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Z Archiv: NaturWissenschaft und Technik 2014

Donnerstag, 23. Januar 2014, 14 - 19 Uhr
Stehen wir bald mit leeren Händen da? Der Raubbau an unserer Erde gestern und heute. Konstruktive Lösungen aus Chemie und Technik für morgen.
23. Frankfurter Sonderkolloquium der Reihe Technik und Gesellschaft im Dialog
Gemeinsame Veranstaltung von DECHEMA, Physikalischer Verein, Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, DVS, VDI, DBG, GDCh
Verbraucher weltweit streben nach Handys, Elektrogeräte oder modernen Energiesparlampen. Die Industrie braucht Katalysatoren, Magnete und starke Elektromotoren - kein Wunder, dass sich mancher fragt, woher die Rohstoffe dafür kommen sollen. Beim Kupfer übersteigt die Nachfrage schon heute die Jahresproduktion. Seltenerdoxide werden für zahlreiche Ver-brauchs- und Industrieprodukte benötigt. Viele Länder geraten in eine wirtschaftliche Abhän-gigkeit von den wenigen existierenden Produzenten. Besonders dramatisch ist der Rückgang der Ressourcen beim Phosphat-Mineraldünger und dessen Auswirkungen auf die Nahrungs-mittelproduktion. Lange galt Phosphor nicht als endlicher Rohstoff, sondern als Teil einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Da nur sehr wenige Länder über größere Vorkommen verfü-gen, könnte sich Phosphor zu einer geostrategischen Zeitbombe entwickeln. Das Gleiche gilt für einige kritische Metalle. Neue Explorationsprojekte und effizientere Aufbereitungsverfahren könnten Auswege eröffnen, vor allem aber das Recycling bietet große Möglichkeiten. Beim 23. Frankfurter Sonderkolloquium werden Experten ausführliche Einblicke in die Thematik geben.


Ort: DECHEMA HAUS, Theodor-Heuss-Anlage 25, 60486 Frankfurt am Main
Eintritt frei, Anmeldung erwünscht, Anmeldung nur bei DECHEMA: hier klicken

 

 

Mittwoch, 05. Februar 2014, 19:30 Uhr
Gene aus der Steinzeit - Die letzten Jäger Sammler und die ersten Bauern Mitteleuropas
Prof. Dr. Joachim Burger, Institut für Anthropologie, Johannes Gutenberg Universität, Mainz (Link zum Institut))
Vor etwa 7.500 Jahren wird der Mensch in Mitteleuropa sesshaft und bewirtschaftet Bauernhöfe, hütet und melkt Vieh, erntet Getreide und backt sein Brot. Lange dachte man, daß die lokalen Jäger- und Sammler, die schon 12 Tausend Jahre länger in der Region leben, sich zu Ackerbauern und Viehzüchtern entwickelt hätten und für manche Regionen Europas mag dies auch richtig sein. Für Mitteleuropa zeichnen palaeogenetische Untersuchungen aber ein völlig anderes Bild. In diesem Fall haben molekulare Untersuchungen der prähistorischen Skelette gezeigt, daß die DNA der Jäger-Sammler und der ersten Bauern in Mitteleuropa völlig unterschiedlich ist. Da die Jäger-Sammler schon lange in Europa heimisch waren, müssen die Ackerbauern also eingewandert sein, möglicherweise aus dem Südosten Europas oder gar aus Anatolien. Die Lebensweise der Sesshaftigkeit und des Ackerbaus stellt dabei völlig neue Anforderungen an die Menschen als das Leben vom Sammeln und Jagen. Statt Vitamin D aus Fisch und Fleisch, gibt es nun viel Kohlenhydrate aus Getreide und Milch. Aber auf diese Umstellung in der Ernährung war der Mensch nicht vorbereitet. Er musste sich ihr erst anpassen. Hinzu kommt das gänzlich andere Klima in den nördlichen Breiten. Den größten Teil seiner Evolution hatte der Mensch ja in Afrika verbracht. Und so leben die Jäger-Sammler und Ackerbauern lange parallel in Europa, tauschen Waren aus und nach anfänglicher Zurückhaltung. vermischen sie sich letztendlich auch.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

 

Mittwoch, 12. Februar 2014, 19:30 Uhr
Welchen Einfluss hat die galaktische kosmische Strahlung auf Aerosole, Wolken und Klima? - Das CLOUD-Projekt am CERN
Joachim Curtius, Institut für Atmosphäre und Umwelt, Goethe-Universität Frankfurt am Main (Link zur Arbeitsgruppe Experimentelle Atmosphärenforschung))
Wolken spielen eine wesentliche Rolle für den Strahlungs- und den Wasserhaushalt der Erde. Sie beeinflussen damit das Klima maßgeblich. Gleichzeitig bilden sie wissenschaftlich den größten Unsicherheitsfaktor für das Verständnis und die weitere Prognose des Klimawandels.

Das CLOUD-Experiment am CERN ermöglicht Experimente zur Aerosol- und Wolkenbildung in der Atmosphäre unter gut kontrollierten Laborbedingungen. Die Experimente werden an einer neu aufgebauten Aerosolkammer mit weltweit einmaligen technischen Spezifikationen durchgeführt. Mit Hilfe einer Reihe neuentwickelter Messgeräte können erstmalig die Prozesse, die zur Neubildung von Partikeln in der Atmosphäre führen, auf molekularer Ebene beobachtet und quantitativ erfasst werden. Ein Schwerpunkt der Studien liegt bei der Rolle von Ionen für den Aerosolbildungsprozess, um die möglichen Einflüsse von kosmischer Strahlung  und deren Modulation durch die Sonne  auf die Wolkenbildung und damit auf das Klima der Erde zu untersuchen. Hierfür wird ein Elementarteilchenstrahl vom CERN verwendet, um die kosmische Strahlung gezielt simulieren zu können. Aus den experimentellen Ergebnissen werden neue Parametrisierungen abgeleitet, mit denen dann in globalen Aerosol- und Wolkenmodellen der Einfluss für die Wolkenbildung und das Klima abgeschätzt wird. Der Vortrag gibt eine Übersicht zur Rolle der Wolken im Klimasystem und über die neuesten Ergebnisse des CLOUD-Experiments.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

 

Mittwoch, 14. Mai 2014, 19:30 Uhr
Physik beim Fußballspielen
Prof. Dr. Thomas Wilhelm, Institut für Didaktik der Physik, Goethe-Univ. Frankfurt
Die Fußball-Weltmeisterschaft zieht in Deutschland Millionen in ihren Bann. Selten wird aber deutlich, wie viel Physik im Fußballspiel steckt. Viele Untersuchungen zum und Messungen beim Fußballspielen sind heute einfach möglich – auch im Physikunterricht. Dazu eignen sich sowohl Sensoren wie Kraftmessplatte und Beschleunigungssensor, vor allem aber die Videoanalyse, mit der Bewegungen von Bällen und Körperteilen analysiert werden können. Behandelt werden im Vortrag die Kraft zwischen Ball und Boden, die Elastizität verschiedener Fußbälle, die ganze Bewegung eines Fußballspielers beim Vollspannschuss und die Bewegungsabläufe und die Sprunghöhe beim Kopfball. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf den Einfluss der Luft gelegt. So werden Flugkurven unter dem Einfluss von Luftreibung, von Wind und vom Magnus-Effekt aufgezeigt, reale Flugbahnen analysiert und der Magnus-Effekt eindrücklich im Experiment vorgeführt.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

 

Mittwoch, 05. November 2014, 19:30 Uhr
Eröffnung des 191sten Vereinsjahres mit Karl Schwarzschild-Vortrag: "Was sind Pulsare: Neutronensterne oder Quarksterne?"
Priv.Doz. Dr. Jürgen Schaffner-Bielich, Institut für Theoretische Physik, Goethe-Univ. Frankfurt
Neutronensterne sind die Endprodukte von massereichen Sterne, die am Ende ihrer Entwicklung in einer Kernkollaps-Supernova explodieren. Mittlerweile kennt man mehr als zweitausend rotierende Neutronensterne - sogenannte Pulsare - in unserer Milchstraße. Immer dann, wenn Pulsare noch einen Begleitstern besitzen, kann man mithilfe der Allgemeinen Relativitätstheorie ihre Masse präzise bestimmen. Neueste Beobachtungen zeigen, dass Neutronensterne offenbar ungewöhnlich schwer sein können: danach kann ein Neutronenstern die doppelte Masse unserer Sonne besitzen, jedoch konzentriert auf einen Durchmesser von nur 20-30 Kilometer. Diese Messungen stellen neue Herausforderungen an unser Verständnis über den Zustand der extrem dichten Materie im Inneren eines Neutronensternes. Insbesondere stellt sich die Frage, ob die Dichte im Zentrum so hoch ist, dass sich die Materie in ihre Grundbestandteile - die "Quarks" - auflöst.


Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, Frankfurt
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

 

Mittwoch, 10. Dezember 2014, 19:30 Uhr
Öffentliche Festveranstaltung: Verleihung von Förderpreisen des Physikalischen Vereins an Schüler und junge Wissenschaftler
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Fachbereich Physik der Goethe-Universität

 

 

an

Christian Brudy, Daniel Crusius, Elias Chalwatzis
Gibt es Alternativen zum Lithium im Akku?
Ob Smartphone, Laptop oder Elektroauto – Akkumulatoren sind allgegenwärtig und könnten durch die geplante Energiewende noch wichtiger für uns werden. Aus diesem Grund haben wir uns in den durchgeführten Versuchsreihen mit der Suche nach leistungsfähigen und zugleich preiswerten Alternativen zum heute in Akkumulatoren verwendeten Lithium beschäftigt. Wir konnten zeigen, dass sich Natrium und Magnesium wegen ihrer soliden Spannungs- und Kapazitätswerte anbieten.

Laudatio: Dr. Roland B. Steck, TU Darmstadt
 

 

an

Astro-AG Kopernikusschule, Freigericht
Uranusbeobachtung 2013/2014
Mit Hilfe fotografischer Aufnahmen am Teleskop haben die Schüler der Astro-AG (6. – 9. Klasse) die Schleifen-Bewegung des Planeten Uranus über mehrere Monate verfolgt und auf einer geeigneten Sternkarte aufgezeichnet. Aus diesen Beobachtungsergebnissen wurde dann mittels maßstabgerechter Standortzeichnung die Entfernung des Planeten auf etwa 10 Prozent genau ermittelt.

Laudatio: PD Dr. Harald Bräuning, Sternwarte Hofheim
 

 

an

Melanie Hoffmann
Ricardo T. S. Redinger
Annika Stierstorfer
Unterrichtsmaterialien zum Thema „Wetter“ im Sach-unterricht der Grundschule - Aufarbeitung für die Internetplattform SUPRA
Melanie Hoffmann
Das Thema Wetter bietet viele Möglichkeiten, Schüler der Grundschule an naturwissenschaftliche Fragestellungen heranzuführen. Der erste Teil der Arbeit beinhaltet fachliche Hintergründe. Im zweiten Teil werden didaktische Überlegungen dargestellt. Dabei werden beispielsweise Schülerfehlvorstellungen aufgeführt. Der Hauptteil der Arbeit umfasst die Erstellung von Unterrichtsmaterial. Es werden konkrete Unterrichtsvorschläge vorgestellt. Die Arbeitsblätter befinden sich im Anhang der Arbeit.

Laudatio: Prof. Dr. Bruno Deiss, Physikalischer Verein
Erprobung und hypothesengeleitete Weiterentwicklung des IPN-Videokodiermanuals für das Lehrerhandeln in komplexitätsreduzierten Unterrichtssituationen
Ricardo T. S. Redinger
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Auswertung von 15-minütigen Unterrichts-Miniaturen anhand eines etablierten Kodier-Manuals des IPN, das für die Videoanalysen von Regelunterricht konzipiert ist. Explorativ wird die Anwendbarkeit des Manuals auf Unterrichtssequenzen geprüft, die hinsichtlich ihrer Unterrichtszeit und Lerngruppen-Größe im Vergleich zum Regelunterricht reduziert sind. Nach Klärung der Anwendbarkeit wird eine hypothesengeleitete Weiterentwicklung des Manuals zur Auswertung von Basis-dimensionen der Unterrichtsqualität vorgenommen.

Laudatio: Gerhard Maier, Schulamtsdirektor a.D.
Die Bogenbrücke im Sachunterricht
Annika Stierstorfer
Die Arbeit gibt zuerst einen historischen Überblick über die technischen Entwicklungsstufen von Gewölbekonstruktionen – eine der fundamentalen technischen Leistungen des Menschen. Der Hauptteil der Arbeit umfasst die Erstellung von konkretem Unterrichtsmaterial zum Stationenlernen. Hierbei werden die Schüler angeleitet, sich unter verschiedenen Aspekten experimentell mit physikalischen und technischen Fragen zur Konstruktion einer belastbaren Brücke auseinanderzusetzen.

Laudatio: Dr. Franz Ritter, Physikalisches Institut, Goethe-Universität
 

 

an

Kai Ackermann
Marcus Honig
Kristin Kliemt
Ute Lenz
Untersuchung neuer organischer Ladungstransferkomplexe mit gemischter Stapelung
Kai Ackermann
Organische mixed-stack Ladungstransferkomplexe eignen sich zur Untersuchung veränderlicher Vielteilchenwechselwirkungen und könnten zukünftig als Dielektrika vielfältig eingesetzt werden. Zwei neue Systeme dieser Materialklasse [(BEDT-TTF)-DTF, TMP-F4TCNQ] wurden hinsichtlich eines neutral-ionischen Phasenübergangs untersucht. Hierfür wurden die strukturellen und elektronischen Eigenschaften von Dünnschichten und Einkristallen charakterisiert. Obgleich der gesuchte Phasenübergang nicht beobachtet wurde, lieferten die Untersuchungen neue Erkenntnisse über das dielektrische Verhalten neutraler Ladungstransfersysteme.

Laudatio: Prof. Dr. Michael Huth, Physikalisches Institut, Goethe-Universität
Photonen induzierte Fragmentierung von Trifluoressigsäureethylester
Marcus Honig
In einem COLTRIMS Experiment wurde das Molekül Trifluoressigsäureethylester mit hochenergetischer Röntgenstrahlung beschossen und dadurch in unterschiedliche Bruchstücke zerbrochen. Dank einer ungewöhnlich stark ausgeprägten Eigenschaft namens „Chemische Verschiebung“ kann für genau dieses Molekül die Stelle beobachtet werden, an der es von der Strahlung getroffen wurde. In Abhängigkeit dieser Information wurde die Fragmentierung des Moleküls untersucht.

Laudatio: PD Dr. Till Jahnke, Institut für Kernphysik, Goethe-Universität
Crystal Growth and Characterization of YbNi4P2
Kristin Kliemt
Einkristalle der Schwere-Fermionen-Verbindung YbNi4P2 wurden aus Nickel-Phosphor-Eigenfluss mit der Bridgman-Methode bei Temperaturen oberhalb 1300°C gezüchtet. Die strukturelle und chemische Charakterisierung der Proben erfolgte mittels Laue- Methode, Röntgenpulverdiffraktometrie und energiedispersiver Röntgenspektroskopie. Die Qualität der Kristalle aus verschiedenen Züchtungen wurde mit Hilfe magnetischer und elektrischer Transportmessungen verglichen und der Einfluss verschiedener Züchtungsgeschwindigkeiten auf die Probenqualität wurde untersucht.

Laudatio: Prof. Dr. Cornelius Krellner, Physikalisches Institut, Goethe-Universität
Dissoziation von H2–Molekülen
Ute Lenz
Die Dissoziation von Wasserstoffmolekülen nach Photo-Ionisation wurde experimentell durch Impulsspektroskopie untersucht. Dabei konnte erstmals die von Cohen und Fano 1966 vorhergesagte Doppelspaltinterferenz für die Einfachionisation in der Winkelverteilung des Elektrons beobachtet werden. Außerdem wurde eine überraschende Asymmetrie gefunden, die man nicht innerhalb der Born-Oppenheimer- und Franck-Condon-Näherung erklären kann. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Atomphysik Frankfurt.

Laudatio: PD Dr. Till Jahnke, Institut für Kernphysik, Goethe-Universität

Z Archiv: Seminare 2013

Seminare und Workshops

Samstag, 23. März 2013, 15 - 18 Uhr
Astro-Praxis: "Der Himmel des Feldstechers"
Dietmar Bönning
Sehr häufig haben wir zu Hause ein leistungsfähiges Instrument zur Beobachtung des gestirnten Himmels, ohne es zu wissen: unseren Feldstecher. Bereits mit diesen Geräten können wir am Himmel Beobachtungen durchführen, die für einen Galileo Galilei oder Johannes Keppler unmöglich waren - und es gibt kaum einen ernsthaften Amateur­astronomen, der solch ein Gerät nicht sein eigen nennt. Dieses Seminar macht Sie mit Beobach­tungstechniken und Objekten am Himmel bekannt, mit denen Sie viele spannende und erfolgreiche Beobachtungsstunden erleben können. Bitte eigene Ferngläser mitbringen - soweit vorhanden.

Keine Voranmeldung erforderlich. Teilnahmegebühr 5 Euro (Zahlung beim Kursleiter), Mitglieder frei.

Ort: Sternwarte Frankfurt des Physikalischen Vereins, Robert-Mayer-Str. 2-4, Kl. Hörsaal Erdgeschoss

 

Samstag, 21. September 2013, 20 Uhr
Samstag, 28. September 2013, 20 Uhr
Astro-Praxis: "Astrofotografie auf dem Kleinen Feldberg"
Sighard Schräbler und Peter Bel
Themen: Bedienung der Kuppel, Benutzung einer Astrokamera im Fokus eines der großen Teleskope, Finden von Objekten, Fokussierung mit Bahtinov-Maske, Dunkelbilder, Hellbilder, Kontrastverbesserung mit Filtern und eine Einführung in Steuerungssoftware. Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse im Umgang mit Computer und Teleskop, sowie Mobilität: Die Treffen finden in der Hans-Ludwig-Neumann-Sternwarte des Physikalischen Vereins auf dem Kleinen Feldberg statt.

Telefonische Anmeldung erforderlich bis 13. September
Tel. 069 704630 (ab 14:00 Uhr)
Maximale Teilnehmerzahl: 15

Teilnahmegebühr 25 Euro, Mitglieder 15 Euro (Zahlung bei der Kursleitung)

Ort: HLN-Sternwarte des Physikalischen Vereins im Taunus (Genauer Treffpunkt wird bei Anmeldung bekanntgegeben)

 

Samstag, 19.10.2013, 15-18 Uhr
Astro-Praxis "Wie funktioniert eine drehbare Sternkarte?"
Dietmar Bönning
Welcher Stern ist das? Wo steht heute die Sonne, und wann geht sie auf und unter? Wann kann ich das Sternbild Orion am Abendhimmel erblicken? Stimmt es, dass der Große Wagen in unseren Breiten niemals untergeht? Diese und eine ganze Reihe weiterer Fragen kann uns eine drehbare Sternkarte beantworten, nur wie? Leider sind die mitgelieferten Anleitungen für den interessierten Laien nur schwer, wenn überhaupt verständlich. Dieses Seminar soll die grundlegenden Funktionen einer drehbaren Sternkarte mit Erläuterungen und praktischen Beispielen näher bringen. Dabei erfahren die Teilnehmer auch einiges über die der Bewegung der Himmelskörper zugrunde liegenden Vorgänge. Vorkenntnisse zu diesem Seminar sind nicht nötig. Bitte eigene Sternkarten, soweit vorhanden, mitbringen. Ansonsten kann eine kleine Anzahl Karten von der Sternwarte ausgeliehen werden.

Keine Voranmeldung erforderlich. Teilnahmegebühr 5 Euro (Zahlung beim Kursleiter), Mitglieder frei.

Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Straße 14-16, 60325 Frankfurt

 

Samstag, 30.11.2013, 15-18 Uhr
Astro-Praxis "Tipps zum Fernrohrkauf"
Dietmar Bönning
Weihnachten steht mal wieder vor der Tür und damit die unvermeidliche Frage: "Was schenke ich meinen Lieben (oder mir selbst)?" Wie wäre es mit einem Fernrohr? Doch Vorsicht! Um nachher nicht im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre zu gucken, bedarf es ein wenig Information darüber, wo bei diesen Geräten die Fußangeln zu finden sind und wie man sich im Wust der angebotenen Instrumente am besten zurechtfinden kann. Hierbei soll dieses Seminar behilflich sein. Denn eines ist sicher: Jedes Fernrohr hat seinen Himmel, man muss nur wissen welchen.

Keine Voranmeldung erforderlich. Teilnahmegebühr 5 Euro (Zahlung beim Kursleiter), Mitglieder frei.

Ort: Hamburger Allee 22-24, Frankfurt (Experiminta Nebeneingang) (Lageplan: hier)
montags, 28.10 - 16.12.2013, 20:00 - 21:30 Uhr (8 Termine)
Astrophysik-Seminar "Kosmologie der Allgemeinen Relativitätstheorie"
PD Dr. Rainer Göhring

 

Im Jahr 1916 hatte es Einstein nach über 10 Jahren endlich geschafft, die Spezielle Relativitätstheorie so zu erweitern, dass mit der Allgemeinen Relativitätstheorie auch die Gravitation in ihrem Wesen erklärt werden konnte – als Änderung der Raum-Zeit-Struktur durch die Massen. Mit seinen Feldgleichungen eröffnete er eine Möglichkeit, unser Universum physikalisch und mathematisch zu beschreiben.

Allgemeine Relativitätstheorie und Kosmologie müssen keine Horrorvision für Nichtmathematiker sein! In dem Seminar soll gezeigt werden, daß auch ohne hohe Mathematik die Konzepte der Relativitätstheorie in der Kosmologie nachvollzogen werden können: der Urknall, die Raum-Zeit-Struktur oder Expansion unseres Universums. Beobachtende Kosmologie mit Hilfe von Großteleskopen und Satelliten und Fortschritten in der Theorie haben ein „Standardmodell des Universums“ ermöglicht; seine Inhalte werden Gegenstand des Seminars sein.

Mathematisch-naturwissenschaftliches Interesse sollte vorhanden sein.

Teilnahmegebühr 40 Euro, Mitglieder 15 Euro (Zahlung beim Kursleiter).

Wir bitten um Anmeldung per E-mail (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.) unter Angabe von Name, Vorname, Telefonnummer und evtl. Mitgliedsnummer.
Tel. 069 704630 (ab 14:00 Uhr)

Die Veranstaltung ist als dienstbezogene Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte vom Landesschulamt akkreditiert: 01376635. Das Angebot umfasst eine Dauer von 4 Tagen.

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Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)

Z Archiv: Seminare 2014

Seminare und Workshops

Samstag, 26. April 2014, 15 - 18 Uhr
(Ersatztermin für den am 22.3. ausgefallenen Workshop)
Astro-Praxis: "Der Himmel des Feldstechers"
Dietmar Bönning
Sehr häufig haben wir zu Hause ein leistungsfähiges Instrument zur Beobachtung des gestirnten Himmels, ohne es zu wissen: unseren Feldstecher. Bereits mit diesen Geräten können wir am Himmel Beobachtungen durchführen, die für einen Galileo Galilei oder Johannes Keppler unmöglich waren - und es gibt kaum einen ernsthaften Amateur­astronomen, der solch ein Gerät nicht sein eigen nennt. Dieses Seminar macht Sie mit Beobach­tungstechniken und Objekten am Himmel bekannt, mit denen Sie viele spannende und erfolgreiche Beobachtungsstunden erleben können. Bitte eigene Ferngläser mitbringen - soweit vorhanden.

Keine Voranmeldung erforderlich. Teilnahmegebühr 5 Euro (Zahlung beim Kursleiter), Mitglieder frei.

Ort: Hamburger Allee 22-24, Frankfurt (Experiminta Nebeneingang) (Lageplan: hier)

 

Do, 18. September und Sa, 27. September 2014, jeweils 20 -24 Uhr
Astro-Praxis: "Praktische Astrofotografie in zwei Sternwarten"
Sighard Schräbler und Peter Bel
Beide Termine bauen aufeinander auf.

In Zusammenarbeit mit der STERNWARTE HOFHEIM
Themen: Benutzung einer Astrokamera, Finden von Objekten, Dunkelbilder, Hellbilder, Kontrastverbesserung mit Filtern und eine Einführung in Steuerungssoftware. Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse im Umgang mit Computer und Teleskop, sowie Mobilität: Die Treffen finden in der Sternwarte Hofheim (18.9.) sowie in der Hans-Ludwig-Neumann-Sternwarte des Physikalischen Vereins auf dem Kleinen Feldberg (27.9.) statt.
Auf den gesonderten Vortrag von Sighard Schräbler am Fr 10. Oktober 2014 in der Reihe "Astronomie am Freitag" weisen wir gerne hin.

Telefonische Anmeldung erforderlich bis 15. September
Tel. 069 704630 (ab 14:00 Uhr)
Maximale Teilnehmerzahl: 15

Teilnahmegebühr 15 Euro, Mitglieder frei (Zahlung bei der Kursleitung)

(Vortragsfolien: hier)
(Video zum Seminar: hier)

Ort:
Hofheim-Langenhain, Eppsteiner Straße (18.9.)
Parkplatz Kleiner Feldberg im Taunus (27.9.)

 

Samstag, 25.10.2014, 15-18 Uhr
Astro-Praxis "Wie funktioniert eine drehbare Sternkarte?"
Dietmar Bönning
Welcher Stern ist das? Wo steht heute die Sonne, und wann geht sie auf und unter? Wann kann ich das Sternbild Orion am Abendhimmel erblicken? Stimmt es, dass der Große Wagen in unseren Breiten niemals untergeht? Diese und eine ganze Reihe weiterer Fragen kann uns eine drehbare Sternkarte beantworten, nur wie? Leider sind die mitgelieferten Anleitungen für den interessierten Laien nur schwer, wenn überhaupt verständlich. Dieses Seminar soll die grundlegenden Funktionen einer drehbaren Sternkarte mit Erläuterungen und praktischen Beispielen näher bringen. Dabei erfahren die Teilnehmer auch einiges über die der Bewegung der Himmelskörper zugrunde liegenden Vorgänge. Vorkenntnisse zu diesem Seminar sind nicht nötig. Bitte eigene Sternkarten, soweit vorhanden, mitbringen. Ansonsten kann eine kleine Anzahl Karten von der Sternwarte ausgeliehen werden.

Keine Voranmeldung erforderlich. Teilnahmegebühr 5 Euro (Zahlung beim Kursleiter), Mitglieder frei.

Ort: Seminarraum Physikalischer Verein, Hamburger Allee 22-24 (Experiminta Nebeneingang), Frankfurt (Lageplan: hier)

 

montags, 03.11 - 15.12.2014, 20:00 - 21:30 Uhr (7 Termine)
Astrophysik-Seminar "Kosmogonie – wie entstanden die Strukturen im Universum?"
PD Dr. Rainer Göhring
Die Kosmologie – Gegenstand des letzten Astrophysikseminars – beschäftigt sich mit dem Beginn und der Entwicklung des Universums als Ganzes und betrachtet z.B. Galaxien als Körner in einen alles umfassenden homogenen und isotropen Staub. Nun wollen wir genauer hinschauen: ausgehend vom Zeitpunkt ca. 300.000 Jahre nach dem Urknall – der Zeitpunkt der Rekombination – betrachten wir die Bildung der Strukturen im Universum.

Nach dem anfänglichen dunklen Zeitalter entstehen die ersten, kurzlebigen Sterne aus kosmischer Materie hauptsächlich bestehend aus Wasserstoff und Helium. Durch die Supernova-Überreste der ersten Sterne reichert sich die ursprüngliche Materie mit Elementen höherer Ordnungszahl an und die Bildung von Galaxien und aus ihnen zusammengesetzten großräumigen Strukturen beginnt. Neuere Beobachtungen an einzelnen Galaxien lassen auch Schlüsse über ihre zeitliche Entwicklung zu, von einer Zwerggalaxie bis zur gigantischen elliptischen Galaxie. Wenn der „Lebensweg“ eines Sternes betrachtet wird, kommt man dann automatisch auf die Entstehung und Entwicklung von Planeten. Dies alles soll Gegenstand des Seminars sein.

Mathematisch-naturwissenschaftliches Interesse sollte vorhanden sein.

Teilnahmegebühr 40 Euro, Mitglieder 15 Euro (Zahlung beim Kursleiter).

Wir bitten um Anmeldung per E-mail (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.) unter Angabe von Name, Vorname, Telefonnummer und evtl. Mitgliedsnummer.
Tel. 069 704630 (ab 14:00 Uhr)

Die Veranstaltung ist als dienstbezogene Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte vom Landesschulamt akkreditiert: Nr. 01480074. Das Angebot entspricht einer Dauer von 3,5 Tagen.

Zum Herunterladen:
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Ort: Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)

 

Samstag, 29.11.2014, 15-18 Uhr
Astro-Praxis "Tipps zum Fernrohrkauf"
Dietmar Bönning
Weihnachten steht mal wieder vor der Tür und damit die unvermeidliche Frage: "Was schenke ich meinen Lieben (oder mir selbst)?" Wie wäre es mit einem Fernrohr? Doch Vorsicht! Um nachher nicht im wahrsten Sinne des Wortes in die Röhre zu gucken, bedarf es ein wenig Information darüber, wo bei diesen Geräten die Fußangeln zu finden sind und wie man sich im Wust der angebotenen Instrumente am besten zurechtfinden kann. Hierbei soll dieses Seminar behilflich sein. Denn eines ist sicher: Jedes Fernrohr hat seinen Himmel, man muss nur wissen welchen.

Keine Voranmeldung erforderlich. Teilnahmegebühr 5 Euro (Zahlung beim Kursleiter), Mitglieder frei.

Ort: Seminarraum Physikalischer Verein, Hamburger Allee 22-24 (Experiminta Nebeneingang), Frankfurt (Lageplan: hier)

Z Archiv: Astronomie am Freitag 2014

Vortragsprogramm

17. Januar Das astronomische erste Halbjahr 2014
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
24. Januar Realität und Wirklichkeit - Das Universum im Kopf Bruno Deiss
31. Januar Science vs. Fiction 2014: über die Physik und Technik der Zukunft Sighard Schräbler
07. Februar Was gehen uns die Quanten an? Friedrich W. Volck
14. Februar GPS, Glonass, Galileo & Co Dietmar Bönning
21. Februar Achtung Strahlung – Risiken im All(tag) Kathrin Göbel
28. Februar Boten aus der Frühzeit des Sonnensystems -
wie Meteoriten uns helfen, die Welt zu verstehen
Volker Heinrich
07. März Schwarze Löcher - Neues von den galaktischen Allesfressern Tanja Heftrich
14. März Nukleare Energie in Sternen, Planeten und menschlichen Konstrukten René Reifarth
21. März Unser griechischer Himmel Friedrich W. Volck
28. März Immer Ärger mit den Außerirdischen Martin Stammberger
04. April Bedeckungen Georg Piehler
11. April Mission GAIA: Die neue Vermessung der Welt Bruno Deiss
18. April Karfreitag (keine Veranstaltung)  
25. April Kam das Leben aus dem All? Volker Heinrich
02. Mai Helioseismologie - Die Sonne als Klangkörper Bruno Deiss
09. Mai Von der Erde zu den Planeten – Auf Raumpatrouille durch das Sonnensystem Stefan Karge
16. Mai Die Ganggenauigkeit von Uhren -
Mit dem Treburer 1m-Teleskop auf der Suche nach Exoplaneten
Johannes M. Ohlert
23. Mai Karl Schwarzschild - Der letzte Universalastronom Martin Stammberger
30. Mai Polarisieren Physiker? Friedrich W. Volck
06. Juni Saturn am Abendhimmel Volker Heinrich
13. Juni Der dynamische Himmel - von Novae und Supernovae Sebastian Heß
20. Juni Das Echo des Urknalls Zuzana Slavkovská
27. Juni Kosmische Meterstäbe – Wie Astronomen Entfernungen messen Klaus Sterlike
04. Juli Wie das Wasser auf die Erde kam Volker Heinrich
11. Juli Die Himmelsscheibe von Nebra Bruno Deiss
18. Juli Schwarze Löcher und ihr dunkles Geheimnis Martin Stammberger
25. Juli Kosmische Photonen sammeln - Astrofotografie mit der Spiegelreflexkamera
(Link zum Vortrag: hier (220 MB))
Olaf Filzinger
12. September Das astronomische zweite Halbjahr 2014 Dietmar Bönning
19. September NEOs - eine Gefahr für die Erde? Volker Heinrich
26. September Auf Asteroidenjagd am Taunus Observatorium
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
03. Oktober Feiertag - keine Veranstaltung  
10. Oktober Deep Sky Astrofotografie
(Vortragsfolien: hier)
(Video zum Vortrag: hier)
Sighard Schräbler
17. Oktober Steine und Sterne: prähistorische Astronomie Bruno Deiss
24. Oktober Fünfzig Jahre fast total unsymmetrische Welt Friedrich W. Volck
31. Oktober Galileo Galilei - Begründer der modernen Naturwissenschaft Dietmar Bönning
07. November Dunkle Materie im Kosmos Martin Stammberger
14. November Als der Drache das Fliegen lernte -
Bemannte Raumfahrt in China und Japan
Martin Bender
21. November Nukleare Uhren und das Alter des Universums René Reifarth
28. November Der eingefrorene Ur-Sound des Kosmos Bruno Deiss
05. Dezember Rosetta – Rendezvous mit einem Kometen Stefan Karge
12. Dezember Ich sehe was, was du nicht siehst: das Licht Friedrich W. Volck
19. Dezember Der Stern von Bethlehem Martin Stammberger

 

Themenbeschreibung

Fr 17. Januar 2014, 20 Uhr
Das astronomische erste Halbjahr 2014 (Stefan Karge)
Das erste Halbjahr 2014 gibt sich wieder alle Mühe uns mit interessanten Himmelserscheinungen zu erfreuen. Die „Stars“ am Nachthimmel über Frankfurt im kommenden Sommerhalbjahr sind der rote Planet Mars sowie die beiden Gasriesen Jupiter und sein beringter Kollege Saturn. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die aktuellen Sternbilder. Beobachtungstipps sowie Hinweise zu weiteren spannenden astronomischen Ereignissen gibt es im Vortrag.

(Link zum Vortrag: hier)

Fr 24. Januar 2014, 20 Uhr
Realität und Wirklichkeit - Das Universum im Kopf (Bruno Deiss)
Jede Information breitet sich höchstens mit Lichtgeschwindigkeit aus. Beobachtungen entfernter Sterne und Galaxien zeigen nur, wie die Objekte beschaffen waren, als sie das heute auf der Erde empfangene Licht abstrahlten – ihre vergangene „Realität“. Was wir als „Wirklichkeit“ bezeichnen, ist die Summe vieler Vergangenheiten aus unterschiedlichen Tiefen des Raumes. Wie unterscheiden sich die „Wirklichkeiten“ unterschiedlicher Beobachter im Kosmos?

Fr 31. Januar 2014, 20 Uhr
Science vs. Fiction 2014: über die Physik und Technik der Zukunft (Sighard Schräbler)
Nach Moores Gesetz verdoppelt sich die Rechenleistung pro Dollar alle 2-3 Jahre. In der Energietechnik scheint es dagegen fundamental schwieriger zu sein, Fortschritte zu erzielen. Aus beiden Beobachtungen lassen sich Schlussfolgerungen über unsere Zukunft ableiten. Schauen wir also nach, welche Ideen aus dem SciFi-Genre realisierbar erscheinen oder andererseits sogar gegen physikalische Gesetze verstoßen. Soviel ist klar, es wird Sie überraschen!

Fr 07. Februar 2014, 20 Uhr
Was gehen uns die Quanten an? (Friedrich W. Volck)
Im täglichen Leben hat man den Eindruck, dass alles gemäß der klassischen Physik abläuft: nach dieser läuft die Erde um die Sonne, nach dieser erwärmt die Energie der Sonnenstrahlung die Erde, nach dieser reflektieren die Spiegel der Teleskope das Sternenlicht ... Zu was also Quantenphysik? Selbst der bekannte Physiker Feynman sagte: I think I can safely say that nobody understands quantum mechanics.

Fr 14. Februar 2014, 20 Uhr
GPS, Glonass, Galileo & Co (Dietmar Bönning)
Mit Beginn der Raumfahrt und der Einführung des NAVSTAR-GP-Systems oder des GLONASS bietet sich heute jedem die technische Möglichkeit, die eigene Position durch die Beobachtung von "künstlichen Sternen" (Satelliten) zu bestimmen. Selbst kleine Empfänger geben den Standort auf 10 m genau an. Wie aber erreichen Vermessungsingenieure aus denselben Daten eine Genauigkeit von 1 cm? Weiteres zur satellitengestützten Positionierung im Vortrag.

Fr 21. Februar 2014, 20 Uhr
Achtung Strahlung – Risiken im All(tag) (Kathrin Göbel)
Die Erde wird pausenlos von Kosmischer Strahlung bombardiert. Das Leben auf der Erde wird durch Atmosphäre und Erdmagnetfeld geschützt. Für Mensch und Material im All stellt die Strahlung aber eine Gefahr dar. Wo haben wir in unserem Alltag mit Strahlung zu tun? Wie wirkt sich Strahlung auf unsere Körper aus? Aktuelle Experimente auf der ISS und an Beschleunigeranlagen bringen spannende Einblicke.

Fr 28. Februar 2014, 20 Uhr
Boten aus der Frühzeit des Sonnensystems - wie Meteoriten uns helfen, die Welt zu verstehen (Volker Heinrich)
Meteoriten faszinieren Forscher seit langer Zeit. Von einer Kuriosität der Natur mausern sich Meteoriten zu einem machtvollen Werkzeug der Wissenschaft, denn ihre gründliche Analyse enthüllt uns Fakten aus der Bildungsphase unseres Planetensystems. Ihre Vielfalt zeigt uns, dass viele sehr unterschiedliche Himmelskörper Quellen meteoritischen Materials sind. Nicht zuletzt beeinflussten und beeinflussen Meteoriten bis in unsere Zeit das Leben auf unserer Erde.

Fr 07. März 2014, 20 Uhr
Schwarze Löcher - Neues von den galaktischen Allesfressern (Tanja Heftrich)
"Aktive Galaxien" gehören zu den energiereichsten Objekten im Universum. In deren Zentrum befinden sich vermutlich gigantische schwarze Löcher. Aber was genau liefert diese enorme Energie? Wie kann man sich diese rätselhaften, extrem kompakten Objekte vorstellen? Beobachtungen mit den Telekopen der NASA und ESA sowie neue Gedankenexperimente zeigen interessante Neuigkeiten.

Fr 14. März 2014, 20 Uhr
Nukleare Energie in Sternen, Planeten und menschlichen Konstrukten (René Reifarth)
Warum leuchten die Sterne? Warum ist die Erde im Inneren so heiß? Was macht Kernkraftwerke so attraktiv? Die Antwort auf all diese Fragen schlummert in den riesigen Energiemengen, die beim Verschmelzen, Teilen oder Umwandeln von Atomkernen frei werden. In den lebensfeindlichen Umgebungen im Inneren von Sternen oder Planeten ist diese Energiequelle realisiert, aber können wir sie auch in der Nähe von Leben nutzen?

Fr 21. März 2014, 20 Uhr
Unser griechischer Himmel (Friedrich W. Volck)
So einiges in unserer Kultur geht auf die "alten Griechen" zurück. Da wundert es nicht, dass die diese uns auch ihren Himmel vererbt haben: Andromeda, Perseus, Orion, Herkules der Schlangenträger, der Adler und viele mehr. Bleibt die Frage: warum kamen gerade diese Figuren an den Himmel, warum gibt es keine Götter daselbst. Und dazu kommen noch einige schöne Geschichten.

Fr 28. März 2014, 20 Uhr
Immer Ärger mit den Außerirdischen (Martin Stammberger)
Die Anzahl der mit intelligentem Leben bevölkerten Planeten in unserer Milchstraße kann man aufgrund plausibler Annahmen tatsächlich ausrechnen. Wie groß die Chance ist, dass irgendwo außerirdisches Leben entstanden sein könnte, ob es gar intelligentes Leben ist, wie diese Aliens aussehen und welche Schwierigkeiten es bei der Kommunikation mit ihnen gibt, ist Gegenstand dieses Vortrags.

Fr 04. April 2014, 20 Uhr
Bedeckungen (Georg Piehler)
In der Astronomie ist eine freie Sicht auf die Objekte in der Regel sehr vorteilhaft. Aber gerade bedeckte Objekte können Informationen liefern, die sonst kaum zu ermitteln sind. Immer wenn mehrere Körper im Spiel sind, können "Bedeckungen" auftreten. Dazu zählen Sternbedeckungen, Finsternisse, Bedeckungsveränderliche und Exo-Planeten,. Bedeckungen bieten die Chance, mit relativ einfachen Mitteln viel über die kosmischen Objekte zu erfahren.

Fr 11. April 2014, 20 Uhr
Mission GAIA: Die neue Vermessung der Welt (Bruno Deiss)
In den kommenden fünf Jahren wird das neue europäische Weltraum-Teleskop Gaia eine „Volkszählung“ der besonderen Art durchführen: Helligkeit, Position und Geschwindigkeit von einer Milliarde Sternen werden etwa 70 mal in einer bislang unerreichten Präzision vermessen. Das Ergebnis wird unsere Kenntnis von der Zusammensetzung, der Entstehung und Entwicklung unserer Milchstraße revolutionieren. Ganz nebenbei werden dabei auch entfernte Quasare, Exo-Planeten sowie Asteroiden aufgespürt.

Fr 18. April 2014
Karfreitag (keine Veranstaltung)

Fr 25. April 2014, 20 Uhr
Kam das Leben aus dem All? (Volker Heinrich)
Eines der großen Mysterien des Universums ist die Entstehung des Lebens. Für die einen Ausdruck göttlicher Schöpfung sehen andere darin einen natürlichen Vorgang der überall dort automatisch abläuft, wo die passenden Bedingungen herrschen. Ist auf der Erde die Saat aufgegangen, die das Universum ausgebracht hat? Ist das Leben auf der Erde eine "regionale Erscheinung"? Sie werden an diesem Abend keine endgültigen Antworten erhalten aber vielleicht einige aktuelle Aspekte zur Frage nach dem Woher.

Fr 02. Mai 2014, 20 Uhr
Helioseismologie - Die Sonne als Klangkörper (Bruno Deiss)
Die Sonne, eine glühende Gaskugel, die von der eigenen Schwerkraft zusammengehalten wird, pulsiert und schwingt in charakteristischer Weise. Art und Umfang dieser Vibrationen hängen vom inneren Aufbau der Sonne ab: Je nach Temperatur- und Dichteverlauf ändert sich die „Tonlage“. Die genaue Vermessung dieser Pulsschwankungen liefert ein hervorragendes Diagnosemittel, um etwas über die unzugängliche Kern-Region der Sonne zu erfahren.

Fr 09. Mai 2014, 20 Uhr
Von der Erde zu den Planeten – Auf Raumpatrouille durch das Sonnensystem (Stefan Karge)
Mit dem Beginn der Raumfahrt wurde es erstmals möglich Bilder und Daten der Planeten unseres Sonnensystems aus nächster Nähe zu gewinnen. Der Vortrag gibt einen Überblick über unser heutiges Bild von den Planeten aus der Sicht diverser Raumfahrtmissionen. Garniert mit beeindruckenden Bildern machen wir auch Station bei den Asteroiden und Kometen. Begleiten Sie mich bei einer Bilderreise durch das Sonnensystem.

Fr 16. Mai 2014, 20 Uhr
Die Ganggenauigkeit von Uhren - Mit dem Treburer 1m-Teleskop auf der Suche nach Exoplaneten (Johannes M. Ohlert)
Bei der Suche nach Planeten in anderen Sonnensystemen wird neben der Radialgeschwindigkeits- und Transitmethode auch die Transit-Zeit-Variationsmethode angewandt. Dabei wird nach periodischen Unregelmäßigkeiten der Transitzeiten in bereits bekannten Exoplanetensystemen gesucht. Die Astronomie Stiftung Trebur ist seit einigen Jahren an internationalen Messkampagnen beteiligt. Im Vortrag werden die erfolgversprechenden Messungen zum Nachweis eines möglichen Exoplaneten vorgestellt.

Fr 23. Mai 2014, 20 Uhr
Karl Schwarzschild - Der letzte Universalastronom (Martin Stammberger)
Einer der letzten Wissenschaftler, der auf dem gesamten Gebiet der Astronomie arbeitete, war der Frankfurter Karl Schwarzschild (1873-1916). Von der Relativitätstheorie und Schwarzen Löchern bis zur Sternzählung sind seine Forschungen bis heute richtungweisend. Fotografen kennen den "Schwarzschildeffekt" des Filmmaterials. Das viel zu kurze Leben und vor allem das Werk dieses bedeutenden Sohns unserer Stadt sind Gegenstand des Vortrags.

Fr 30. Mai 2014, 20 Uhr
Polarisieren Physiker? (Friedrch W. Volck)
Menschen können polarisieren, aber auch Kristalle. Bei der Lichtstreuung wird polarisiert: So ist das Himmelsblau teilweise polarisiert - eine Tatsache, die schon die Wikinger zur Navigation nutzten und auch von Bienen genutzt wird. Die Hintergrundstrahlung, die uns vom Urknall erreicht, das reflektierte Licht von einem klaren See und das Licht von Pulsaren sind allesamt polarisiert. Man sieht Polarisation im Himmel und auf Erden.

Fr 06. Juni 2014, 20 Uhr
Saturn am Abendhimmel (Volker Heinrich)
Saturn steht in diesen Monaten leicht sichtbar am abendlichen Himmel - ein guter Anlass sich mal wieder mit dem schönsten Planeten des Sonnensystems zu befassen. Das Saturnsystem bietet viel Abwechslung. 62 Monde, die faszinierenden Ringe und exotische Phänomene sorgen für ausreichend Gesprächsstoff. Und wir verraten Ihnen, warum Sie in nächster Zukunft den Saturn unbedingt anschauen sollten...

Fr 13. Juni 2014, 20 Uhr
Der dynamische Himmel - von Novae und Supernovae (Sebastian Heß)
Obwohl der Himmel zumeist gleich scheint, überrascht er uns manchmal mit scheinbar "neuen" Sternen. Die Ursache normaler "Novae"-Ereignisse ist der Massetransfer von einem Begleitstern auf einen Weißen Zwerg. Dabei kommt es zu regelmäßigen aber begrenzten Kernfusions-Reaktionen. Überschreitet der Weiße Zwerg dabei aber eine bestimmte Massegrenze, versagen die üblichen Kräfte. Es kommt zu thermonuklearen Explosionen, die das Doppelsternsystem zerstören und über Millionen Lichtjahre sichtbar werden.

Fr 20. Juni 2014, 20 Uhr
Das Echo des Urknalls (Zuzana Slavkovská)
Nach der Urknalltheorie entstand das Universum vor etwa 13,8 Milliarden Jahren aus einem extrem heißen und dichten Anfangszustand. Aber woher weiß man das? Das Weltraumteleskop Planck hat das Echo des Urknalls vermessen und das bisher schärfste Bild des jungen Universums aufgenommen. Es gibt mehr Galaxien, Sterne und Planeten, aber auch mehr mysteriöse Dunkle Energie als man vermutete.

Fr 27. Juni 2014, 20 Uhr
Kosmische Meterstäbe – Wie Astronomen Entfernungen messen (Klaus Sterlike)
Wie viele Kilometer sind es bis zur Sonne? Wie groß ist das Sonnensystem? Sind die Sterne wirklich so unglaublich weit von uns entfernt? Wie groß ist das Weltall? Die Antworten auf diese Fragen sind grundlegend für unser Bild vom Aufbau der Welt. Der Vortrag gibt einen Einblick in die spannende Geschichte der astronomischen Entfernungsmessung.

Fr 04. Juli 2014, 20 Uhr
Wie das Wasser auf die Erde kam (Volker Heinrich)
Wasser - der Quell des Lebens. Als das Leben das Land eroberte, da nahm es die lebensnotwendige Flüssigkeit einfach mit. Sie selbst bestehen zu 70 Gewichtsprozent aus Wasser. Und doch ist unklar, woher das Wasser unseres Planeten stammt. Wir beleuchten die verschiedenen Ansätze, diese "lebenswichtige" Frage zu klären.

Fr 11. Juli 2014, 20 Uhr
Die Himmelsscheibe von Nebra (Bruno Deiss)
Die vor einigen Jahren entdeckte bronzene "Himmelsscheibe" vom Mittelberg in Sachsen-Anhalt gilt als archäologische Sensation. Vor über 3600 Jahren entstand hier die weltweit erste "realistische" Abbildung des gestirnten Himmels: Sonne, Mond und Plejaden sind zu erkennen, Horizontbögen aus Goldblech geben die Morgen- und Abendweite des Sonnenlaufs wieder. Aber gibt es auch andere Deutungen und ist die Scheibe überhaupt echt?

Fr 18. Juli 2014, 20 Uhr
Schwarze Löcher und ihr dunkles Geheimnis (Martin Stammberger)
Obwohl Schwarze Löcher zu den großen Rätseln im Universum gehören, sind sie inzwischen "astronomischer Alltag". Supermassive Schwarze Löcher in galaktischen Zentren sind genauso selbstverständlich wie stellare Schwarze Löcher in Doppelsternsystemen. Doch immer wieder - zuletzt durch einen Artikel von Steven Hawking - zeigt sich, dass es mehr Fragen als Antworten gibt und dass Schwarze Löcher anscheinend doch nicht ganz so schwarz sind.

Fr 25. Juli 2014, 20 Uhr
Kosmische Photonen sammeln - Astrofotografie mit der Spiegelreflexkamera (Olaf Filzinger)
Digitalfotografie sei Dank, kann heute jeder Besitzer einer modernen Spiegelreflexkamera Astrofotografie betreiben. Einfache Bilder sind hier auch ohne teure Zusatzgeräte möglich, und gerade in der Urlaubszeit reisen viele an Orte, die einen richtig dunklen Nachthimmel bieten. Dass sich solche Aufnahmen lohnen, zeigt dieser Vortrag, der die Lernkurve von einfachen Aufnahmen ohne Nachführung bis zu lang belichteten Aufnahmen durch das Teleskop zeigt.
(Link zum Vortrag: hier (220 MB))

Fr 12. September 2014, 20 Uhr
Das astronomische zweite Halbjahr 2014 (Dietmar Bönning)
Auch im zweiten Halbjahr ist der astronomische Tisch am Himmel reichlich gedeckt und hält so manches interessante Ereignis für uns bereit. Egal, ob man mit bloßem Auge, Feldstecher oder einem kleinen Teleskop beobachtet: für alle Interessierte ist mal wieder reichlich "Schmackhaftes" dabei, über das dieser Vortrag informieren soll.

Fr 19. September 2014, 20 Uhr
NEOs - eine Gefahr für die Erde? (Volker Heinrich)
Near Earth Objects (NEO) sind kleine Himmelskörper, deren Umlaufbahnen sie nahe an die Erde heran führen. Üblicherweise passiert nichts - in seltenen Fällen kommt es jedoch zum Zusammenstoß beider Körper. Für das NEO bedeutet die Kollision das Ende seiner Existenz, für die Erde kommt es auf die Größe des Impaktors an. Im günstigsten Fall sehen irdische Augenzeugen eine spektakuläre Himmelserscheinung, im schlimmsten Fall die Apokalypse.

Fr 26. September 2014, 20 Uhr
Auf Asteroidenjagd am Taunus Observatorium (Stefan Karge)
Der Physikalische Verein in Frankfurt betreibt seit bald 20 Jahren eine Außensternwarte innerhalb des universitären Forschungsgeländes auf dem Kleinen Feldberg im Taunus. Eine spezielle Gruppe von Aktiven befasst sich dort mit der Entdeckung und Weiterverfolgung von Asteroiden innerhalb unseres eigenen Sonnensystems. Der Vortrag stellt zunächst die Taunus Sternwarte vor und berichtet anschließend von der nächtlichen Arbeit der erfolgreichen Asteroidenjäger.
(Link zum Vortrag: hier)

Fr 03. Oktober 2014, 20 Uhr
Feiertag - keine Veranstaltung

Fr 10. Oktober 2014, 20 Uhr
Deep Sky Astrofotografie (Sighard Schräbler)
So müssen sich im Jahre 1923 Edwin Hubble und Milton Humason auf der Mt. Wilson-Sternwarte gefühlt haben, als sie den Andromedanebel M31 mit dem 100 Zoll Hooker Spiegelteleskop auf Platte belichteten: Erstmals ließ sich der nebelige Fleck (wörtlich: Galaxie) in Einzelsterne auflösen. Damit war klar: der Andromedanebel ist eine extrem weit entfernte Ansammlung von Sternen und das Weltall damit deutlich größer als gedacht. Dank weitaus besserer Kameratechnik gelingt diese Abbildungsleistung heute mit Amateurgeräten.
(Vortragsfolien: hier)
(Video zum Vortrag: hier)

Fr 17. Oktober 2014, 20 Uhr
Steine und Sterne: prähistorische Astronomie (Bruno Deiss)
Mit Hilfe moderner Sondierungsmethoden wurden in neuester Zeit in Deutschland etliche im Boden verborgene Überbleibsel prähistorischer Bauwerke entdeckt, deren Orientierung nicht willkürlich zu sein scheint. Vermutlich wurden sie auf astronomisch bedeutsame Punkte am Horizont ausgerichtet. Diese aus Gräben, Stein- und Pfostenreihen bestehenden Anlagen dienten offenbar sakralen Zwecken: möglicherweise deuteten dort "Priesterastronomen" bestimmte Himmelsphänomene und legten Beginn und Ende von Epochen fest.

Fr 24. Oktober 2014, 20 Uhr
Fünfzig Jahre fast total unsymmetrische Welt (Friedrich W. Volck)
Gesichter sind mehr oder weniger symmetrisch und Schmetterlinge auch. Im Universum gibt es allem Anschein nach mehr Materie als Antimaterie.. Aber in welcher Weise hat das mit Symmetrie zu tun? Seit Mitte der 50er-Jahren wissen die Physiker, dass die Welt nicht symmetrisch ist und seit 1964, dass sie offenbar noch weniger symmetrisch ist - und das hat etwas zu tun mit Pinguinen.

Fr 31. Oktober 2014, 20 Uhr
Galileo Galilei - Begründer der modernen Naturwissenschaft (Dietmar Bönning)
Vor 450 Jahren in Pisa geboren, gilt er fast wie kein anderer seiner Zeitgenossen als Begründer der modernen Naturwissenschaften: Galileo Galilei. Als eines der letzten "Universalgenies" wird in ihm der emanzipatorische Kämpfer des forschenden Geistes gegenüber einer "reaktionären" Geisteshaltung gesehen. Galilei pochte darauf, dass Erkenntnisse aus Fragen an die Natur durch Experimente gewonnen werden, anstatt sie allein aus einem sich auf Autorität stützenden Glauben abzuleiten. Der Vortrag zeichnet das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes nach und beleuchtet sein Verhältnis zu den Mächtigen seiner Zeit.

Fr 07. November 2014, 20 Uhr
Dunkle Materie im Kosmos (Martin Stammberger)
Das Weltall ist nicht das, was wir glauben zu sehen. Es ist von einer geheimnisvollen, unsichtbaren Materieform erfüllt, deren Existenz sich nur durch die Schwerkraftwirkung nachweisen lässt. Dass "Dunkle Materie" im Universum existiert, gilt als sicher - aus was sie besteht, weiß niemand. Satelliten haben in letzter Zeit rätselhafte Signale aufgefangen, die möglicherweise von der Dunklen Materie stammen und das Rätsel lösen könnten.

Fr 14. November 2014, 20 Uhr
Als der Drache das Fliegen lernte - Bemannte Raumfahrt in China und Japan (Martin Bender)
Etwas unbeobachtet von den bekannten Größen auf dem Gebiet der bemannten Raumfahrt hat in Asien eine ganz eigene Entwicklung stattgefunden. Seit den 70er Jahren schicken China und Japan Satelliten und nun auch Menschen in den Weltraum. Während die Chinesen auf eigene Entwicklungen zu bemannten Flügen setzen, orientieren sich die Japaner an US-amerikanischer Technologie. Der Vortrag erläutert diese unterschiedlichen Strategien näher.

Fr 21. November 2014, 20 Uhr
Nukleare Uhren und das Alter des Universums (René Reifarth)
Die wohl bekannteste Methode zur Bestimmung des Alters des Universums beruht auf der gleichzeitigen Bestimmung von Entfernung und Geschwindigkeit weit entfernter kosmischer Ereignisse. Eine direktere Methode nutzt den zeitlichen Verlauf des Zerfalls radioaktiver Atomkerne. Grundvorraussetzung ist das genaue Verständnis der Produktion der Atomkerne in den Sternen als Funktion des galaktischen Zeitalters. Die dafür nötigen Reaktionsraten können in heutigen Laboren untersucht werden.

Fr 28. November 2014, 20 Uhr
Der eingefrorene Ur-Sound des Kosmos (Bruno Deiss)
Nach dem Urknall war das Universum erfüllt von einem heißen Plasma. Schallwellen erzeugten darin ein Muster von Verdichtungszonen: die Keime der ersten Sterne und Galaxien. Bis heute trägt die Verteilung der kosmischen Materie – der Galaxien - das eingefrorene Muster dieses „Ur-Sounds“ des Universums in sich und liefert wertvolle Informationen über das Wirken von Dunkler Materie und Dunkler Energie.

Fr 05. Dezember 2014, 20 Uhr
Rosetta – Rendezvous mit einem Kometen (Stefan Karge)
Rosetta, so heißt die wohl ehrgeizigste Kometensonde der Europäer. Ziel ist der Komet 67/P, der ab August 2014 durch Rosetta erforscht wird. Höhepunkt ist dabei die Landung auf der Kometenoberfläche, die für November 2014 geplant ist. Im Vortrag wird die Mission sowie der Forschungsschwerpunkt „Kometen“ näher vorgestellt. Natürlich sollen auch aktuellste Bilder dieser einzigartigen Begegnung gezeigt werden.

Fr 12. Dezember 2014, 20 Uhr
Ich sehe was, was du nicht siehst: das Licht (Friedrich W. Volck)
All unser Wissen über alles Himmlische – die Sonne, die Planeten, die Sterne, die Galaxien, den Urknall – verdanken wir dem Licht und alles, was wir sehen, sehen wir des Lichtes wegen. Einst dachte man, dass Licht Teilchenstrahlung sei, dann wiederum, dass es Wellen seien. Und seit Max Planck und Albert Einstein wissen wir, dass Licht weder das eine noch das andere ist - aber was ist es dann?

Fr 19. Dezember 2014, 20 Uhr
Der Stern von Bethlehem (Martin Stammberger)
Die Geburt Christi wurde - wenn man dem Matthäusevangelium Glauben schenkt - von einem hellen, geheimnisvollen Stern angekündigt und begleitet. Er wies den "Weisen aus dem Morgenland" den Weg nach Bethlehem. Möglicherweise lag dem Wunderstern ein reales astronomisches Ereignis zugrunde: ein Komet, eine seltene Planetenkonjunktion oder etwas ganz anderes? Das Rätsel ist bis heute noch nicht vollständig gelöst.

 

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