Fr 01.09., 20 Uhr:
Das astronomische 2. Halbjahr 2006
Die Nächte werden wieder länger, während sich das
Sommerdreieck langsam dem Horizont zu neigt.
Neben Beobachtungstipps für kleine Teleskope
steht aber unser Sonnensystem wieder im Mittelpunkt.
Eine Mondfinsternis Anfang September sowie die
Leoniden und Geminiden sorgen für ein himmlisches
Spektakel. Highlight im Dezember ist Saturn. Neue
Bilder der Mission „Cassini“ werden gezeigt.
Faszinierende Einblicke in die Saturnwelt und seinen
zahlreichen Monden erwarten uns. Schauen wir es uns
an.
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Fr. 08. 09., 20 Uhr:
Was blinkt denn da? - Satelliten am Nachthimmel
Ende der 50er Jahre wurden Astronomen in aller Welt mit einem neuen Himmelsphänomen
konfrontiert. Die ersten künstlichen Himmelskörper bevölkerten den Nachthimmel - und
sorgten für Verdruss. Immer, wenn die stundenlang belichtete Astroaufnahme von einer
hässlichen Satellitenspur gekreuzt wurde, stiegen bittere Flüche gen Nachthimmel.
Dass es in den Sommermonaten allerdings auch ganz reizvoll sein kann, Satelliten zu
beobachten soll ihnen dieser Vortrag beweisen.
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Fr. 15. 09., 20 Uhr:
Goethe gegen Newton - welche Farbenlehre stimmt denn nun?
Die Sterne leuchten in unterschiedlichen Farben. Mars ist rot, unsere Erde nennt man den
"blauen Planeten".
Das Universum ist voller Farben. Doch was sind Farben eigentlich? Goethe bezeichnete
seine Farbenlehre
als eines seiner wichtigsten Werke. Newtons Anhänger vertraten eine andere Auffassung.
Anlass genug,
um sich einmal damit zu befassen. Es sind ja auch Farben, die uns in Verbindung mit der
Spektralanalyse
Auskunft über Temperaturen und Zusammensetzung der Sterne liefern.
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Fr. 22. 09., 20 Uhr:
Polarisation im Himmel und auf Erden
Menschen können polarisieren, aber auch Kristalle. Bei der Lichtstreuung wird polarisiert: So
ist das Himmelsblau teilweise polarisiert - eine Tatsache, die schon die Wikinger
zur Navigation nutzten und auch von Bienen genutzt wird. Die
Hintergrundstrahlung, die uns vom Urknall erreicht, das reflektierte Licht von einem
klaren See und das Licht von Pulsaren sind allesamt polarisiert. Man sieht Polarisation im Himmel und auf Erden.
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Fr. 29. 09., 20 Uhr:
Venus Express - Neues vom Planeten der Liebe
12 Jahre nach dem Verglühen der letzten Venus Sonde Magellan, die mit einem Radar 98 %
der Venusoberfläche kartographierte, hat die erste europäische Sonde zur Venus am 11.
04. 06 ihr Ziel erreicht. Ausgestattet mit sieben leicht modifizierten Instrumenten, die
bereits für Mars Express und Rosetta entwickelt wurden, soll sie die Atmosphäre
unseres Schwesterplaneten erforschen. Ist die Venus seismisch aktiv? Wieso rotiert die
Venusatmosphäre so schnell? Besitzt die Venus ein schwaches Magnetfeld? Diese und
ähnliche Fragen soll Venus Express beantworten.
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Fr. 06. 10., 20 Uhr:
Die Sternennacht - van Gogh und das Firmament
Seine Bilder gelten als eine Mischung aus Genialität und visionären Wahnvorstellungen.
Weniger bekannt ist,
dass Vincent van Gogh sich selbst als Realist verstand. Gerade seine Bilder mit dem
nächtlichen
Sternenhimmel verraten seinen Hang zur Wirklichkeitstreue. Anhand der abgebildeten
Sternkonstellationen,
der Stellung des Mondes oder der Venus lassen sich etliche Gemälde auf Tag und Stunde
genau datieren.
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Fr. 13. 10., 20 Uhr:
Nebensonnen, Mondhöfe und Regenbogen: atmosphärische Erscheinungen
Jeder freut sich am Regenbogen. Doch seine genaue Entstehung ist vielen unbekannt, noch
heute glauben
einige, dass an seinem Ende ein Schatz zu finden ist... Darüber hinaus gibt es eine
Vielzahl von seltsamen Himmelserscheinungen, die durch die Atmosphäre verursacht
werden. Geisterhafte Schatten, Brockengespenster und die Fata Morgana narren den
Beobachter. In diesen Phänomenen steckt jedoch eine Menge Wissenschaft!
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Fr. 20. 10., 20 Uhr:
Der Herbststernhimmel - von Helden und schönen Frauen
Der jahreszeitliche Wandel des Sternhimmels lässt uns dieser Tage die Sternbilder der
Herbstsaison betrachten. Wir wollen heute einen weiten Bogen schlagen vom Anblick mit
dem bloßen Auge über die Mythen der Herbststernbilder bis hin zu besonderen Objekten
für den Beobachter. Warum darin ein griechischer Held, ein Ungeheuer und die schöne
Tochter eines abessinischen Königspaares tragende Rollen spielen, können sie an diesem
Abend selbst herausfinden.
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Fr. 27. 10., 20 Uhr:
Eta Carinae - wenn Sterne aus der Fassung geraten
Astronomisches Kopfzerbrechen seit über 150 Jahren: Mitte des 19.
Jahrhunderts strahlte Eta Carinae für 50 Jahre als der zweithellste Stern
am Nachthimmel. Heute glimmt dort nur noch ein schwaches Lichtlein. Dass
diese vornehme Zurückhaltung trügt zeigen neue Beobachtungen: Eta Carinae
erweist sich immer mehr als Paradebeispiel für eine Klasse supermassiver,
instabiler Riesensonnen mit spektakulären Energie- und Materieausbrüchen.
Im Licht dieser Exoten beginnen die Astronomen zu verstehen, was es
heißt, wenn Sterne ihre Fassung verlieren.
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Fr. 03. 11., 20 Uhr:
Wie Kerzenlicht durch Horn betrachtet: der Große Andromedanebel
Ein Nebelfleck im Sternbild Andromeda - und darüber
einen ganzen Vortrag? Erst Anfang des vergangenen
Jahrhunderts war es möglich, die wahre Natur dieses
„Nebels“ zu entschlüsseln. Der unscheinbare Nebel
entpuppte sich als gewaltiges Sternsystem - und das
alles in unserer kosmischen Nachbarschaft. Für uns
ein Grund mehr, diese Galaxie zu erforschen. Aber nicht
nur die Hightech-Forschung unserer Tage hält einige
Überraschungen zu diesem faszinierenden Objekt
bereit - mehr dazu im Vortrag.
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Fr. 10. 11., 20 Uhr:
Dunkle Materie - gibt es sie wirklich?
Forscher haben sich damit abgefunden: Nur ein winziger Bruchteil aller Materie im All
ist "sichtbar", der bei
weitem größte Teil besteht aus der mysteriösen "Dunklen" Materie. Niemand weiß so
recht, woraus sie
besteht. "Normale" Materie (wie ausgebrannte Sterne oder Planeten) scheiden als
Erklärung aus, und
alternative Ideen, etwa eine kleine Änderung der Gravitation, sind genau betrachtet
auch keine Hilfe. Woher
wir das alles wissen? Das wird der Vortrag erhellen.
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Fr. 17. 11., 20 Uhr:
Kreisel im Himmel und auf Erden
Wir Erdenmenschen haben den Eindruck, die gradlinige Bewegung sei die natürliche
Bewegung und
dabei dreht sich im Kosmos fast alles um alles. Die Erde dreht sich um die eigene Achse
und um die
Sonne, die Sonne um das Zentrum der Milchstraße, und die Milchstraße wieder um das
Zentrum des
Lokalen Gruppe ... Manchmal geht das recht gemächlich und manchmal mit tausend
Umdrehungen pro
Sekunde.
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Fr. 24. 11., 20 Uhr:
Vulkanismus im Planetensystem
Vulkanausbrüche versetzen die Menschen immer wieder in Angst und Schrecken wegen ihrer
zerstörerischen Gewalt. Ihre Aktivitäten zeigen uns deutlich wie es im Erdinnern auch
heute noch brodelt. Wie aber entstehen
Vulkane? Gibt es sie nur auf der Erde? Kann man ihre Ausbrüche voraussagen? Andere
Planeten und
Monde zeigen ähnliche Phänomene. Über ihre derzeitige Erforschung soll in diesem
Vortrag berichtet werden.
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Fr. 01. 12., 20 Uhr:
Kriminelles aus der Geschichte der Astronomie -
von Mördern, Fälschern und Betrügern
Betrug und Fälschung haben in der Wissenschaft eine lange und unrühmliche Tradition.
Hiervon
macht auch die Geschichte der Astronomie und Physik keine Ausnahme. Hat Johannes Keppler
Tycho Brahe umgebracht? Welche dramatischen Begleitumstände waren mit der Entdeckung
von Neptun verbunden? Wie war das mit der kalten Kernfusion und was sind N-Strahlen?
Bei einer genauen Betrachtung gleichen viele historische Ereignisse dieser
Wissenschaften einer
dramatischen Detektivgeschichte.
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Fr. 08. 12., 20 Uhr:
Beobachten mit ferngesteuerten Teleskopen für jedermann
Es ist ein bekanntes Dilemma: Ein guter Himmel ist durch nichts zu ersetzen, aber
fotografisch
kann nur eine minimale Ausrüstung die Flugreise antreten. Greifen Sie für geringes
Geld oder sogar
kostenlos auf Teleskope von 30 cm bis 2 m Durchmesser unter bestem Himmel zu. Alles was
Sie
dafür brauchen, ist eine E-mail-Adresse, ein Webbrowser und Grundkenntnisse der
Bildbearbeitung.
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Fr. 15. 12., 20 Uhr:
Der Stern von Bethlehem
Das Matthäusevangelium erzählt von einem geheimnisvollen Stern, der vor etwa 2000
Jahren sternkundigen "Weisen aus dem Morgenland" den Weg nach Bethlehem zur
Geburtsstätte Christi gezeigt haben soll. War es ein Komet, eine Supernova oder eine
seltene dreifache Konjunktion von Jupiter und Saturn? Bis heute ist die
Auseinandersetzung über den Stern der Weisen nicht beendet.
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