Volkssternwarte Frankfurt des Physikalischen Vereins
Astronomie in Rhein-Main

Veranstaltungsreihe: "Astronomie am Freitag"

Das aktuelle Programm finden Sie hier: Aktuelles Programm

Vortragsprogramm September - Dezember 2006
Fr. 01.09. 20:00 Uhr Das astronomische 2. Halbjahr 2006 Stefan Karge
Fr. 08.09. 20:00 Uhr Was blinkt denn da? - Satelliten am Nachthimmel Volker Heinrich
Fr. 15.09. 20:00 Uhr Goethe gegen Newton - welche Farbenlehre stimmt denn nun? Martin Stammberger
Fr. 22.09. 20:00 Uhr Polarisation im Himmel und auf Erden Friedrich W. Volck
Fr. 29.09. 20:00 Uhr Venus Express - Neues vom Planeten der Liebe Alessandro Brillante
Fr. 06.10. 20:00 Uhr Die Sternennacht - van Gogh und das Firmament Bruno Deiss
Fr. 13.10. 20:00 Uhr Nebensonnen, Mondhöfe und Regenbogen: atmosphärische Erscheinungen Martin Stammberger
Fr. 20.10. 20:00 Uhr Der Herbststernhimmel - von Helden und schönen Frauen Volker Heinrich
Fr. 27.10. 20:00 Uhr Eta Carinae - wenn Sterne aus der Fassung geraten Fabiano Pinto
Fr. 03.11. 20:00 Uhr Wie Kerzenlicht durch Horn betrachtet: der Große Andromedanebel Stefan Karge
Fr. 10.11. 20:00 Uhr Dunkle Materie - gibt es sie wirklich? Nicole Nesvadba
Fr. 17.11. 20:00 Uhr Kreisel im Himmel und auf Erden Friedrich W. Volck
Fr. 24.11. 20:00 Uhr Vulkanismus im Planetensystem Brigitte Peglow
Fr. 01.12. 20:00 Uhr Kriminelles aus der Geschichte der Astronomie -
von Mördern, Fälschern und Betrügern
Patrick Diel
Fr. 08.12. 20:00 Uhr Beobachten mit ferngesteuerten Teleskopen für jedermann Sighard Schräbler
Fr. 15.12. 20:00 Uhr Der Stern von Bethlehem Bruno Deiss
Fr. 19.01. 20:00 Uhr Das astronomische 1. Halbjahr 2007 Stefan Karge


Archiv: Vortragsprogramme der Halbjahre 2006/1, 2005/2, 2005/1, 2004/2, 2004/1
Frühere Vortragsprogramme
Jan. - Juli 2006
Sept. - Dez. 2005
Jan. - Juli 2005
Sept. - Dez. 2004
Jan. - Juli 2004
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Vortragsprogramm Januar - Juli 2006 (Kurztexte)
Fr 01.09., 20 Uhr: Das astronomische 2. Halbjahr 2006

    Die Nächte werden wieder länger, während sich das Sommerdreieck langsam dem Horizont zu neigt. Neben Beobachtungstipps für kleine Teleskope steht aber unser Sonnensystem wieder im Mittelpunkt. Eine Mondfinsternis Anfang September sowie die Leoniden und Geminiden sorgen für ein himmlisches Spektakel. Highlight im Dezember ist Saturn. Neue Bilder der Mission „Cassini“ werden gezeigt. Faszinierende Einblicke in die Saturnwelt und seinen zahlreichen Monden erwarten uns. Schauen wir es uns an.

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Fr. 08. 09., 20 Uhr: Was blinkt denn da? - Satelliten am Nachthimmel

    Ende der 50er Jahre wurden Astronomen in aller Welt mit einem neuen Himmelsphänomen konfrontiert. Die ersten künstlichen Himmelskörper bevölkerten den Nachthimmel - und sorgten für Verdruss. Immer, wenn die stundenlang belichtete Astroaufnahme von einer hässlichen Satellitenspur gekreuzt wurde, stiegen bittere Flüche gen Nachthimmel. Dass es in den Sommermonaten allerdings auch ganz reizvoll sein kann, Satelliten zu beobachten soll ihnen dieser Vortrag beweisen.

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Fr. 15. 09., 20 Uhr: Goethe gegen Newton - welche Farbenlehre stimmt denn nun?

    Die Sterne leuchten in unterschiedlichen Farben. Mars ist rot, unsere Erde nennt man den "blauen Planeten". Das Universum ist voller Farben. Doch was sind Farben eigentlich? Goethe bezeichnete seine Farbenlehre als eines seiner wichtigsten Werke. Newtons Anhänger vertraten eine andere Auffassung. Anlass genug, um sich einmal damit zu befassen. Es sind ja auch Farben, die uns in Verbindung mit der Spektralanalyse Auskunft über Temperaturen und Zusammensetzung der Sterne liefern.

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Fr. 22. 09., 20 Uhr: Polarisation im Himmel und auf Erden

    Menschen können polarisieren, aber auch Kristalle. Bei der Lichtstreuung wird polarisiert: So ist das Himmelsblau teilweise polarisiert - eine Tatsache, die schon die Wikinger zur Navigation nutzten und auch von Bienen genutzt wird. Die Hintergrundstrahlung, die uns vom Urknall erreicht, das reflektierte Licht von einem klaren See und das Licht von Pulsaren sind allesamt polarisiert. Man sieht Polarisation im Himmel und auf Erden.

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Fr. 29. 09., 20 Uhr: Venus Express - Neues vom Planeten der Liebe

    12 Jahre nach dem Verglühen der letzten Venus Sonde Magellan, die mit einem Radar 98 % der Venusoberfläche kartographierte, hat die erste europäische Sonde zur Venus am 11. 04. 06 ihr Ziel erreicht. Ausgestattet mit sieben leicht modifizierten Instrumenten, die bereits für Mars Express und Rosetta entwickelt wurden, soll sie die Atmosphäre unseres Schwesterplaneten erforschen. Ist die Venus seismisch aktiv? Wieso rotiert die Venusatmosphäre so schnell? Besitzt die Venus ein schwaches Magnetfeld? Diese und ähnliche Fragen soll Venus Express beantworten.

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Fr. 06. 10., 20 Uhr: Die Sternennacht - van Gogh und das Firmament

    Seine Bilder gelten als eine Mischung aus Genialität und visionären Wahnvorstellungen. Weniger bekannt ist, dass Vincent van Gogh sich selbst als Realist verstand. Gerade seine Bilder mit dem nächtlichen Sternenhimmel verraten seinen Hang zur Wirklichkeitstreue. Anhand der abgebildeten Sternkonstellationen, der Stellung des Mondes oder der Venus lassen sich etliche Gemälde auf Tag und Stunde genau datieren.

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Fr. 13. 10., 20 Uhr: Nebensonnen, Mondhöfe und Regenbogen: atmosphärische Erscheinungen

    Jeder freut sich am Regenbogen. Doch seine genaue Entstehung ist vielen unbekannt, noch heute glauben einige, dass an seinem Ende ein Schatz zu finden ist... Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von seltsamen Himmelserscheinungen, die durch die Atmosphäre verursacht werden. Geisterhafte Schatten, Brockengespenster und die Fata Morgana narren den Beobachter. In diesen Phänomenen steckt jedoch eine Menge Wissenschaft!

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Fr. 20. 10., 20 Uhr: Der Herbststernhimmel - von Helden und schönen Frauen

    Der jahreszeitliche Wandel des Sternhimmels lässt uns dieser Tage die Sternbilder der Herbstsaison betrachten. Wir wollen heute einen weiten Bogen schlagen vom Anblick mit dem bloßen Auge über die Mythen der Herbststernbilder bis hin zu besonderen Objekten für den Beobachter. Warum darin ein griechischer Held, ein Ungeheuer und die schöne Tochter eines abessinischen Königspaares tragende Rollen spielen, können sie an diesem Abend selbst herausfinden.

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Fr. 27. 10., 20 Uhr: Eta Carinae - wenn Sterne aus der Fassung geraten

    Astronomisches Kopfzerbrechen seit über 150 Jahren: Mitte des 19. Jahrhunderts strahlte Eta Carinae für 50 Jahre als der zweithellste Stern am Nachthimmel. Heute glimmt dort nur noch ein schwaches Lichtlein. Dass diese vornehme Zurückhaltung trügt zeigen neue Beobachtungen: Eta Carinae erweist sich immer mehr als Paradebeispiel für eine Klasse supermassiver, instabiler Riesensonnen mit spektakulären Energie- und Materieausbrüchen. Im Licht dieser Exoten beginnen die Astronomen zu verstehen, was es heißt, wenn Sterne ihre Fassung verlieren.

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Fr. 03. 11., 20 Uhr: Wie Kerzenlicht durch Horn betrachtet: der Große Andromedanebel

    Ein Nebelfleck im Sternbild Andromeda - und darüber einen ganzen Vortrag? Erst Anfang des vergangenen Jahrhunderts war es möglich, die wahre Natur dieses „Nebels“ zu entschlüsseln. Der unscheinbare Nebel entpuppte sich als gewaltiges Sternsystem - und das alles in unserer kosmischen Nachbarschaft. Für uns ein Grund mehr, diese Galaxie zu erforschen. Aber nicht nur die Hightech-Forschung unserer Tage hält einige Überraschungen zu diesem faszinierenden Objekt bereit - mehr dazu im Vortrag.

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Fr. 10. 11., 20 Uhr: Dunkle Materie - gibt es sie wirklich?

    Forscher haben sich damit abgefunden: Nur ein winziger Bruchteil aller Materie im All ist "sichtbar", der bei weitem größte Teil besteht aus der mysteriösen "Dunklen" Materie. Niemand weiß so recht, woraus sie besteht. "Normale" Materie (wie ausgebrannte Sterne oder Planeten) scheiden als Erklärung aus, und alternative Ideen, etwa eine kleine Änderung der Gravitation, sind genau betrachtet auch keine Hilfe. Woher wir das alles wissen? Das wird der Vortrag erhellen.

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Fr. 17. 11., 20 Uhr: Kreisel im Himmel und auf Erden

    Wir Erdenmenschen haben den Eindruck, die gradlinige Bewegung sei die natürliche Bewegung und dabei dreht sich im Kosmos fast alles um alles. Die Erde dreht sich um die eigene Achse und um die Sonne, die Sonne um das Zentrum der Milchstraße, und die Milchstraße wieder um das Zentrum des Lokalen Gruppe ... Manchmal geht das recht gemächlich und manchmal mit tausend Umdrehungen pro Sekunde.

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Fr. 24. 11., 20 Uhr: Vulkanismus im Planetensystem

    Vulkanausbrüche versetzen die Menschen immer wieder in Angst und Schrecken wegen ihrer zerstörerischen Gewalt. Ihre Aktivitäten zeigen uns deutlich wie es im Erdinnern auch heute noch brodelt. Wie aber entstehen Vulkane? Gibt es sie nur auf der Erde? Kann man ihre Ausbrüche voraussagen? Andere Planeten und Monde zeigen ähnliche Phänomene. Über ihre derzeitige Erforschung soll in diesem Vortrag berichtet werden.

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Fr. 01. 12., 20 Uhr: Kriminelles aus der Geschichte der Astronomie -
von Mördern, Fälschern und Betrügern

    Betrug und Fälschung haben in der Wissenschaft eine lange und unrühmliche Tradition. Hiervon macht auch die Geschichte der Astronomie und Physik keine Ausnahme. Hat Johannes Keppler Tycho Brahe umgebracht? Welche dramatischen Begleitumstände waren mit der Entdeckung von Neptun verbunden? Wie war das mit der kalten Kernfusion und was sind N-Strahlen? Bei einer genauen Betrachtung gleichen viele historische Ereignisse dieser Wissenschaften einer dramatischen Detektivgeschichte.

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Fr. 08. 12., 20 Uhr: Beobachten mit ferngesteuerten Teleskopen für jedermann

    Es ist ein bekanntes Dilemma: Ein guter Himmel ist durch nichts zu ersetzen, aber fotografisch kann nur eine minimale Ausrüstung die Flugreise antreten. Greifen Sie für geringes Geld oder sogar kostenlos auf Teleskope von 30 cm bis 2 m Durchmesser unter bestem Himmel zu. Alles was Sie dafür brauchen, ist eine E-mail-Adresse, ein Webbrowser und Grundkenntnisse der Bildbearbeitung.

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Fr. 15. 12., 20 Uhr: Der Stern von Bethlehem

    Das Matthäusevangelium erzählt von einem geheimnisvollen Stern, der vor etwa 2000 Jahren sternkundigen "Weisen aus dem Morgenland" den Weg nach Bethlehem zur Geburtsstätte Christi gezeigt haben soll. War es ein Komet, eine Supernova oder eine seltene dreifache Konjunktion von Jupiter und Saturn? Bis heute ist die Auseinandersetzung über den Stern der Weisen nicht beendet.

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