Astronomie am Freitag

 

 

Veranstaltungsort
Hörsaal BiK-F, Georg-Voigt-Str. 14-16, Frankfurt (Lageplan: hier)

Eintrittspreise
Vorträge Erwachsene
Ermäßigt
Familien (Eltern mit Kindern bis 18 J.)
Mitglieder
6,00 Euro
4,50 Euro
14,00 Euro
frei (werden Sie deshalb Mitglied!)
Keine Voranmeldung erforderlich

 

Vortragsprogramm
Januar - Dezember 2016
15. Januar Das astronomische erste Halbjahr 2016
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
22. Januar Erhellendes aus dem "Dunklen Zeitalter" Bruno Deiss
29. Januar Schwarze Löcher und gefährliche Asteroiden am Infrarot-Himmel Kathrin Göbel
05. Februar Brauchen wir die Relativitätstheorie? René Reifarth
12. Februar Materie im großen Stil – über Galaxienhaufen Dietmar Bönning
19. Februar Jupiter und Lichtenberg – Elektrizität im Himmel und auf Erden Friedrich W. Volck
26. Februar Welchen Einfluss hat der Mond auf die Erde? Stefan Karge
04. März Rosettas heißer Ritt Volker Heinrich
11. März Heiß und Kalt – Thermodynamik im Himmel und auf Erden Friedrich W. Volck
18. März Moonlight and More - Wissenschaftsnacht LUMINALE
25. März Karfreitag (keine Veranstaltung) keine Veranstaltung
01. April Von Regenbögen, Nachtleuchtenden Wolken und Polarlichtern Volker Heinrich
08. April Finsternisse in unserem Sonnensystem Martin Bender
15. April Auf Entdeckungsreise in NGC1333 Sighard Schräbler
22. April Von der Pasta zum CERN – Neutronensterne als kosmische Labore Christoph Langer
29. April Sind wir allein im Universum? Bruno Deiss
06. Mai Gravitationswellen – am Puls des Universums Kathrin Göbel
13. Mai Astrobiologie – Ursprung und Entwicklung des Lebens im Kosmos Jürgen Schaffner-Bielich
20. Mai Der Schein trügt – Optische Täuschungen im Himmel und auf Erden Martin Stammberger
27. Mai 2600 Jahre Sonnenfinsternis des Thales von Milet – Astronomie in der Antike Friedrich W. Volck
03. Juni Oh mein Gott – überall Planeten! Sebastian Heß
10. Juni Asteroseismologie – Vom inneren Klang der Sterne Bruno Deiss
17. Juni Weltraum-DART oder wie wehren wir gefährliche Asteroiden ab? Volker Heinrich
24. Juni Neutronensterne auf Kollisionskurs Matthias Hanauske
01. Juli Was ist los am Himmel? Astronomisches im 2. Halbjahr 2016
(Link zum Vortrag: hier)
Stefan Karge
08. Juli Warum müssen Sterne leuchten? Klaus Sterlike
15. Juli Schatten im Echo des Urknalls Bruno Deiss
02. September Die verlorene Dunkelheit – warum wir nachts die Sterne nicht mehr sehen Volker Heinrich
09. September Stau in der Milchstraße - wie entstehen die galaktischen Spiralarme? Bruno Deiss
16. September Warum ist es nachts dunkel? (Das Olbers’sche Paradoxon) Rainer Göhring
23. September Kometen - eine echt „coole“ Sache Stefan Karge
30. September Galileo Galilei und seine angebliche Saturnbeobachtung Bruno Deiss
07. Oktober ... denn die Sterne lügen nicht! Friedrich W. Volck
14. Oktober Wo sind denn alle? - Die Suche nach Leben in anderen Sonnensystemen Marvin Kohls
21. Oktober Karl Schwarzschild - Der letzte Universalastronom Martin Stammberger
28. Oktober Planet Erde - torkelnd durchs All Stefan Heckel
04. November Ferne Welten - im Reich der Galaxien Stefan Karge
11. November Von Wurmlöchern, Warpantrieben und Zeitreisen. Kosmologie für Science-Fiction Freunde Patrick Diel
18. November Kohlige Chondrite – Meteoriten als Zeitkapseln Volker Heinrich
25. November Auf der Suche nach den ersten Galaxien im Universum Stefan Fiebiger
02. Dezember Science versus Fiction 2, Neues über die Zukunft von heute und gestern Sighard Schräbler
09. Dezember Auf der Jagd nach Schwarzen Löchern Sebastian Heß
16. Dezember Der Stern von Bethlehem Friedrich W. Volck

 

Themenbeschreibung
Fr 15. Januar 2016, 20 Uhr
Das astronomische erste Halbjahr 2016 (Stefan Karge)
Auch das astronomische 1. Halbjahr 2016 steckt wieder voller spannender Ereignisse. Am Nachthimmel über Frankfurt glänzt im Frühjahr der Gasriese Jupiter, gefolgt von der Sommerparade mit dem roten Planeten Mars und seinem beringten Kollegen Saturn. Das Highlight allerdings erwartet uns am 9. Mai, wenn der Planet Merkur vor der Sonne vorbei zieht. Weitere Hinweise und Beobachtungstipps gibt es im Vortrag.
(Link zum Vortrag: hier)
MoFi
Bild: Y. Kitahara

Fr 22. Januar 2016, 20 Uhr
Erhellendes aus dem "Dunklen Zeitalter" (Bruno Deiss)
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Bild: Wolfram Freudling et al. (STECF),
ESO, ESA, NASA
In der Zeit zwischen 300.000 und 200 Millionen Jahren nach dem Urknall wurde es im Universum zunehmend dunkler: Die anfangs heiße kosmische Materie kühlte durch die allgemeine Expansion des Universums stark ab, und leuchtende Sterne hatten sich noch nicht gebildet. Die Erforschung der schwachen Reststrahlung aus dieser Zeit mit speziellen Weltraumteleskopen soll nun Licht in dieses „Dunkle Zeitalter“ bringen.

Fr 29. Januar 2016, 20 Uhr
Schwarze Löcher und gefährliche Asteroiden am Infrarot-Himmel (Kathrin Göbel)
Mit den Infrarot-Augen des Weltraumteleskops Wide-field Infrared Survey Explorer (WISE) wurden hunderte Millionen von Objekten entdeckt: neben entfernten Galaxien und kalten Sternen auch unzählige staubige Schwarze Löcher. Seit 2013 ist WISE nun auf der Suche nach erdnahen Objekten, sog. NEOs (Near-Earth Objects). NEOWISE hat mehr als 70 Kometen und 400 erdnahe Asteroiden gefunden, von denen uns einige gefährlich nahe kommen.
Allsky Telescope
Bild: NASA/JPL-Caltech

Fr 5. Februar 2016, 20 Uhr
Brauchen wir die Relativitätstheorie? (René Reifarth)
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Bild: Fred Stein Archiv, Wilton (USA)
Die Relativitätstheorie hat seit ihrer Entdeckung zu Beginn des vorigen Jahrhunderts jeden Test mit Bravour bestanden. Diese Tests wurden an exotischen Objekten wie Neutronensternen aber auch an scheinbar gewöhnlichen Sternen wie unserer Sonne durchgeführt. Es gibt allerdings auch eine ganze Reihe von Experimenten, die auf der Erde durchgeführt wurden und relativistische Effekte, die unseren Alltag unmittelbar betreffen.

Fr 12. Februar 2016, 20 Uhr
Materie im großen Stil – über Galaxienhaufen (Dietmar Bönning)
Die Erkenntnis, dass es im Universum ebenso viele Galaxien gibt, wie Sterne in unserer Milchstraße, ist noch keine 100 Jahre alt. Dabei scheint es sich um recht gesellige Objekte zu handeln, denn sie finden sich sehr häufig zu riesigen Materieansammlungen in Form von Galaxienhaufen zusammen. Der Vortrag wird diese Super-Strukturen im All unter die Lupe nehmen.
MoFi
Bild: Jean-Charles Cuillandre, CFHT

Fr 19. Februar 2016, 20 Uhr
Jupiter und Lichtenberg – Elektrizität im Himmel und auf Erden (Friedrich W. Volck)
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Bild: Friedrich W. Volck
Die Griechen, die Germanen und andere Völker stellten sich beim Gewitter einen Blitze schwingenden Gott vor. Im 18. Jahrhundert war die Physik mit der Erforschung der Elektrizität so weit, selbst Blitze herzustellen und so den Göttern den Blitz zu entreißen. Das war die Zeit der Aufklärung und in dieser Zeit entdeckte Wilhelm Herschel den Uranus und erweiterte unser Weltbild.


Fr 26. Februar 2016, 20 Uhr
Welchen Einfluss hat der Mond auf die Erde? (Stefan Karge)
Der Mond ist unser kosmischer Nachbar und der bislang einzige Himmelskörper, der von Menschen besucht wurde. Kein anderer Himmelskörper außer der Sonne hat einen direkteren Einfluss auf die Erde und ihre Bewohner. Am deutlichsten abzulesen ist die Wirkung des Mondes sicherlich am System Ebbe und Flut. Im Vortrag erfahren Sie weitere interessante Details rund um unseren kosmischen Nachbarn."
MoFi
Bild: Stefan Karge

Fr 4. März 2016, 20 Uhr
Rosettas heißer Ritt (Volker Heinrich)
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Bild: Esa / Rosetta
Seit August 2014 begleitet die Raumsonde Rosetta den Kometen 67/P Churyumov-Gerasimenko auf seinem Weg durch das Planetensystem. Neben spektakulären Bildern gibt es nun auch schon erste harte Fakten, die unser Wissen um diese Klasse von Himmelskörpern dramatisch erweitern und zum Teil auch verändern. Und die Auswertung der gesammelten Daten hat gerade mal begonnen... Erfahren Sie heute abend mehr über den Verlauf der Mission und ihre Ergebnisse.

Fr 11. März 2016, 20 Uhr
Heiß und Kalt – Thermodynamik im Himmel und auf Erden (Friedrich W. Volck)
Unsere Sonne hat eine Oberflächentemperatur von 6000 K und es gibt Sterne mit 50 000 K (Kelvin) und mehr. Im Zentrum der Sonne herrschen 15 Millionen K und als Roter Riese zehnmal so viel. Eingebettet sind das Sonnensystem und die ganze Milchstraße in eine Strahlung, die einer Temperatur von 3 K entspricht, wie das Weltraumteleskop PLANCK festgestellt hat.
MoFi
Bild: Friedrich W. Volck

Fr 18. März 2016, 19 -23 Uhr
Moonlight and More (Beitrag zur LUMINALE)
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Bild: NASA / Apollo12
Heute Abend findet kein regulärer Vortrag in der Reihe "Astronomie am Freitag" statt. Stattdessen laden wir Sie zu einer Sonderveranstaltung im Rahmen der LUMINALE ein: "Moonlight and More" - eine Wissenschaftsnacht zum Thema Licht gemeinsam mit dem Gymnasium Riedberg. Informationen dazu finden Sie hier (Link).
Bitte beachten Sie den Veranstaltungsort: Gymnasium Riedberg, Friedrich-Dessauer-Straße 2, 60438 Frankfurt Lageplan (hier)

Fr 25. März 2016, 20 Uhr
Karfreitag (keine Veranstaltung)

Fr 1. April 2016, 20 Uhr
Von Regenbögen, Nachtleuchtenden Wolken und Polarlichtern (Volker Heinrich)
Wie entsteht ein Regenbogen? Was ist ein Brockengespenst? Wann kann ich Haloerscheinungen sehen? Immer wieder kann man am Himmel Leuchterscheinungen wahrnehmen. Manche sind häufig und gehören zu unserem alltäglichen Erfahrungsschatz, andere treten nur bei ganz speziellen Situationen auf und können richtig unheimlich sein. Nur wenige Menschen kennen die genauen Ursachen dieser Himmelsphänomene - heute abend sollen es einige mehr werden...
Halo Feldberg
Bild: Volker Heinrich

Fr 8. April 2016, 20 Uhr
Finsternisse in unserem Sonnensystem (Martin Bender)
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Bild: Martin Bender
Von der Erde aus können wir Sonnen- und Mondfinsternisse, Planetentransite vor der Sonne, Vorübergänge von Monden vor Planeten und Planetenbedeckungen durch den Mond beobachten. Erst vor kurzem gab es in unseren Breiten eine Mondfinsternis, ein Merkurtransit steht kurz bevor. Im Vortrag wollen wir uns diese Finsternisse mal genauer anschauen und Erklärungen für diese außergewöhnlichen Himmelsereignisse finden.

Fr 15. April 2016, 20 Uhr
Auf Entdeckungsreise in NGC 1333 (Sighard Schräbler)
NGC 1333 ist ein Sternentstehungsgebiet, 1000 Lichtjahre entfernt in Richtung Perseus mit blauen und gelben Reflexionsnebeln, durchzogen von vorgelagerten, dunklen Molekülwolken. Dazu gibt es zahlreiche rote Herbig-Haro-Objekte, also Jets, die von jungen Sternen ausgehen. Obendrein haben nun Amateurastronomen vom astroteamCERES in dieser Umgebung einen veränderlichen Nebel entdeckt, in dem sich wie in Hubbles veränderlichem Nebel Lichtechos von Schattenwürfen ausbreiten.
NGC 1333
Bild: 4m Mayall Telescope, Kitt Peak/Arizona

Fr 22. April 2016, 20 Uhr
Von der Pasta zum CERN – Neutronensterne als kosmische Labore (Christoph Langer)
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Bild: NASA/Dana Berry
Neutronensterne sind faszinierende stellare Objekte, entstanden durch den Tod eines massereichen Sterns. Eine Reise in das Innere dieser kleinen Riesen enthüllt spannende Einblicke in extreme Materiezustände. Doch auch aus der Ferne betrachtet ergeben sich immer wieder neue herausfordernde Fragestellungen. Was hat die Spaghetti in der Pasta nun mit dem CERN zu tun? Im Neutronenstern finden wir die Antwort.

Fr 29. April 2016, 20 Uhr
Sind wir allein im Universum? (Bruno Deiss)
Die Entstehung und Entwicklung der Erde und des Menschen vollzog sich nach Naturgesetzen, die überall im Kosmos gelten. Dann sollte es auch auf anderen Planeten intelligente Lebewesen geben, die möglicherweise technisch sehr viel fortgeschrittener sind als wir. In den letzten Jahrzehnten wurden etliche Versuche unternommen, radio-astronomische Signale zu entdecken, die von außerirdischen intelligenten Wesen stammen könnten: Bislang jedoch erfolglos.
MoFi
Bild: NASA

Fr 6. Mai 2016, 20 Uhr
Gravitationswellen – am Puls des Universums (Kathrin Göbel)
Umeinander kreisende Neutronensterne, Schwarze Löcher oder Sternexplosionen erzeugen wellenartige Störungen von Raum und Zeit. Einstein hielt den Effekt für unbeobachtbar klein, doch im September 2015 wurden Gravitationswellen zum ersten Mal direkt gemessen! Der präziseste Zollstock der Welt, das Experiment LIGO, spürte das Signal zweier verschmelzender Schwarzer Löcher auf. Was zeigen die Daten und was dürfen wir in Zukunft erwarten?
Black Hole
Bild: NASA

Fr 13. Mai 2016, 20 Uhr
Astrobiologie – Ursprung und Entwicklung des Lebens im Kosmos (Jürgen Schaffner-Bielich)
Main Exoplanet
Bild: NASA/JPL-Caltech/Palomar Observatory
Wie ist das Leben auf der Erde entstanden? Gibt es außerirdisches Leben? Dies sind zentrale Fragestellungen der modernen Astrobiologie, ein interdisziplinärer Wissenschaftszweig zur Erforschung von Herkunft und Entwicklung des Lebens auf der Erde und möglicher extraterrestrischer Lebensformen. Hierbei verbindet sich Astrophysik mit Geowissenschaften, Chemie und Biologie. In der Präsentation wird eine Auswahl der aktuellen Entwicklung vorgestellt.

Fr 20. Mai 2016, 20 Uhr
Der Schein trügt – Optische Täuschungen im Himmel und auf Erden (Martin Stammberger)
Astronomische Beobachtungen werden letztendlich mit dem Auge gemacht, auch elektronisch erfasste Daten werden visualisiert. Optische Täuschungen zeigen aber, wie unvollkommen wir solche Informationen verarbeiten. Auch am Himmel gibt es optische Täuschungen, bekannteste Beispiele sind die Marskanäle oder das vergrößerte Mondbild in Horizontnähe. Anhand vieler erstaunlicher Täuschungen wird nach diesem Abend klar, dass Sie nicht alles glauben dürfen, was Sie sehen.
Vasengesicht
Bild: Martin Stammberger

Fr 27. Mai 2016, 20 Uhr
2600 Jahre Sonnenfinsternis des Thales von Milet – Astronomie in der Antike (Friedrich W. Volck)
Sonnenfinsternis 585 v.Chr.
Bild: Physikalischer Verein
Im Jahr 585 v.Chr. soll eine Sonnenfinsternis Weltgeschichte geschrieben haben, damals kämpften die Meder gegen die Lyder, als sich am helllichten Tag die Sonne verfinsterte. Die Parteien erschraken so, dass sie Frieden schlossen. Diese Sonnenfinsternis soll Thales von Milet vorhergesagt haben. Konnte er das? Hatte er das von den Babyloniern? Wieviel wussten die Alten von der genauen Bewegung der Gestirne?

Fr 3. Juni 2016, 20 Uhr
Oh mein Gott – überall Planeten! (Sebastian Heß)
Seit der Entdeckung von 51 Pegasi im Jahre 1995 begann eine wahre Jagd nach Exoplaneten. Obwohl nur kleine Bereiche des Himmels intensiv abgesucht werden, sind inzwischen mehrere tausend Exoplaneten bekannt. Inzwischen kennen wir auch terrestrische Planeten und sogar solche in der "lebensfreundlichen Zone". Selbst Exo-Atmosphären sind Gegenstand der Forschung. Methan oder Ozon wären ein Hinweis auf Leben im Weltraum.
Exoplaneten
Bild: NASA

Fr 10. Juni 2016, 20 Uhr
Asteroseismologie – Vom inneren Klang der Sterne (Bruno Deiss)
 resonating acoustic waves in the interior of a solar-like star
Bild: ESO
Sterne – so auch unsere Sonne – sind nichts anderes als selbstleuchtende Gaskugeln, die von der eigenen Schwerkraft zusammengehalten werden. Sie pulsieren und schwingen in charakteristischer Weise, abhängig davon wie der betreffende Stern im Inneren aufgebaut ist. Die Schwingungsmuster sind somit ein hervorragendes Diagnosemittel für die verborgene innere Struktur der Sterne. Mithilfe etlicher Satellitenmissionen versuchen Astronomen die winzigen Schwankungen zu erfassen.

Fr 17. Juni 2016, 20 Uhr
Weltraum-DART oder wie wehren wir gefährliche Asteroiden ab? (Volker Heinrich)
Asteroid bedroht die Erde – solche Schlagzeilen sieht man immer wieder. Dabei kennen wir gegenwärtig nicht einen einzigen bedrohlichen Himmelskörper. Aber das kann sich schon morgen ändern. NASA und ESA forschen an Konzepten für die Rettung der Welt. Worum geht es bei AIM, AIDA, und DART? Erfahren Sie heute Abend mehr.
AIDA-Mission
Bild: ESA

Fr 24. Juni 2016, 20 Uhr
Neutronensterne auf Kollisionskurs (Matthias Hanauske)
Neutronensterne
Bild: SkyWorks Digital Inc., Dana Berry
Neutronensterne sind extrem: bei einem Durchmesser von lediglich 20 Kilometern vereinen sie eine Masse von 500.000 Erdmassen. Geboren werden diese faszinierenden stellaren Objekte in Supernova-Explosionen. Einige der als Radiopulsare sichtbaren Neutronensterne rotieren im Zweiersystem umeinander, wobei sie sich immer mehr annähern - und schließlich kollidieren und verschmelzen. Dabei wird eine enorme Energie in Form von Gammastrahlen-Blitzen und Gravitationswellen freigesetzt.

Fr 1. Juli 2016, 20 Uhr
Was ist los am Himmel? Astronomisches im 2. Halbjahr 2016 (Stefan Karge)
Das astronomische 2. Halbjahr 2016 steckt wieder voller spannender Ereignisse. Vom jahreszeitlichen Wandel der Himmelsbühne über ergiebige Sternschnuppennächte bis zu interessanten Planetenkonstellationen ist wieder alles dabei. Am sommerlichen Nachthimmel über Frankfurt glänzen der rote Planet Mars und sein beringter Kollege Saturn. Weitere Hinweise und Beobachtungstipps gibt es im Vortrag. Es gibt viel zu beobachten - schauen wir es uns an.
(Link zum Vortrag: hier)
Saturn
Bild: Cassini

Fr 8. Juli 2016, 20 Uhr
Warum müssen Sterne leuchten? (Klaus Sterlike)
PlejadenBild: Mario Weigand
Seit vielen tausenden von Jahren fasziniert uns Menschen der leuchtende Sternhimmel. Aber warum gibt es überhaupt Sterne und warum leuchten diese? Welche physikalischen Gesetze bestimmen das „Leben“ der Sterne? Begleiten Sie den Referenten auf seiner Reise ins Reich der Sterne und erfahren Sie etwas über den Lebensweg eines Sterns.

Fr 15. Juli 2016, 20 Uhr
Schatten im Echo des Urknalls (Bruno Deiss)
Das Universum wird durchdrungen von der kosmischen Hintergrundstrahlung – dem Echo des Urknalls. Das gesamte Universum ist aber auch erfüllt von einem heißen ionisierten Gas, das sich in Galaxienhaufen verdichtet und damit die Hintergrundstrahlung stellenweise streut und verdunkelt. Die vorhergesagten Schattenflecken wurden mit dem europäischen PLANCK-Satelliten erstmals entdeckt. Damit konnte die Verteilung der Galaxienhaufen im Kosmos auf neue Weise bestimmt werden.
Planck
Bild: Antonio C. da Silva

Fr 2. September 2016, 20 Uhr
Die verlorene Dunkelheit – warum wir nachts die Sterne nicht mehr sehen (Volker Heinrich)
PlejadenBild: Todd Carlson/international darksky organisation darksky.org
Als der Weltatlas der Lichtverschmutzung in diesem Jahr veröffentlicht wurde, stellten die beteiligten Forscher nüchtern fest, dass 80% der Menschheit (in Europa 99%) unter einem Himmel lebt, der auch nachts beleuchtet ist. Gut ein Drittel kann die Milchstraße nicht mehr erkennen, weil ihre Umgebung zu hell erleuchtet ist. Es ist Zeit für einen Faktencheck!


Fr 9. September 2016, 20 Uhr
Stau in der Milchstraße - wie entstehen die galaktischen Spiralarme? (Bruno Deiss)
Große Spiralgalaxien erscheinen uns als die typischen Vertreter von Galaxien, den Sterneninseln mit jeweils etwa 100 Milliarden Sternen. Spiralarme gibt es jedoch nur in den flachen, scheibenförmigen, rotierenden Sternsystemen, nicht aber in den eher kugelförmigen. Verwirrenderweise gibt es unterschiedliche Spiralarmtypen, deren genaue Entstehungsursachen bislang noch unbekannt sind. Allerdings sind galaktische Spiralarme und Verkehrsstaus auf der Autobahn durchaus von ähnlicher Natur.
NGC6814
Bild: Judy Schmidt/ESA/Hubble&NASA

Fr 16. September 2016, 20 Uhr
Warum ist es nachts dunkel? (Rainer Göhring)
MilchstrasseBild: Sighard Schräbler, Physikalischer Verein
Das Olbers’sche Paradoxon
Man kann diese Frage als dumme „Kinderfrage“ abtun. Trotzdem haben sich seit Jahrhunderten Astronomen mit dieser Frage beschäftigt und immer ist der Versuch, eine Lösung für dieses Problem zu finden, mit der jeweiligen Kosmologie verbunden. In dem Vortrag soll über das Leben des Bremer Arztes und Astronomen Wilhelm Olbers und über die Geschichte des Paradoxons bis heute berichtet werden.

Fr 23. September 2016, 20 Uhr
Kometen - eine echt „coole“ Sache (Stefan Karge)
Kometen gehören zu den ältesten Himmelskörpern im Sonnensystem. Hin und wieder besucht einer von ihnen das innere Sonnensystem und wir können den typischen Kometenschweif bewundern. Aber was sind Kometen? Antworten liefern Teleskopbeobachtungen sowie diverse Satellitenmissionen, die interessante Erkenntnisse erbrachten. Im Fokus steht auch die erfolgreiche europäische Mission Rosetta zum Komet 67P, die in diesen Tagen zu Ende geht.
Hale-Bopp
Bild: Stefan Karge, Physikalischer Verein

Fr 30. September 2016, 20 Uhr
Galileo Galilei und seine angebliche Saturnbeobachtung (Bruno Deiss)
GalileoBild: nmm.ac.uk
Galileo Galilei gilt als genialer Verfechter des damals neuen Kopernikanischen Weltbildes: die Sonne sei das Zentrum der Welt und die Erde nur ein Planet unter anderen. Wie aber beweisen? Dazu nutzte er seine sensationellen Teleskop-Entdeckungen - und offenbar auch Tricks: er vermeldete eine „beobachtete“ Saturnkonstellation vom Sommer 1612, die für seine Beweisführung notwendig, nach heutiger Kenntnis aber astronomisch unmöglich war.

Fr 7. Oktober 2016, 20 Uhr
... denn die Sterne lügen nicht! (Friedrich W. Volck)
Jede Frau kann ein Wassermann sein, jeder Mann eine Jungfrau, wenn es nach den Sternen und der Sonne geht. Doch was bedeutet es, ein Skorpion zu sein? Welche Rolle spielt für unseren Charakter der Aszendent? Kann man den negativen Teil der eigenen Persönlichkeit damit erklären, dass man die Venus im 1. Haus hat, oder unter einer Merkur-Saturn-Opposition das Licht der Welt erblickte?
Horoskop
Bild: Friedrich W. Volck, Physikalischer Verein

Fr 14. Oktober 2016, 20 Uhr
Wo sind denn alle? - Die Suche nach Leben in anderen Sonnensystemen (Marvin Kohls)
Extrasolar planet orbiting very close to its host star (illustration)Bild: ESA, NASA
Viele Menschen verbinden mit dem Begriff des "Außerirdischen" meist den einer überlegenen kosmischen Zivilisation. Doch wie gestaltet sich außerirdisches Leben wirklich? Wie könnte es von der Erde aus überhaupt entdeckt werden? Der Vortrag behandelt die aktuelle Suche nach Leben auf Planeten, die andere Sterne umkreisen. Und es wird aufgezeigt, warum uns außerirdisches Leben letzten Endes doch sehr vertraut vorkommen könnte.

Fr 21. Oktober 2016, 20 Uhr
Karl Schwarzschild - Der letzte Universalastronom (Martin Stammberger)
Einer der letzten Wissenschaftler, der auf dem gesamten Gebiet der Astronomie arbeitete, war der Frankfurter Karl Schwarzschild (1873-1916). Von der Relativitätstheorie und Schwarzen Löchern bis zur Sternzählung sind seine Forschungen bis heute richtungweisend. Fotografen kennen den "Schwarzschildeffekt" des Filmmaterials. Das viel zu kurze Leben und vor allem das Werk dieses bedeutenden Sohns unserer Stadt sind Gegenstand des Vortrags.
Raumkrümmung
Bild: gemeinfrei

Fr 28. Oktober 2016, 20 Uhr
Planet Erde – torkelnd durchs All (Stefan Heckel)
Planet Erde - Blue MarbelBild: ESA, NASA
Wer glaubt, dass unser Heimatplanet im Sonnensystem eine ruhige Kugel schiebt, irrt gewaltig. Vielmehr torkeln wir nur so durchs All! Neben der Erdachse unterliegt aber auch das Klima astronomisch bedingten Schwankungen und selbst das Erdmagnetfeld ist alles andere als stabil. In diesem Vortrag möchten wir uns unseren wankelmütigen Planeten einmal genauer anschauen.

Fr 4. November 2016, 20 Uhr
Ferne Welten - im Reich der Galaxien (Stefan Karge)
Galaxien sind riesige Ansammlungen aus Milliarden von Sternen. Diese Sternsysteme nehmen verschiedene Formen an. Die Bandbreite reicht von Spiralen ähnlich unserer Milchstraße bis hin zu elliptischen Riesengalaxien. Da es Galaxien gern gesellig mögen, bleiben enge Kontakte und Kollisionen von wahrhaft galaktischen Ausmaßen nicht aus. Begleiten Sie mich bei einer bildreichen Reise durch das Reich der Galaxien.
NGC 4013
Bild: NOAO

Fr 11. November 2016, 20 Uhr
Von Wurmlöchern, Warpantrieben und Zeitreisen. Kosmologie für Science-Fiction Freunde (Patrick Diel)
WormholeBild: Astrofoto/van Ravenswaay
In der Science-Fiction Literatur sind sie allgegenwärtig: Wurmlöcher durch die man in Sekunden von einer Seite der Galaxie zur anderen reisen kann. Reisen durch die Zeit. Raumschiffe die schneller fliegen als das Licht. Leben in Paralleluniversen. Vor dem Hintergrund populärer Science Fiction Serien und Literatur werden diesem Vortrag die astronomischen und kosmologischen Hintergründe derartiger Phänomen erläutert.

Fr 18. November 2016, 20 Uhr
Kohlige Chondrite – Meteoriten als Zeitkapseln (Volker Heinrich)
Spuren der Supernova, die unser Planetensystem entstehen ließ, die älteste und ursprünglichste Materie unserer Welt, komplexe organische Moleküle bis hin zu Lebensbausteinen und Nährstoffen für Lebensprozesse – all das findet man im Meteoritentyp der kohligen Chondrite. Forscher versuchen zu enträtseln, was diese Rosetta-Steine aus der Frühzeit unseres Sonnensystems uns über seine Entstehung und die Entwicklung des Lebens auf der Erde verraten.
Callahan Cover Illustration
Bild: NASA Goddard Space Flight Center/Chris Smith

Fr 25. November 2016, 20 Uhr
Auf der Suche nach den ersten Galaxien im Universum (Stefan Fiebiger)
Hubble-FrontierBild: NASA / ESA / HST Frontier Fields Team / STScI
Die ersten Galaxien entstanden vermutlich etwa 400 Mio. Jahre nach dem Urknall. Der genaue Entstehungsprozess ist aber immer noch unklar. Neueste Beobachtungen mit dem Hubble Weltraumteleskop deuten nun an, dass Galaxien womöglich schon früher existierten als bislang angenommen. Aber welchen Einfluss hatten diese frühen Galaxien auf unser Universum? Und wie verändern sie unser Bild von dessen Entwicklung?

Fr 2. Dezember 2016, 20 Uhr
Science versus Fiction 2, Neues über die Zukunft von heute und gestern (Sighard Schräbler)
Maschinen beginnen durch künstliche Intelligenz die Umgebung zu verstehen, die Lebenswissenschaften stehen vor der Entschlüsselung der Proteinfaltung, fortgeschrittene Energietechnik wird uns unvernünftig viel Energie zur Verfügung stellen, neue Instrumente liefern ungeahnte Einblicke in die Natur und Welten warten darauf entdeckt und besucht zu werden - Es ist noch nicht ganz die Zeit, aber all das wartet im besten Fall auf uns.
Proteinfaltung
Bild: DARPA fold.it

Fr 9. Dezember 2016, 20 Uhr
Auf der Jagd nach Schwarzen Löchern (Sebastian Heß)
Black HoleBild: NASA JPL/Caltech/ STScI
Schwarze Löcher sind ein beliebtes Thema der Science Fiction Literatur. Was steckt hinter dem Begriff der Singularität von Raum und Zeit? Kann man Schwarze Löcher überhaupt beobachten und laufen wir Gefahr, eines Tages von einem Schwarzen Loch verschluckt zu werden? Der Vortrag gibt einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und zeigt, mit welchen Mitteln Wissenschaftler und Kleinteleskopbesitzer auf die Jagd gehen.

Fr 16. Dezember 2016, 20 Uhr
Der Stern von Bethlehem (Friedrich W. Volck)
Und siehe, der Stern den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen her ... so berichtet der Evangelist Matthäus von den drei Weisen aus dem Morgenland. So stellt sich die Frage: wann soll es gewesen sein und gab es einen Stern, ein astronomisches Ereignis, das die Sternkundigen aus dem Morgenlande auf den Weg brachte? Ein Komet, eine Supernova, ein ...?
Schrein
Bild: Friedrich W.Volck, Physikalischer Verein