Meteor Krater in Arizona (Martin Bender)
Vor rund 50.000 Jahren ereignete sich eine dramatische Kollision mit der Erde: ein riesiger Meteorit schlug in die weite Ebene Arizonas ein und hinterließ einen mächtigen Krater. Der Vortrag handelt von der jahrelangen Forschungsarbeit Daniel Moreau Barringers und seinen Erkenntnissen über mögliche Gefahren eines Einschlags heute. In Bildern wird der faszinierende Krater in all seinen Facetten präsentiert.
31. Mai 2013, 20 Uhr
Was haben Glasfasern mit galaktischer Archäologie zu tun? (Philipp Schneider)
Das RAdial Velocity Experiment, kurz RAVE, legt durch eine besondere Beobachtungsmethode den Grundstein für eines der jüngsten Forschungsfelder der Astrophysik. Galaktische Archäologie hat wenig mit Spaten, Erde und Pinsel zu tun: ein Roboter sorgt mit Glasfasern für die Spektroskopie von bis zu 150 Objekten pro Beobachtung - somit bis zu 900 Sternspektren pro Nacht. Diese Spektren erzählen uns die Geschichte der Milchstraße und bringen damit ein wenig Licht ins Dunkel der Entstehung unserer Heimatgalaxie.
07. Juni 2013, 20 Uhr
Saturn im Blick - Eindrücke eines riesigen Gasplaneten (Volker Heinrich)
Der Saturn ist in diesem Sommer ein gern gewähltes Beobachtungsobjekt für das kleine Fernrohr. Also Zeit, sich mit den neuesten Erkenntnissen um den schönsten Planeten des Sonnensystems zu befassen. Die Raumsonde Cassini begleitet den Ringplaneten seit Jahren und liefert uns neue Perspektiven dieser faszinierenden Welt. Genießen sie die Resultate dieser Forschung in einem Vortrag, der Sie nicht nur mit Fakten sondern auch mit Ansichten begeistern will.
14. Juni 2013, 20 Uhr
Auf der Suche nach der zweiten Erde (Georg Piehler)
Die Entdeckung von Planeten fremder Sonnen hat im letzten Jahrzehnt zur Entwicklung eines der aufregensten Forschungsgebiete innerhalb der Astronomie geführt. Die Suche nach entfernten - auch erdähnlichen - Planeten ist eng mit der Frage verknüpft: "Sind wir allein im Universum?". Dank des NASA Weltraumteleskops "Kepler" kennen wir inzwischen mehr als 800 Planeten außerhalb unses eigenen Sonnensystems. Der Vortrag zeigt, mit welchen Methoden solche Exo-Planeten aufgespürt werden und informiert über den aktuellen Stand der Forschung.
21. Juni 2013, 20 Uhr
Das Periodensystem im Himmel und auf Erden (Friedrich W. Volck)
Im ganzen Universum gibt es nicht mehr als 100 Elemente: Gold, Wasserstoff, Helium, Rhodium, Tellur und – wie gesagt: einige mehr. Manche kennen die Menschen seit Anbeginn, andere wurden auf der Sonne entdeckt und noch andere existieren nicht länger als Mikrosekunden. Und diese verschiedenen Elemente erzählen uns viel von den Zuständen im Universum und in Sternen.
28. Juni 2013, 20 Uhr
Chaos im Universum (Martin Stammberger)
Die Naturgesetze, die in unserem Universum herrschen, scheinen alle nach einem Prinzip zu funktionieren: Gleiche Ursachen ziehen immer gleiche Wirkungen nach sich. Doch die "Chaostheorie" hat dieses strenge Kausalprinzip scheinbar außer Kraft gesetzt: In vielen Fällen ist die Wirkung unvorhersehbar. In der Astronomie liefert diese Nichtlineare Dynamik wichtige Erkenntnisse - von der Stabilität der Planetenbahnen über das Aussehen des Jupiters bis zur großräumigen Struktur des Kosmos.
05. Juli 2013, 20 Uhr
Antimaterie - Vom Urknall in den Alltag (Kathrin Göbel)
Antimaterie - das klingt nach Science Fiction. Tatsächlich wird Antimaterie heute routinemäßig erzeugt und ist allgegenwärtig in den Laboren dieser Welt und sogar in medizinischen Anwendungen. Nach dem Urknall entstanden Materie und Antimaterie zu gleichen Anteilen. Wir selbst und alle bislang beobachteten Objekte im Kosmos bestehen aus "normaler" Materie. Wo ist die Antimaterie geblieben und können wir sie aufspüren?
23. August 2013, 20 Uhr
Das astronomische zweite Halbjahr 2013 (Dietmar Bönning)
Auch das zweite Halbjahr 2013 steckt astronomisch gesehen voller spannender Ereignisse. Vom jahreszeitlichen Wandel der Himmelsbühne über ergiebige Sternschnuppennächte bis zu interessanten Planetenkonstellationen ist wieder alles dabei, was das Herz des Naturfreundes höher schlagen lässt. Und als Höhepunkt winkt gegen Jahresende der Auftritt des Komet ISON, der das Zeug dazu hat, der hellste Komet der letzten 100 Jahre zu werden.
30. August 2013, 20 Uhr
Der Große Andromeda-Nebel (Stefan Karge)
Der Andromeda-Nebel ist schon seit dem Altertum bekannt als ein schwacher Nebelfleck im Sternbild Andromeda, sichtbar mit freiem Auge. Aber erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts war es möglich, die wahre Natur dieses „Nebels“ zu entschlüsseln. Der unscheinbare Fleck entpuppte sich als gewaltiges Sternsystem – ähnlich unserer Milchstraße. Der Vortrag zeichnet ein Portrait des Andromeda-Nebels. Dazu gibt es Tipps zur eigenen Beobachtung.
06. September 2013, 20 Uhr
Urlaub im Orbit - Science oder Fiction? (Volker Heinrich)
Wer gerade mal ca. 40 Millionen US-Dollar erübrigen kann und alle Gesundheitschecks übersteht, kann sich schon heute einen mehrtägigen Flug zur ISS kaufen. Bei der Fluggesellschaft Virgin Galactic kostet das Ticket für einen Weltraumhüpfer von 150 Minuten Dauer mit einer vierminütigen Schwerelosigkeit den Schnäppchenpreis von 250.000 US-Dollar. Ist das der Beginn des Weltraumtourismus für Jedermann?
13. September 2013, 20 Uhr
Mission Planck: Die schärfsten Bilder vom kosmischen Rauschen (Bruno Deiss)
Etwa 300.000 Jahre nach dem Urknall war das Universum so weit abgekühlt, dass die Materie durchsichtig wurde. Licht aus dieser fernen Vergangenheit ist deshalb heute immer noch als gleichmäßiger Mikrowellenhintergrund beobachtbar. Mit dem europäischen Weltraumteleskop Planck wurde nun dieses Nachleuchten des Urknalls mit bislang unerreichter Präzision vermessen. Die neuen Daten geben Auskunft über das kosmische Wirken der rätselhaften „Dunklen Materie“ und „Dunklen Energie“
20. September 2013, 20 Uhr
Orion – der große Jäger (Friedrich W. Volck)
Der Orion gehört zu den markantesten Sternbildern. Er beherrscht vor allem den Wintersternhimmel. Gürtel und Schwert sowie Schultern und Knie des Himmelsjägers sind leicht am Himmel zu erkennen. Sie weisen den Weg zu interessanten astronomischen Objekten: Rote und blaue Riesen, rote Emissionsnebel und blaue Überriesen, Dunkelwolken und Sternentstehungsgebiete, einen Supernovaüberrest sowie den Himmelsäquator. Orion bietet Stoff für viele Erzählungen.
27. September 2013, 20 Uhr
Schrödingers Katze lebt - Quantenphysik für Einsteiger (Martin Stammberger)
Schrödingers nur teilweise tote Katze ist ein Sinnbild für die seltsamen Gesetze der Quantenphysik, an denen selbst Einstein ("Gott würfelt nicht!") zweifelte. Doch Laser, Computer oder digitale Fotografie sind nur durch die Quantenmechanik möglich geworden. In der Astronomie erklärt die Quantenphysik die Existenz von Weißen Zwergen und Neutronensternen und sie sagt voraus, dass selbst Schwarze Löcher sterben können.
04. Oktober 2013, 20 Uhr
Wie wird das Weltraumwetter? (Volker Heinrich)
Weltraumwetter? So ein Unsinn, denken Sie vielleicht! In den 50er Jahren bezeichnete der deutsche Physiker Biermann den beständigen Strom elektrisch geladener Partikel, den die Sonne aussendet, als Sonnenwind. Seitdem gibt es "Weltraumwetter". Heute werden diese Partikelströme sehr engmaschig überwacht. Sie verursachen neben den bezaubernden Polarlichtern auch ernste Gefahren für Raumfahrt, Satelliteninfrastruktur und - in ihrer heftigsten Form - selbst für die Infrastruktur der Erdoberfläche.
11. Oktober 2013, 20 Uhr
Der unbekannte Sub-Millimeter-Himmel: Ein neues atmosphärisches Fenster wird geöffnet (Markus Röllig)
OFIA, CCAT, ALMA: Mehr oder weniger wohl klingende Abkürzungen für Observatorien der jüngsten Generation. Sie dienen dem neuen Forschungsschwerpunkt: der Sub-Millimeter-Astronomie. Kurzwellige Sub-Millimeter-Strahlung aus dem All gelangt nur unter bestimmten atmosphärischen Bedingungen bis zum Erdboden, die mit den neuen Spezial-Teleskopen erforscht wird. Damit gelingen völlig neue Einblicke in ganz unterschiedliche kosmische Phänomene.
18. Oktober 2013, 20 Uhr
Andromeda – Anatomie eines Sternbildes (Klaus Sterlike)
Schon die alten Kulturen Vorderasiens ordneten die Sterne des Himmel in Sternbildern an, die ihre mythischen Vorstellungen widerspiegelten. Zu diesen gehört auch die schöne Andromeda, die als Tochter des Königs Cepheus und seiner Gemahlin Cassiopeia am Herbsthimmel prangt. Begleiten sie den Referenten auf eine virtuelle Reise zu einigen der spektakulärsten astronomischen Objekte in diesem markanten Sternbild.
25. Oktober 2013, 20 Uhr
Kometen - Materie vom Ursprung des Sonnensystems (Stefan Karge)
Kometen gehören zu den ältesten Himmelskörpern im Sonnensystem. Hin und wieder besucht einer von ihnen das innere Sonnensystem und und wir können den typischen Kometenschweif bewundern. Aber was sind Kometen? Und woraus bestehen sie? Antworten liefern Teleskopbeobachtungen sowie diverse Satellitenmissionen, die interessante Erkenntnisse erbrachten. Im Fokus wird auch der neue Komet C/2012 S1 (ISON) stehen, der in einigen Tagen zu seiner Hochform auflaufen wird.
(Link zum Vortrag: hier)
01. November 2013, 20 Uhr
Astrofotografie: von Spiegelreflex- bis Kühlkamera (Sighard Schräbler)
Mittelwerte sagen mehr als Einzelwerte, diese grundlegende Erkenntnis gilt insbesondere für die Astrofotografie. Wenn Sie 100 Aufnahmen übereinander legen, steigt die Bildqualität um einen Faktor 10. Aber kann man Bilder einfach so mitteln und wenn ja, dann womit? Werfen wir also einen Blick auf die Methoden, Himmel auf den Chip zu bringen und die dazu passenden Verarbeitungs-Techniken der digitalen Dunkelkammer.
(Link zum Vortrag: hier)
08. November 2013, 20 Uhr
Neutrinos - von kleinen Teilchen und großen Problemen (Klaus Kümpel)
Sie stammen aus Supernovaexplosionen oder aus dem Inneren der Sonne und pausenlos durchqueren Milliarden von ihnen unsere Körper. Gemeint sind Neutrinos. Extrem kleine und erstaunlich wichtige Teilchen, die es seit ihrer Entdeckung ständig geschafft haben, den Physikern immer wieder neue Rätsel aufzugeben. Grund genug, sich einen Abend mit diesen Teilchen zu beschäftigen.
15. November 2013, 20 Uhr
Die Entdeckung der "Strahlen elektrischer Kraft" (Friedrich W. Volck)
Heinrich Hertz unterrichtete am 13. Dezember 1888 - also vor genau 125 Jahren - die Berliner Akademie der Wissenschaften über die erfolgreiche Erzeugung elektromagnetischer Wellen. Hertz‘ Ergebnisse lieferten die Grundlage für die Entwicklung der drahtlosen Telegraphie und des Radios, des Radars und des Mikrowellenherds. Doch auch das sichtbare Licht, die Infrarot- und Ultraviolettstrahlen, die Röntgen- und Gammastrahlen sind „Strahlen elektrischer Kraft“.
22. November 2013, 20 Uhr
Nova Delphini 2013 - Der Star am Sommerhimmel (Jan-David Förster)
Im August beobachteten Astronomen weltweit die schnelle Entwicklung eines "neuen Sterns" im Sternbild Delfin, welcher binnen weniger Tage nicht nur eine beachtliche Helligkeit erreichte und mit bloßem Auge sichtbar wurde, sondern dank der Beobachtungen von Amateurastronomen auch zur bestdokumentierten Nova aller Zeiten avancierte. Erleben Sie in diesem Vortrag, wie Amateurastronomie auf aktuelle Forschung trifft.
29. November 2013, 20 Uhr
Von Galileos Spektiv zum Extremely Large Telescope - 404 Jahre astronomische Fernrohre (Stefan Karge)
Mit den ersten Teleskopbeobachtungen des Sternenhimmels durch Galileo Galilei begann im Jahr 1609 das Zeitalter der modernen Astronomie. Waren es anfangs noch kleine primitive Linsenteleskope, so staunen wir heute über Großteleskope mit gigantischen Hauptspiegeln von 10 Metern Durchmesser. Aber welche Entwicklung nahm der Teleskopbau in den letzten 400 Jahren, und wie sehen die neuen Riesenteleskope der Zukunft aus?
06. Dezember 2013, 20 Uhr
Ein Blick in die Kinderstube des Kosmos (Stefan Fiebiger)
Die ersten Galaxien entstanden vermutlich etwa 400 Mio. Jahre nach dem Urknall. Der genaue Entstehungsprozess ist aber immer noch unklar. Neuste Beobachtungen mit dem Hubble Weltraumteleskop deuten nun an, dass Galaxien womöglich schon früher existierten als bislang angenommen. Aber welchen Einfluss hatten diese frühen Galaxien auf unser Universum? Und wie verändern sie unser Bild von dessen Entwicklung?
13. Dezember 2013, 20 Uhr
Auf der Suche nach den ältesten Sternen (Kathrin Göbel)
Nach dem Urknall enthielt das Universum fast ausschließlich Wasserstoff und Helium. Alle schwereren Elemente dagegen wurden und werden im Inneren von Sternen erzeugt und in gigantischen Supernova-Explosionen ins All zurück geschleudert. Experimente im Labor und Beobachtungen der ältesten bekannten Objekte im Kosmos überhaupt liefern Informationen über die ersten Sterngenerationen, die Entstehung der Elemente und das frühe Universum.
20. Dezember 2013, 20 Uhr
Der Stern von Bethlehem (Bruno Deiss)
Ein geheimnisvoller Stern soll vor etwa 2000 Jahren sternkundigen "Weisen aus dem Morgenland" den Weg nach Bethlehem zur Geburtsstätte Christi gezeigt haben, so schreibt der Evangelist Matthäus. War es ein Komet, eine Supernova oder eine seltene Konjunktion von Jupiter und Saturn? Bis heute ist die Auseinandersetzung über den Stern der Weisen nicht beendet.

Z Archiv: Astronomie am Freitag 2014

Vortragsprogramm

17. Januar Das astronomische erste Halbjahr 2014
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
24. Januar Realität und Wirklichkeit - Das Universum im Kopf Bruno Deiss
31. Januar Science vs. Fiction 2014: über die Physik und Technik der Zukunft Sighard Schräbler
07. Februar Was gehen uns die Quanten an? Friedrich W. Volck
14. Februar GPS, Glonass, Galileo & Co Dietmar Bönning
21. Februar Achtung Strahlung – Risiken im All(tag) Kathrin Göbel
28. Februar Boten aus der Frühzeit des Sonnensystems -
wie Meteoriten uns helfen, die Welt zu verstehen
Volker Heinrich
07. März Schwarze Löcher - Neues von den galaktischen Allesfressern Tanja Heftrich
14. März Nukleare Energie in Sternen, Planeten und menschlichen Konstrukten René Reifarth
21. März Unser griechischer Himmel Friedrich W. Volck
28. März Immer Ärger mit den Außerirdischen Martin Stammberger
04. April Bedeckungen Georg Piehler
11. April Mission GAIA: Die neue Vermessung der Welt Bruno Deiss
18. April Karfreitag (keine Veranstaltung)  
25. April Kam das Leben aus dem All? Volker Heinrich
02. Mai Helioseismologie - Die Sonne als Klangkörper Bruno Deiss
09. Mai Von der Erde zu den Planeten – Auf Raumpatrouille durch das Sonnensystem Stefan Karge
16. Mai Die Ganggenauigkeit von Uhren -
Mit dem Treburer 1m-Teleskop auf der Suche nach Exoplaneten
Johannes M. Ohlert
23. Mai Karl Schwarzschild - Der letzte Universalastronom Martin Stammberger
30. Mai Polarisieren Physiker? Friedrich W. Volck
06. Juni Saturn am Abendhimmel Volker Heinrich
13. Juni Der dynamische Himmel - von Novae und Supernovae Sebastian Heß
20. Juni Das Echo des Urknalls Zuzana Slavkovská
27. Juni Kosmische Meterstäbe – Wie Astronomen Entfernungen messen Klaus Sterlike
04. Juli Wie das Wasser auf die Erde kam Volker Heinrich
11. Juli Die Himmelsscheibe von Nebra Bruno Deiss
18. Juli Schwarze Löcher und ihr dunkles Geheimnis Martin Stammberger
25. Juli Kosmische Photonen sammeln - Astrofotografie mit der Spiegelreflexkamera
(Link zum Vortrag: hier (220 MB))
Olaf Filzinger
12. September Das astronomische zweite Halbjahr 2014 Dietmar Bönning
19. September NEOs - eine Gefahr für die Erde? Volker Heinrich
26. September Auf Asteroidenjagd am Taunus Observatorium
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
03. Oktober Feiertag - keine Veranstaltung  
10. Oktober Deep Sky Astrofotografie
(Vortragsfolien: hier)
(Video zum Vortrag: hier)
Sighard Schräbler
17. Oktober Steine und Sterne: prähistorische Astronomie Bruno Deiss
24. Oktober Fünfzig Jahre fast total unsymmetrische Welt Friedrich W. Volck
31. Oktober Galileo Galilei - Begründer der modernen Naturwissenschaft Dietmar Bönning
07. November Dunkle Materie im Kosmos Martin Stammberger
14. November Als der Drache das Fliegen lernte -
Bemannte Raumfahrt in China und Japan
Martin Bender
21. November Nukleare Uhren und das Alter des Universums René Reifarth
28. November Der eingefrorene Ur-Sound des Kosmos Bruno Deiss
05. Dezember Rosetta – Rendezvous mit einem Kometen Stefan Karge
12. Dezember Ich sehe was, was du nicht siehst: das Licht Friedrich W. Volck
19. Dezember Der Stern von Bethlehem Martin Stammberger

 

Themenbeschreibung

Fr 17. Januar 2014, 20 Uhr
Das astronomische erste Halbjahr 2014 (Stefan Karge)
Das erste Halbjahr 2014 gibt sich wieder alle Mühe uns mit interessanten Himmelserscheinungen zu erfreuen. Die „Stars“ am Nachthimmel über Frankfurt im kommenden Sommerhalbjahr sind der rote Planet Mars sowie die beiden Gasriesen Jupiter und sein beringter Kollege Saturn. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die aktuellen Sternbilder. Beobachtungstipps sowie Hinweise zu weiteren spannenden astronomischen Ereignissen gibt es im Vortrag.

(Link zum Vortrag: hier)

Fr 24. Januar 2014, 20 Uhr
Realität und Wirklichkeit - Das Universum im Kopf (Bruno Deiss)
Jede Information breitet sich höchstens mit Lichtgeschwindigkeit aus. Beobachtungen entfernter Sterne und Galaxien zeigen nur, wie die Objekte beschaffen waren, als sie das heute auf der Erde empfangene Licht abstrahlten – ihre vergangene „Realität“. Was wir als „Wirklichkeit“ bezeichnen, ist die Summe vieler Vergangenheiten aus unterschiedlichen Tiefen des Raumes. Wie unterscheiden sich die „Wirklichkeiten“ unterschiedlicher Beobachter im Kosmos?

Fr 31. Januar 2014, 20 Uhr
Science vs. Fiction 2014: über die Physik und Technik der Zukunft (Sighard Schräbler)
Nach Moores Gesetz verdoppelt sich die Rechenleistung pro Dollar alle 2-3 Jahre. In der Energietechnik scheint es dagegen fundamental schwieriger zu sein, Fortschritte zu erzielen. Aus beiden Beobachtungen lassen sich Schlussfolgerungen über unsere Zukunft ableiten. Schauen wir also nach, welche Ideen aus dem SciFi-Genre realisierbar erscheinen oder andererseits sogar gegen physikalische Gesetze verstoßen. Soviel ist klar, es wird Sie überraschen!

Fr 07. Februar 2014, 20 Uhr
Was gehen uns die Quanten an? (Friedrich W. Volck)
Im täglichen Leben hat man den Eindruck, dass alles gemäß der klassischen Physik abläuft: nach dieser läuft die Erde um die Sonne, nach dieser erwärmt die Energie der Sonnenstrahlung die Erde, nach dieser reflektieren die Spiegel der Teleskope das Sternenlicht ... Zu was also Quantenphysik? Selbst der bekannte Physiker Feynman sagte: I think I can safely say that nobody understands quantum mechanics.

Fr 14. Februar 2014, 20 Uhr
GPS, Glonass, Galileo & Co (Dietmar Bönning)
Mit Beginn der Raumfahrt und der Einführung des NAVSTAR-GP-Systems oder des GLONASS bietet sich heute jedem die technische Möglichkeit, die eigene Position durch die Beobachtung von "künstlichen Sternen" (Satelliten) zu bestimmen. Selbst kleine Empfänger geben den Standort auf 10 m genau an. Wie aber erreichen Vermessungsingenieure aus denselben Daten eine Genauigkeit von 1 cm? Weiteres zur satellitengestützten Positionierung im Vortrag.

Fr 21. Februar 2014, 20 Uhr
Achtung Strahlung – Risiken im All(tag) (Kathrin Göbel)
Die Erde wird pausenlos von Kosmischer Strahlung bombardiert. Das Leben auf der Erde wird durch Atmosphäre und Erdmagnetfeld geschützt. Für Mensch und Material im All stellt die Strahlung aber eine Gefahr dar. Wo haben wir in unserem Alltag mit Strahlung zu tun? Wie wirkt sich Strahlung auf unsere Körper aus? Aktuelle Experimente auf der ISS und an Beschleunigeranlagen bringen spannende Einblicke.

Fr 28. Februar 2014, 20 Uhr
Boten aus der Frühzeit des Sonnensystems - wie Meteoriten uns helfen, die Welt zu verstehen (Volker Heinrich)
Meteoriten faszinieren Forscher seit langer Zeit. Von einer Kuriosität der Natur mausern sich Meteoriten zu einem machtvollen Werkzeug der Wissenschaft, denn ihre gründliche Analyse enthüllt uns Fakten aus der Bildungsphase unseres Planetensystems. Ihre Vielfalt zeigt uns, dass viele sehr unterschiedliche Himmelskörper Quellen meteoritischen Materials sind. Nicht zuletzt beeinflussten und beeinflussen Meteoriten bis in unsere Zeit das Leben auf unserer Erde.

Fr 07. März 2014, 20 Uhr
Schwarze Löcher - Neues von den galaktischen Allesfressern (Tanja Heftrich)
"Aktive Galaxien" gehören zu den energiereichsten Objekten im Universum. In deren Zentrum befinden sich vermutlich gigantische schwarze Löcher. Aber was genau liefert diese enorme Energie? Wie kann man sich diese rätselhaften, extrem kompakten Objekte vorstellen? Beobachtungen mit den Telekopen der NASA und ESA sowie neue Gedankenexperimente zeigen interessante Neuigkeiten.

Fr 14. März 2014, 20 Uhr
Nukleare Energie in Sternen, Planeten und menschlichen Konstrukten (René Reifarth)
Warum leuchten die Sterne? Warum ist die Erde im Inneren so heiß? Was macht Kernkraftwerke so attraktiv? Die Antwort auf all diese Fragen schlummert in den riesigen Energiemengen, die beim Verschmelzen, Teilen oder Umwandeln von Atomkernen frei werden. In den lebensfeindlichen Umgebungen im Inneren von Sternen oder Planeten ist diese Energiequelle realisiert, aber können wir sie auch in der Nähe von Leben nutzen?

Fr 21. März 2014, 20 Uhr
Unser griechischer Himmel (Friedrich W. Volck)
So einiges in unserer Kultur geht auf die "alten Griechen" zurück. Da wundert es nicht, dass die diese uns auch ihren Himmel vererbt haben: Andromeda, Perseus, Orion, Herkules der Schlangenträger, der Adler und viele mehr. Bleibt die Frage: warum kamen gerade diese Figuren an den Himmel, warum gibt es keine Götter daselbst. Und dazu kommen noch einige schöne Geschichten.

Fr 28. März 2014, 20 Uhr
Immer Ärger mit den Außerirdischen (Martin Stammberger)
Die Anzahl der mit intelligentem Leben bevölkerten Planeten in unserer Milchstraße kann man aufgrund plausibler Annahmen tatsächlich ausrechnen. Wie groß die Chance ist, dass irgendwo außerirdisches Leben entstanden sein könnte, ob es gar intelligentes Leben ist, wie diese Aliens aussehen und welche Schwierigkeiten es bei der Kommunikation mit ihnen gibt, ist Gegenstand dieses Vortrags.

Fr 04. April 2014, 20 Uhr
Bedeckungen (Georg Piehler)
In der Astronomie ist eine freie Sicht auf die Objekte in der Regel sehr vorteilhaft. Aber gerade bedeckte Objekte können Informationen liefern, die sonst kaum zu ermitteln sind. Immer wenn mehrere Körper im Spiel sind, können "Bedeckungen" auftreten. Dazu zählen Sternbedeckungen, Finsternisse, Bedeckungsveränderliche und Exo-Planeten,. Bedeckungen bieten die Chance, mit relativ einfachen Mitteln viel über die kosmischen Objekte zu erfahren.

Fr 11. April 2014, 20 Uhr
Mission GAIA: Die neue Vermessung der Welt (Bruno Deiss)
In den kommenden fünf Jahren wird das neue europäische Weltraum-Teleskop Gaia eine „Volkszählung“ der besonderen Art durchführen: Helligkeit, Position und Geschwindigkeit von einer Milliarde Sternen werden etwa 70 mal in einer bislang unerreichten Präzision vermessen. Das Ergebnis wird unsere Kenntnis von der Zusammensetzung, der Entstehung und Entwicklung unserer Milchstraße revolutionieren. Ganz nebenbei werden dabei auch entfernte Quasare, Exo-Planeten sowie Asteroiden aufgespürt.

Fr 18. April 2014
Karfreitag (keine Veranstaltung)

Fr 25. April 2014, 20 Uhr
Kam das Leben aus dem All? (Volker Heinrich)
Eines der großen Mysterien des Universums ist die Entstehung des Lebens. Für die einen Ausdruck göttlicher Schöpfung sehen andere darin einen natürlichen Vorgang der überall dort automatisch abläuft, wo die passenden Bedingungen herrschen. Ist auf der Erde die Saat aufgegangen, die das Universum ausgebracht hat? Ist das Leben auf der Erde eine "regionale Erscheinung"? Sie werden an diesem Abend keine endgültigen Antworten erhalten aber vielleicht einige aktuelle Aspekte zur Frage nach dem Woher.

Fr 02. Mai 2014, 20 Uhr
Helioseismologie - Die Sonne als Klangkörper (Bruno Deiss)
Die Sonne, eine glühende Gaskugel, die von der eigenen Schwerkraft zusammengehalten wird, pulsiert und schwingt in charakteristischer Weise. Art und Umfang dieser Vibrationen hängen vom inneren Aufbau der Sonne ab: Je nach Temperatur- und Dichteverlauf ändert sich die „Tonlage“. Die genaue Vermessung dieser Pulsschwankungen liefert ein hervorragendes Diagnosemittel, um etwas über die unzugängliche Kern-Region der Sonne zu erfahren.

Fr 09. Mai 2014, 20 Uhr
Von der Erde zu den Planeten – Auf Raumpatrouille durch das Sonnensystem (Stefan Karge)
Mit dem Beginn der Raumfahrt wurde es erstmals möglich Bilder und Daten der Planeten unseres Sonnensystems aus nächster Nähe zu gewinnen. Der Vortrag gibt einen Überblick über unser heutiges Bild von den Planeten aus der Sicht diverser Raumfahrtmissionen. Garniert mit beeindruckenden Bildern machen wir auch Station bei den Asteroiden und Kometen. Begleiten Sie mich bei einer Bilderreise durch das Sonnensystem.

Fr 16. Mai 2014, 20 Uhr
Die Ganggenauigkeit von Uhren - Mit dem Treburer 1m-Teleskop auf der Suche nach Exoplaneten (Johannes M. Ohlert)
Bei der Suche nach Planeten in anderen Sonnensystemen wird neben der Radialgeschwindigkeits- und Transitmethode auch die Transit-Zeit-Variationsmethode angewandt. Dabei wird nach periodischen Unregelmäßigkeiten der Transitzeiten in bereits bekannten Exoplanetensystemen gesucht. Die Astronomie Stiftung Trebur ist seit einigen Jahren an internationalen Messkampagnen beteiligt. Im Vortrag werden die erfolgversprechenden Messungen zum Nachweis eines möglichen Exoplaneten vorgestellt.

Fr 23. Mai 2014, 20 Uhr
Karl Schwarzschild - Der letzte Universalastronom (Martin Stammberger)
Einer der letzten Wissenschaftler, der auf dem gesamten Gebiet der Astronomie arbeitete, war der Frankfurter Karl Schwarzschild (1873-1916). Von der Relativitätstheorie und Schwarzen Löchern bis zur Sternzählung sind seine Forschungen bis heute richtungweisend. Fotografen kennen den "Schwarzschildeffekt" des Filmmaterials. Das viel zu kurze Leben und vor allem das Werk dieses bedeutenden Sohns unserer Stadt sind Gegenstand des Vortrags.

Fr 30. Mai 2014, 20 Uhr
Polarisieren Physiker? (Friedrch W. Volck)
Menschen können polarisieren, aber auch Kristalle. Bei der Lichtstreuung wird polarisiert: So ist das Himmelsblau teilweise polarisiert - eine Tatsache, die schon die Wikinger zur Navigation nutzten und auch von Bienen genutzt wird. Die Hintergrundstrahlung, die uns vom Urknall erreicht, das reflektierte Licht von einem klaren See und das Licht von Pulsaren sind allesamt polarisiert. Man sieht Polarisation im Himmel und auf Erden.

Fr 06. Juni 2014, 20 Uhr
Saturn am Abendhimmel (Volker Heinrich)
Saturn steht in diesen Monaten leicht sichtbar am abendlichen Himmel - ein guter Anlass sich mal wieder mit dem schönsten Planeten des Sonnensystems zu befassen. Das Saturnsystem bietet viel Abwechslung. 62 Monde, die faszinierenden Ringe und exotische Phänomene sorgen für ausreichend Gesprächsstoff. Und wir verraten Ihnen, warum Sie in nächster Zukunft den Saturn unbedingt anschauen sollten...

Fr 13. Juni 2014, 20 Uhr
Der dynamische Himmel - von Novae und Supernovae (Sebastian Heß)
Obwohl der Himmel zumeist gleich scheint, überrascht er uns manchmal mit scheinbar "neuen" Sternen. Die Ursache normaler "Novae"-Ereignisse ist der Massetransfer von einem Begleitstern auf einen Weißen Zwerg. Dabei kommt es zu regelmäßigen aber begrenzten Kernfusions-Reaktionen. Überschreitet der Weiße Zwerg dabei aber eine bestimmte Massegrenze, versagen die üblichen Kräfte. Es kommt zu thermonuklearen Explosionen, die das Doppelsternsystem zerstören und über Millionen Lichtjahre sichtbar werden.

Fr 20. Juni 2014, 20 Uhr
Das Echo des Urknalls (Zuzana Slavkovská)
Nach der Urknalltheorie entstand das Universum vor etwa 13,8 Milliarden Jahren aus einem extrem heißen und dichten Anfangszustand. Aber woher weiß man das? Das Weltraumteleskop Planck hat das Echo des Urknalls vermessen und das bisher schärfste Bild des jungen Universums aufgenommen. Es gibt mehr Galaxien, Sterne und Planeten, aber auch mehr mysteriöse Dunkle Energie als man vermutete.

Fr 27. Juni 2014, 20 Uhr
Kosmische Meterstäbe – Wie Astronomen Entfernungen messen (Klaus Sterlike)
Wie viele Kilometer sind es bis zur Sonne? Wie groß ist das Sonnensystem? Sind die Sterne wirklich so unglaublich weit von uns entfernt? Wie groß ist das Weltall? Die Antworten auf diese Fragen sind grundlegend für unser Bild vom Aufbau der Welt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die spannende Geschichte der astronomischen Entfernungsmessung.

Fr 04. Juli 2014, 20 Uhr
Wie das Wasser auf die Erde kam (Volker Heinrich)
Wasser - der Quell des Lebens. Als das Leben das Land eroberte, da nahm es die lebensnotwendige Flüssigkeit einfach mit. Sie selbst bestehen zu 70 Gewichtsprozent aus Wasser. Und doch ist unklar, woher das Wasser unseres Planeten stammt. Wir beleuchten die verschiedenen Ansätze, diese "lebenswichtige" Frage zu klären.

Fr 11. Juli 2014, 20 Uhr
Die Himmelsscheibe von Nebra (Bruno Deiss)
Die vor einigen Jahren entdeckte bronzene "Himmelsscheibe" vom Mittelberg in Sachsen-Anhalt gilt als archäologische Sensation. Vor über 3600 Jahren entstand hier die weltweit erste "realistische" Abbildung des gestirnten Himmels: Sonne, Mond und Plejaden sind zu erkennen, Horizontbögen aus Goldblech geben die Morgen- und Abendweite des Sonnenlaufs wieder. Aber gibt es auch andere Deutungen und ist die Scheibe überhaupt echt?

Fr 18. Juli 2014, 20 Uhr
Schwarze Löcher und ihr dunkles Geheimnis (Martin Stammberger)
Obwohl Schwarze Löcher zu den großen Rätseln im Universum gehören, sind sie inzwischen "astronomischer Alltag". Supermassive Schwarze Löcher in galaktischen Zentren sind genauso selbstverständlich wie stellare Schwarze Löcher in Doppelsternsystemen. Doch immer wieder - zuletzt durch einen Artikel von Steven Hawking - zeigt sich, dass es mehr Fragen als Antworten gibt und dass Schwarze Löcher anscheinend doch nicht ganz so schwarz sind.

Fr 25. Juli 2014, 20 Uhr
Kosmische Photonen sammeln - Astrofotografie mit der Spiegelreflexkamera (Olaf Filzinger)
Digitalfotografie sei Dank, kann heute jeder Besitzer einer modernen Spiegelreflexkamera Astrofotografie betreiben. Einfache Bilder sind hier auch ohne teure Zusatzgeräte möglich, und gerade in der Urlaubszeit reisen viele an Orte, die einen richtig dunklen Nachthimmel bieten. Dass sich solche Aufnahmen lohnen, zeigt dieser Vortrag, der die Lernkurve von einfachen Aufnahmen ohne Nachführung bis zu lang belichteten Aufnahmen durch das Teleskop zeigt.
(Link zum Vortrag: hier (220 MB))

Fr 12. September 2014, 20 Uhr
Das astronomische zweite Halbjahr 2014 (Dietmar Bönning)
Auch im zweiten Halbjahr ist der astronomische Tisch am Himmel reichlich gedeckt und hält so manches interessante Ereignis für uns bereit. Egal, ob man mit bloßem Auge, Feldstecher oder einem kleinen Teleskop beobachtet: für alle Interessierte ist mal wieder reichlich "Schmackhaftes" dabei, über das dieser Vortrag informieren soll.

Fr 19. September 2014, 20 Uhr
NEOs - eine Gefahr für die Erde? (Volker Heinrich)
Near Earth Objects (NEO) sind kleine Himmelskörper, deren Umlaufbahnen sie nahe an die Erde heran führen. Üblicherweise passiert nichts - in seltenen Fällen kommt es jedoch zum Zusammenstoß beider Körper. Für das NEO bedeutet die Kollision das Ende seiner Existenz, für die Erde kommt es auf die Größe des Impaktors an. Im günstigsten Fall sehen irdische Augenzeugen eine spektakuläre Himmelserscheinung, im schlimmsten Fall die Apokalypse.

Fr 26. September 2014, 20 Uhr
Auf Asteroidenjagd am Taunus Observatorium (Stefan Karge)
Der Physikalische Verein in Frankfurt betreibt seit bald 20 Jahren eine Außensternwarte innerhalb des universitären Forschungsgeländes auf dem Kleinen Feldberg im Taunus. Eine spezielle Gruppe von Aktiven befasst sich dort mit der Entdeckung und Weiterverfolgung von Asteroiden innerhalb unseres eigenen Sonnensystems. Der Vortrag stellt zunächst die Taunus Sternwarte vor und berichtet anschließend von der nächtlichen Arbeit der erfolgreichen Asteroidenjäger.
(Link zum Vortrag: hier)

Fr 03. Oktober 2014, 20 Uhr
Feiertag - keine Veranstaltung

Fr 10. Oktober 2014, 20 Uhr
Deep Sky Astrofotografie (Sighard Schräbler)
So müssen sich im Jahre 1923 Edwin Hubble und Milton Humason auf der Mt. Wilson-Sternwarte gefühlt haben, als sie den Andromedanebel M31 mit dem 100 Zoll Hooker Spiegelteleskop auf Platte belichteten: Erstmals ließ sich der nebelige Fleck (wörtlich: Galaxie) in Einzelsterne auflösen. Damit war klar: der Andromedanebel ist eine extrem weit entfernte Ansammlung von Sternen und das Weltall damit deutlich größer als gedacht. Dank weitaus besserer Kameratechnik gelingt diese Abbildungsleistung heute mit Amateurgeräten.
(Vortragsfolien: hier)
(Video zum Vortrag: hier)

Fr 17. Oktober 2014, 20 Uhr
Steine und Sterne: prähistorische Astronomie (Bruno Deiss)
Mit Hilfe moderner Sondierungsmethoden wurden in neuester Zeit in Deutschland etliche im Boden verborgene Überbleibsel prähistorischer Bauwerke entdeckt, deren Orientierung nicht willkürlich zu sein scheint. Vermutlich wurden sie auf astronomisch bedeutsame Punkte am Horizont ausgerichtet. Diese aus Gräben, Stein- und Pfostenreihen bestehenden Anlagen dienten offenbar sakralen Zwecken: möglicherweise deuteten dort "Priesterastronomen" bestimmte Himmelsphänomene und legten Beginn und Ende von Epochen fest.

Fr 24. Oktober 2014, 20 Uhr
Fünfzig Jahre fast total unsymmetrische Welt (Friedrich W. Volck)
Gesichter sind mehr oder weniger symmetrisch und Schmetterlinge auch. Im Universum gibt es allem Anschein nach mehr Materie als Antimaterie.. Aber in welcher Weise hat das mit Symmetrie zu tun? Seit Mitte der 50er-Jahren wissen die Physiker, dass die Welt nicht symmetrisch ist und seit 1964, dass sie offenbar noch weniger symmetrisch ist - und das hat etwas zu tun mit Pinguinen.

Fr 31. Oktober 2014, 20 Uhr
Galileo Galilei - Begründer der modernen Naturwissenschaft (Dietmar Bönning)
Vor 450 Jahren in Pisa geboren, gilt er fast wie kein anderer seiner Zeitgenossen als Begründer der modernen Naturwissenschaften: Galileo Galilei. Als eines der letzten "Universalgenies" wird in ihm der emanzipatorische Kämpfer des forschenden Geistes gegenüber einer "reaktionären" Geisteshaltung gesehen. Galilei pochte darauf, dass Erkenntnisse aus Fragen an die Natur durch Experimente gewonnen werden, anstatt sie allein aus einem sich auf Autorität stützenden Glauben abzuleiten. Der Vortrag zeichnet das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes nach und beleuchtet sein Verhältnis zu den Mächtigen seiner Zeit.

Fr 07. November 2014, 20 Uhr
Dunkle Materie im Kosmos (Martin Stammberger)
Das Weltall ist nicht das, was wir glauben zu sehen. Es ist von einer geheimnisvollen, unsichtbaren Materieform erfüllt, deren Existenz sich nur durch die Schwerkraftwirkung nachweisen lässt. Dass "Dunkle Materie" im Universum existiert, gilt als sicher - aus was sie besteht, weiß niemand. Satelliten haben in letzter Zeit rätselhafte Signale aufgefangen, die möglicherweise von der Dunklen Materie stammen und das Rätsel lösen könnten.

Fr 14. November 2014, 20 Uhr
Als der Drache das Fliegen lernte - Bemannte Raumfahrt in China und Japan (Martin Bender)
Etwas unbeobachtet von den bekannten Größen auf dem Gebiet der bemannten Raumfahrt hat in Asien eine ganz eigene Entwicklung stattgefunden. Seit den 70er Jahren schicken China und Japan Satelliten und nun auch Menschen in den Weltraum. Während die Chinesen auf eigene Entwicklungen zu bemannten Flügen setzen, orientieren sich die Japaner an US-amerikanischer Technologie. Der Vortrag erläutert diese unterschiedlichen Strategien näher.

Fr 21. November 2014, 20 Uhr
Nukleare Uhren und das Alter des Universums (René Reifarth)
Die wohl bekannteste Methode zur Bestimmung des Alters des Universums beruht auf der gleichzeitigen Bestimmung von Entfernung und Geschwindigkeit weit entfernter kosmischer Ereignisse. Eine direktere Methode nutzt den zeitlichen Verlauf des Zerfalls radioaktiver Atomkerne. Grundvorraussetzung ist das genaue Verständnis der Produktion der Atomkerne in den Sternen als Funktion des galaktischen Zeitalters. Die dafür nötigen Reaktionsraten können in heutigen Laboren untersucht werden.

Fr 28. November 2014, 20 Uhr
Der eingefrorene Ur-Sound des Kosmos (Bruno Deiss)
Nach dem Urknall war das Universum erfüllt von einem heißen Plasma. Schallwellen erzeugten darin ein Muster von Verdichtungszonen: die Keime der ersten Sterne und Galaxien. Bis heute trägt die Verteilung der kosmischen Materie – der Galaxien - das eingefrorene Muster dieses „Ur-Sounds“ des Universums in sich und liefert wertvolle Informationen über das Wirken von Dunkler Materie und Dunkler Energie.

Fr 05. Dezember 2014, 20 Uhr
Rosetta – Rendezvous mit einem Kometen (Stefan Karge)
Rosetta, so heißt die wohl ehrgeizigste Kometensonde der Europäer. Ziel ist der Komet 67/P, der ab August 2014 durch Rosetta erforscht wird. Höhepunkt ist dabei die Landung auf der Kometenoberfläche, die für November 2014 geplant ist. Im Vortrag wird die Mission sowie der Forschungsschwerpunkt „Kometen“ näher vorgestellt. Natürlich sollen auch aktuellste Bilder dieser einzigartigen Begegnung gezeigt werden.

Fr 12. Dezember 2014, 20 Uhr
Ich sehe was, was du nicht siehst: das Licht (Friedrich W. Volck)
All unser Wissen über alles Himmlische – die Sonne, die Planeten, die Sterne, die Galaxien, den Urknall – verdanken wir dem Licht und alles, was wir sehen, sehen wir des Lichtes wegen. Einst dachte man, dass Licht Teilchenstrahlung sei, dann wiederum, dass es Wellen seien. Und seit Max Planck und Albert Einstein wissen wir, dass Licht weder das eine noch das andere ist - aber was ist es dann?

Fr 19. Dezember 2014, 20 Uhr
Der Stern von Bethlehem (Martin Stammberger)
Die Geburt Christi wurde - wenn man dem Matthäusevangelium Glauben schenkt - von einem hellen, geheimnisvollen Stern angekündigt und begleitet. Er wies den "Weisen aus dem Morgenland" den Weg nach Bethlehem. Möglicherweise lag dem Wunderstern ein reales astronomisches Ereignis zugrunde: ein Komet, eine seltene Planetenkonjunktion oder etwas ganz anderes? Das Rätsel ist bis heute noch nicht vollständig gelöst.

 

zur Themenübersicht

Z Archiv: Specials 2013

Lange Nacht der Sterne - Bundesweiter Astronomietag

Bundesweiter Astronomietag 2013

Samstag, 16. März 2013, 19 - 24 Uhr

Verbringen Sie mit uns "Die Nacht der Sterne" auf der Sternwarte Frankfurt. Der bundesweite Astronomietag wird von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) in Zusammenarbeit mit Astronomischen Vereinigungen, Sternwarten und Forschungsinstitutionen initiiert.

Himmelsbeobachtungen (bei klarem Himmel)

Zu Beginn der Veranstaltung ist die schmale Sichel des Neumondes über dem Westhorizont sowie der Riesenplanet Jupiter hoch am Himmel zu sehen. Um Mitternacht, wenn Mond und Jupiter bereits untergegangen sind, zeigt sich - bei guter Sicht - am Osthorizont noch der Ringplanet Saturn. Mit etwas Glück wird auch der neue Komet PANSTARRS zu sehen sein.

Ausstellungen

  • "Meteoriten - Steine aus dem All"
  • Fernrohre und Instrumente

Multimedia-Vorträge

Die Live-Beobachtungen des Nachthimmels werden ergänzt durch spannende Multimedia Vorträge zu astronomischen Themen:

  • 20:00 Uhr: "Eine Reise durch das Sonnensystem" (Peter Bel)
  • 21:30 Uhr: "Die Kometen PANSTARRS und ISON - zwei neue Besucher aus der Oortschen Wolke (Stefan Karge)
  • 23:00 Uhr: "Bomben aus dem All" (Martin Stammberger)

Imbiss

Mit Brezeln und kühlen Getränken kann Hunger und Durst gestillt werden.

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

Ort: Sternwarte Frankfurt des Physikalischen Vereins, Robert-Mayer-Str. 2-4, Frankfurt a.M.

 

Nacht der Museen

Samstag, 4. Mai 2013, 19 - 2 Uhr

Science and fiction

Über 20.000 Besucher jährlich nutzen die naturwissenschaftlich bestimmten Angebote der Sternwarte Frankfurt, die vom Physikalischen Verein betrieben wird. Bei der Nacht der Museen erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm rund um das Thema "Science and fiction".

  • Vorträge zum Thema Science Fiction
    • 20.30 Uhr „Science Fiction und Wissenschaft“ (Prof. Gerd Küveler)
    • 22.00 Uhr „Book your place in space“ Reisen ins Weltall
    • 23.30 Uhr „Zurück zur Zukunft“
  • Große Meteoritenausstellung - Keine Fiktion: Steine aus dem All sind Realität. Nehmen Sie ein Stück Kosmos in die Hand und lassen sich überraschen.
  • Remote Control: Steuern Sie einen Rover auf dem Mars.
  • Live Musik mit dem Jazz Duo Chillz: Peter Autschbach und Klementine Hendrichs begleiten Sie vom Heute in die Zukunft: 19.30, 21.30, 22.30, 24.00 Uhr
  • Teleskope auf mehreren Ebenen stehen für geführte Beobachtungen zur Verfügung.
  • Getränke und Fingerfood

Nacht der Museen 2013Ort:
Sternwarte Frankfurt des Physikalischen Vereins, Robert-Mayer-Str. 2-4, Frankfurt a.M.

 

Fr 27. September 2013, 19-02 Uhr

Geistesfluegel_1SONDERVERANSTALTUNG: „GEIST VERLEIHT FLÜGEL“

ASTRONAUT HANS SCHLEGEL BEIM „KEHRAUS“ IN DER STERNWARTE


Am 27. September 2013 wird der „Physikalische Verein“ seine vorerst letzte Vorstellung im vertrauten Domizil in der Sternwarte Frankfurt – gleich neben dem Senckenberg-Museum - geben. Grund ist eine längere Umbaupause von voraussichtlich drei Jahren, in der der traditionsreiche Komplex von Grund auf renoviert werden wird. Deshalb laden wir zum „Kehraus“ nochmal zu einem vielfältigen Kultur- und Wissenschaftsprogramm ein.

Vorträge: Mit dabei sein wird ESA-Astronaut Hans Schlegel aus Houston, einer der wenigen Menschen, die schon zweimal im Weltall waren: 1993 mit der deutschen Spacelab-D2-Mission und 2008 mit dem ESA-Columbus-Labor in der Internationalen Raumstation ISS. Von dort hat er auch einige einzigartige Videos mitgebracht, die an diesem Abend gezeigt werden sollen: Astronauten(er)leben.
Eröffnet wird der Abend von Martin Stammberger mit einer kleinen Einführung in die Quantenphysik „Schrödingers Katze lebt - Quantenphysik für Einsteiger“ . „Schrödingers Katze lebt“.

Sternwarte: Bis zwei Uhr nachts steht bei günstigen Wetterverhältnissen letztmalig die Kuppel der Sternwarte für Himmelsbeobachtungen offen.

Geistesfluegel_2Kunst: Zusammen mit dem Kunstprojekt „Aussenwelt“ präsentieren wir ein umfangreiches Kulturprogramm. Einige außergewöhnliche Installationen zum Thema „Geist verleiht Flügel“ werden zu sehen sein. Die beiden Offenbacher HfG-Studenten Nikolas Schneider-Pfähler und Carolin Liebl zeigen ihre tanzenden Roboter „Vincent & Emilie“, der Lichtkünstler Alfred Wolski wird das alte Foyer in einen Farb(t)raum tauchen und von Paul Hayduk gibt es Lichtkunst in 3D zu sehen.

Musik: Musikalisch ist Rafael Sotomayor mit einem Klangschalenkonzert zu hören. Außerdem Niklas Fiedler und Surprise sowie der Singer/Songwriter Casey Keth.

Ort: Physikalischer Verein, Robert-Mayer-Straße 2-4, 60325 Frankfurt
Eintritt:10 Euro, ermäßigt 8 Euro (Schüler, Studenten), Mitglieder 7 Euro (nur Abendkasse, kein Vorverkauf)

 

Sa 28. September 2013, 11-17 Uhr

HLN_1 Tag der offenenen Tür: "100 Jahre Taunus-Observatorium auf dem Kleinen Feldberg"

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Fachbereich Geowissenschaften, Goethe-Universität


Vor 100 Jahren wurde das Taunus-Observatorium auf dem kleinen Feldberg eröffnet. Zur Feier des Jubiläums laden der Physikalische Verein und der Fachbereich Geowissenschaften/Geographie der Goethe-Universität zu einem Tag der offenen Tür am 28.9.2013 ab 11 Uhr ein. Die Besucher erwartet ein buntes Programm aus Vorträgen, Führungen und Wissenschaft zum Anfassen.

Gegründet wurde das Taunus Observatorium vom Physikalischen Verein als Stiftung, die sich aus den Spenden Frankfurter Bürger finanzierte. Zur Eröffnung der damals hochmodernen Erdbebenwarte reiste sogar Kaiser Wilhelm II. aus Berlin an. Als ein Jahr später die Universität gegründet wurde, gliederte man das Observatorium an das Institut für Meteorologie und Geowissenschaft an.

Frankfurter Forscher leisteten am Observatorium Pionierarbeit in der Atmosphären- und Erdbebenforschung. Bis heute ist die seismologische Station am Kleinen Feldberg in Betrieb und Teil des German Regional Seismic Network. Im atmosphärenwissenschaftlichen Labor sammelt das Institut für Atmosphären- und Umweltforschung auch heute noch Daten. Von Vorteil ist die Nachbarschaft zu der vom Deutschen Wetterdienst betriebenen Wetterstation und der Luftmeßstation des Landes Hessen. 1998 kam noch die Hans-Ludwig-Neumann Sternwarte hinzu, in der Mitarbeiter des physikalischen Vereins inzwischen mehr als 100 Kleinplaneten entdeckt haben.

Beim Tag der offenen Tür berichtet der Deutsche Wetterdienst über die Bedeutung der Wetterbeobachtung für die Luftfahrt. In der Hans-Ludwig-Neumann Sternwarte können die Besucher einen Blick durch ein Sonnenteleskop werfen. In der alten Erdbebenwarte dürfen sie die historischen Seismographen auf ihre Funktionstüchtigkeit testen. Auch die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes und die Forschungsstation des Institutes für Atmosphäre und Umwelt/HLUG können besichtigt werden. In einer Vorführung zur Bodenkunde wird die Landschaftgeschichte und die ökologische Bedeutung des Umweltfaktors „Boden“ erläutert.

Damit nicht nur der Wissenshunger und –Durst gestillt werden, verkauft die Geo-Fachschaft der Goethe-Universität Kaffee und hausgemachten Kuchen.

Informationen: Alexander Löwer, Tel.: (069) 798-40207, This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it., http://www.geo.uni-frankfurt.de/Geoagentur

Ort: Taunus-Observatorium, Kleiner Feldberg (Lageplan: hier klicken)

Z Archiv: NaturWissenschaft und Technik 2013

Mittwoch, 16. Januar 2013, 18:30 Uhr
CO2-Blasen in Bierschaum und Sekt - Modelle und Realität im Vergleich
Prof. Dr. Thomas Wilhelm, Institut für Didaktik der Physik der Goethe Universität, Frankfurt a.M.
Der Bierschaum besteht aus CO2-Bläschen. Der Zerfall wird häufig als Analogon zum radioaktiven Zerfall verwendet. Aber wie zerfällt Bierschaum wirklich? In Sekt und Mineralwasser steigen ebenfalls CO2-Bläschen auf. Wie sieht deren Bewegung aus? In beiden Fällen werden Messungen mittels Videoanalyse gemacht und diese mit verschiedenen Modellen verglichen. So werden grundsätzliche Arbeitsmethoden der Physik deutlich.


Ort: EXPERIMINTA, Hamburger Allee 22-24, Frankfurt am Main
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

Mittwoch, 23. Januar 2013, 19:30 Uhr
Säuglinge übernehmen die Kontrolle - Neue Erkenntnisse über die frühkindliche Hirnentwicklung
Prof. Dr. Jochen Triesch, Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Was denkt ein Säugling? Die nur unzureichend entwickelten motorischen Fähigkeiten von Säuglingen machen es sehr schwer zu erforschen, was im Kopf eines Säuglings vor sich geht. Eine Ausnahme sind Augenbewegungen, die ein Säugling schon sehr früh recht genau kontrollieren kann. Aber mit Augenbewegungen kann ein Säugling seine Umwelt gemeinhin nicht beherrschen bzw. verändern.

Hier stellen wir einen neuen Ansatz, basierend auf einem sog. Eye Tracking Verfahren vor, der es einem Säugling erlaubt, seine Umwelt per Augenbewegung zu kontrollieren. Es wird demonstriert, dass Säuglinge rasch lernen auf einen "Schalter" zu schauen, wenn sie dadurch Bilder von Tieren auf einem Bildschirm erscheinen lassen können. Die Babys lernen in kurzer Zeit, das Erscheinen der Bilder vorherzusehen.

Insgesamt belegen die Forschungsresultate, dass Säuglinge schnell neue Möglichkeiten entdecken, wie sie ihre Umwelt beeinflussen können. Diese Erkenntnisse könnten neue Wege für das Studium der Hirnleistung im Säuglingsalter und für die Diagnose und Therapie von frühkindlichen Entwicklungsstörungen eröffnen.


Ort: Physikalischer Verein, Robert-Mayer-Str. 2-4, Frankfurt am Main, Hörsaal 001 EG
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

Donnerstag, 24. Januar 2013, 14:00 Uhr
Mobilität der Zukunft
22. Frankfurter Sonderkolloquium der Reihe Technik und Gesellschaft im Dialog
Gemeinsame Veranstaltung von DECHEMA, Physikalischer Verein, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, DVS, VDI, DBG, GDCh
Werden die Autobahnen der Zukunft integrierte Verkehrswarnzeichen und Sensoren zur Überwachung des Verkehrsflusses sowie eine Heizung gegen Eis und Schnee haben und gleichzeitig auch noch Strom aus Sonnenlicht produzieren können? Wie sieht die Logistik in der Zukunft aus? Gibt es selbstfahrende Fahrzeuge und werden die Verkehrsknotenpunkte auch zu Wissensknotenpunkten? Diese Fragen werden in dem Kolloquium "Die Zukunft der Mobilität" intensiv diskutiert.

Ein breites Spektrum an Vorträgen wird verschiedene Aspekte der Mobilität im 21. Jahrhundert adressieren. Hierbei werden auch zukünftige Herausforderungen an die Materialien und damit auch an die Chemische Industrie beleuchtet.

Studie zur Mobilität der Zukunft
K. Burmeister, Z_punkt GmbH, The Foresight Company, Köln

Mobilitätstypen der Zukunft - Neue Herausforderungen an Materialien und Oberflächen
I. Lietzke, Evonik Industries AG, Marl

Die letzte Meile / Smart City Cologne - Smart Grid
Dr. L. Kramer, Dipl.-Ing. E. Foltin, Bayer MaterialScience, Leverkusen

Logistik der Zukunft / Competitiveness Monitor
Dr. H. von der Gracht, EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Wiesbaden

Competitiveness in a Nutshell - Das House of Logistics & Mobility (HOLM) als Standortfaktor für Frankfurt-RheinMain
Dr. S. Walter, House of Logistics & Mobility (HOLM) GmbH, Frankfurt am Main


Ort: DECHEMA HAUS, Theodor-Heuss-Anlage 25, 60486 Frankfurt am Main
Eintritt frei, Anmeldung erwünscht, Anmeldung nur bei DECHEMA: hier klicken

 

Mittwoch, 06. Februar 2013, 19:30 Uhr
Erneuerbare Energien brauchen Fläche: Wo? wann? wie viel?
Professorin Dr. Martina Kläre, Fachhochschule Frankfurt am Main
Deutschland ist ein dicht besiedeltes Land. Freie Flächen sind knapp und Naturräume kostbar. Um Nutzungskonflikte im Hinblick auf die Erzeugung erneuerbarer Energien zu minimieren, ist es wichtig, die am besten geeigneten, möglichst ertragreichen Flächen in einem transparenten Verfahren zu ermitteln. Geographische Informationssysteme stellen in diesem Zusammenhang ein wertvolles Werkzeug dar.

Im Forschungsprojekt ERNEUERBAR KOMM! konnte für die Region FrankfurtRheinMain durch eine GIS-gestützte Berechnungsmethode nachgewiesen werden, dass weit über 100% des Strombedarfs der Haushalte durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Das Potenzial liegt dabei überwiegend im ländlich geprägten Umland der großen Städte. Während die Stadt Frankfurt deutlich weniger als die Hälfte ihres Strombedarfs durch Erneuerbare decken könnte, können dünn besiedelte Gemeinden im Taunus 10 Mal so viel Strom erzeugen, wie sie verbrauchen.


Ort: Physikalischer Verein, Robert-Mayer-Str. 2-4, Frankfurt am Main, Hörsaal 001 EG
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
 
Mittwoch, 19. Juni 2013, 19:30 Uhr
Öffentliche Festveranstaltung: Verleihung von Förderpreisen des Physikalischen Vereins an junge Amateurforscherinnen und -forscher
 
Samuel Thomas von Soemmerring-Preis für astronomische Arbeiten
 
Wenn Jupiter errötet
Jonathan Brandt, Robert Klassert und Constantin Wesner
Wie schnell rotiert der Planet Jupiter und wie können wir das messen? Dieser Frage widmeten sich die Preisträger im Rahmen der Astronomie-AG ihrer Schule. Im Prinzip kann die Rotationsgeschwindigkeit des Jupiters mit Hilfe der Messung der Dopplerverschiebung von Spektrallinien gemessen werden. Die Preisträger haben sich hierzu intensiv mit den theoretischen Grundlagen auseinander gesetzt sowie mehrere Messreihen mit dem DADOS-Gitterspektrographen an unterschiedlichen Teleskopen durchgeführt.
Laudatio: Alois Juli, Physikalischer Verein
Beobachtung und Untersuchung des Sternsystems 51 Pegasi mit Hilfe der Radialgeschwindigkeitsmethode
Daniel Kuna
Lassen sich Exoplaneten mit amateur-astronomischen Mitteln nachweisen? Dieser Frage ging der Preisträger im Rahmen einer schulischen Physik-Facharbeit nach. Ziel der Arbeit war es, die periodisch variable Radialgeschwindigkeit des Sterns 51 Peg über einen längeren Zeitraum hinweg mit einem (relativ einfachen) Spektrographen zu bestimmen, um damit Rückschlüsse auf seinen planetaren Begleiter 51 Peg b zu gewinnen. Dazu wurden umfangreiche Messreihen durchgeführt. Mittels unterschiedlicher Auswerte-Methoden wurde versucht, die Messgenauigkeit zu erhöhen.
Laudatio: Prof. Dr. René Reifarth, Goethe-Universität Frankfurt

 

Christian Ernst Neeff-Preis für Arbeiten über Umwelt und Technik
Entwicklung einer flexiblen Software zur Simulation von Strömungen und hydraulischer Erosion
Simon Meister
Die vom Preisträger entwickelte Software bietet die Möglichkeit, ein digitalisiertes Terrain in einem 2D-Format als Ausgangspunkt für die Simulation von Strömungen und Erosionsprozessen zu nutzen, wobei innerhalb des Geländes beliebig Quellen und Senken platziert werden können. Das Besondere: Die Simulation kann in Echtzeit („Live“) ausgeführt werden. Um das zu ermöglichen, wurden neuartige Methoden und Optimierungsstrategien entwickelt.
Laudatio: Dr. Roland B. Steck, TU Darmstadt
Methangewinnung aus Abfällen
Felix Divo und Philipp Kroeker
Wie könnte der täglich anfallende Schulmüll unterschiedlicher Zusammensetzung zur Gewinnung von Methan genutzt werden? Dieser Frage gingen die Preisträger experimentell nach. In mehreren Versuchsreihen wurden unterschiedliche Abfallsorten vergoren und die auftretende Gasproduktion sowie die jeweiligen Temperaturverläufe über je zwei Wochen gemessen und aufgezeichnet. Die in Biogasanlagen verwendete Maissilage wurde als Vergleichssubstrat herangezogen. Die Versuche zeigten, dass es grundsätzlich möglich ist, Methangas aus den organischen Abfällen der Schule zu gewinnen.
Laudatio: Dr. Roland Krebs, MNU e.V.
Die Chemie AG der Goetheschule Neu-Isenburg erhält eine besondere Würdigung
Die Preisträger stellen ihre Arbeiten vor.

Ort: Physikalischer Verein, Robert-Mayer-Str. 2-4, Frankfurt am Main, Hörsaal 001 EG
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

 

Mittwoch, 30. Oktober 2013, 19:30 Uhr
Eröffnung des 190sten Vereinsjahres mit Karl Schwarzschild-Vortrag: "Galaktische Archäologie: Die Geschichte der Sonnenumgebung"
Prof. Dr. Andreas Just, Astronomisches Recheninstitut Heidelberg
Die Entwicklungsgeschichte unserer Milchstraße als typische Spiralgalaxie über die letzten Jahrmilliarden ist bis heute weitgehend unbekannt. Denn es ist kaum möglich, das tatsächliche Alter der einzelnen Sterne zu bestimmen. Die galaktische Archäologie erlaubt es aber jetzt, durch die Nutzung moderner großer Sternkataloge die Eigenschaften ganzer Sterngenerationen zu untersuchen. Damit erhält man Einblicke in die Entwicklungsgeschichte sowohl naher Galaxien als auch unserer eigenen Milchstraße. Der Vortrag zeigt, wie wir die Vergangenheit unserer Milchstraße in der Sonnenumgebung mit Hilfe der Kombination von Sternzählungen, kinematischen Daten und Elementhäufigkeiten rekonstruieren können - ohne das individuelle Alter der beobachteten Sterne zu kennen.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

Mittwoch, 13. November 2013, 19:30 Uhr
Augmentierungen oder (wie) kann die Realität erweitert werden?
Dr. Michael Klein, Institut für neue Medien (INM), Frankfurt
Die Auguren zählen die Technologie getriebenen Evolutionsschritte der Menschheit weiter voran. Das „Internet 1.0“ und „Web 2.0“ sind die Gegenwart des „Menschen 1.0“. Das „Web 3.0“ und die „Industrie 4.0“ sollen den „Menschen 2.0“ in Zukunft begleiten.
Doch was haben die erweiterte Realität („augmented reality“), das „Internet der Dinge“ oder die „cyber-physischen Systeme“ der 4. Industriellen Revolution eigentlich miteinander zu tun? Es sind neue ganzheitliche Systeme, die aus einer Verschmelzung von realer und virtueller Welt zu virtuell-realen Entitäten entstehen.
Für die Einen eine atemberaubende Vision mit ungeahntem Marktpotential, für die Anderen eine Horrorvorstellung der Entmündigung der Menschheit. Um mitreden oder mitgestalten zu können, sollten wir uns in der (R)Evolution der Realitäten auskennen. Vielleicht kann dieser Diskurs einen kleinen Beitrag dazu leisten.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 19:30 Uhr
Öffentliche Festveranstaltung: Verleihung von Förderpreisen des Physikalischen Vereins an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
 
Eugen Hartmann-Didaktikpreis 2013

 

an 

Anna-Katharina Burgdorf
Kim Grünsch
Christina Wenzel
 
Analyse stummer Dialoge von Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe zum Trägheitsgesetz
Anna-Katharina Burgdorf
Große Vergleichsstudien wie PISA oder TIMMS bedienen sich zumeist des Multiple-Choice-Verfahrens um den teilnehmenden Probanden die zur Auswahl stehenden Antwortmöglichkeiten darzubieten. Welche Vorstellungen aber liegen der vor Abgabe einer Antwort notwendigerweise zu treffenden Entscheidung zugrunde? In der vorliegenden Arbeit wird dieser Fragestellung anhand einer Analyse stummer Dialoge von Lernenden der elften Jahrgangsstufe zur bekannten PISA-Aufgabe „Der Busfahrer Rolf“ nachgegangen.
Laudatio: Frau Inge Heckwolf, Studienseminar Darmstadt

 

Aufbau und Konzeptions eines Praktikumsversuches zur Messung der Lade- und Entladevorgänge von Kapazitäten im Rahmen des physikalischen Anfängerpraktikums
Kim Grünsch
Kondensatoren sind essentielle Bestandteile zahlreicher elektrischer Geräte. In der konzipierten Praktikumsanleitung im Rahmen dieser Arbeit sollen daher die Auf- und Entladevorgänge von Kapazitäten genauer untersucht werden. Dabei werden die Messungen mittels digitalem Messgerät durchgeführt, welches den Studierenden im physikalischen Anfängerpraktikum schließlich eine rechnergestützte Analyse ermöglicht. Um den Differenzierungen gerecht zu werden, kann zudem ein LED-Blitzer durch eine Kippschwingung realisiert werden.
Laudatio: Gerhard Maier, Schulamtsdirektor a.D.
Vorstellung von Kindern über die Entstehung von Jahreszeiten
Christina Wenzel
Den Schwerpunkt der Arbeit bildet eine eigene Untersuchung an der insgesamt 61 Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren teilnahmen. Die Datengesinnung erfolgte sowohl mittels qualitativer Leitfadeninterviews als auch durch eine quantitative Fragebogenerhebung. Als zentrales Ergebnis konnte festgestellt werden, dass die Vorstellungen der Kinder mit zunehmendem Alter abstrakter werden. Außerdem ließen sich hierbei bestimmte Entwicklungsabfolgen beobachten.
Laudatio: Dr. Franz Ritter, Physikalisches Institut, Goethe-Universität

 

Philipp Siedler-Wissenschaftspreis 2013

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Michael Buchhold
Lisa Herr
Felix Schweighöfer
 
Topological Phases of Interacting Fermions in Optical Lattices with Artificial Gauge Fields
Michael Buchhold
Wir untersuchen die Auswirkungen intermolekularer Wechselwirkung und verschiedener Fallengeometrie auf topologische Phasen fermionischer Atome in optischen Gittern. Dafür bestimmen wir wechselwirkungsinduzierte Quantenphasenübergänge von topologischen zu topologisch trivialen Phasen und die Abhängigkeit sogenannter topologischer „edge states“ von Geometrie und Wechselwirkung. Wir zeigen, dass eine mögliche Charakterisierung topologischer Phasen durch Experimente mit Bragg-Spektroskopie der "edge states" durchgeführt werden kann.
Laudatio: Prof. Dr. Walter Hofstetter, Institut f. Theoretische Physik, Goethe-Universität

 

The K-Globe: A kinetic cell survival model
Lisa Herr
Das Modellieren von Zell- und Gewebereaktionen auf Bestrahlung ist grundlegend für Risikoabschätzungen im Strahlenschutz und in der Strahlentherapie. In diesem Beitrag wird ein neuer Ansatz präsentiert, der es ermöglicht, Zellüberleben nach Photonenbestrahlung mit beliebiger Dosisrate zu beschreiben. Das Konzept des Modells und seine Sensitivität auf die Parameter werden vorgestellt und die Validierung anhand von Experimenten und empirischen Beobachtungen wird beschrieben.
Laudatio: PD Dr. Michael Scholz, GSI, Darmstadt

 

Femtosekunden-zeitaufgelöste Studien zum Schaltverhalten molekularer Adsorbate
Felix Schweighöfer
Mittels transienter Absorptionsspektroskopie mit fs-Zeitauflösung wurden Moleküle bestehend aus Photoschalter und Fluoreszenzfarbstoff hinsichtlich ihrer Relaxationsdynamik nach Photoanregung untersucht. Die Dynamiken unterscheiden sich abhängig vom Zustand des Photoschalters (geschlossen/offen). Bei geschlossenem Schalter ist nach Anregung des Farbstoffes ein schneller Energietransfer (ca. 10^-1 – 10^1 ps) vom Farbstoff zum Schalter beobachtbar, wohingegen bei offenem Schalter deutlich längere Relaxationszeiten (>10^3 ps) und kein Energietransfer beobachtet werden können.
Laudatio: Prof. Dr. Josef Wachtveitl, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, Goethe-Universität
 
Die Arbeiten werden vorgestellt.

VORTRAG von Lisa Herr: "The K-Globe: A kinetic cell survival model"

Ort: Uni Campus Riedberg, Großer Hörsaal Physik, Max-von-Laue-Straße 1, 60438 Frankfurt am Main
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.